Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser
24. Juni 2008
Rückblick auf den „Forward2Business“-Kongress in Halle. Und Antworten auf die Frage: Was hat das mit Videowerbung zu tun?
Wer nicht da war, gleich vormerken für’s nächste Jahr: der zum „Ort der Ideen“ gekürte Forward2Business-Kongress in Halle. Es gibt größere, internationalere, gewiss auch bekanntere Kongresse – aber nur wenig charmantere.
Im Innenhof der historischen Burg Giebichenstein trafen rund 200 Teilnehmer aus Trendforschung, Medien, Industrie und Dienstleistungen zusammen und wagten Ausblicke und Prognosen für das Jahr 2018. Moderiert von Sven Gábor Jánszky führte eine Tour d’Horizon in neue Arbeits-, Lebens-, Medien- und Markenwelten.
Immer wiederkehrendes Leitmotiv war das Stichwort „Vertrauen“. Wie sollen Unternehmen, Marken und Institutionen in einer zusehends auf medialen Beziehungen basierenden Welt Kunden ansprechen und binden? Was ist der „Kitt“, der ein Unternehmen und sein soziales Umfeld zusammen hält?
Vertrauen. Es wurde viel darüber gesprochen, wie „Big Player“ sich darstellen und verhalten sollten – aber was macht der Laden um die Ecke? Was das kleine Ausflugshotel? Oder die Öko-Supermarktkette? Leider kamen diese Fragen im Rahmen des Kongresses ein wenig kurz. Deshalb hier mein Versuch einiger Antworten:
Keine Frage – letztlich ist die härteste Währung eines jeden Unternehmens das angebotene Produkt und die erbrachte Dienstleistung. Aber damit es dazu überhaupt kommt, sind Vorleistungen nötig – man muss Kunden ansprechen, ein eigenes Profil entwickeln, seinen Zielgruppen signalisieren, dass man ihnen genau das bietet, was sie suchen.
Und da heißt meine Antwort wieder Video. Das Medium ist reichhaltiger, vielschichtiger und persönlicher als Flyer und Website. Es bietet die Chance der Authentizität – und damit eine hervorragende Grundlage, schon vor dem ersten Kundenkontakt einen Vertrauensvorschuss zu bekommen. Der Steuerberater, der Zahnarzt, der Tischlermeister – sie alle erhalten so eine virtuelle Visitenkarte mit wirklich persönlichem Profil.
Deshalb verfechte ich Formate der Videowerbung, die ohne Sprecher auskommen. Ein Sprecher kommentiert, beschreibt, ist wieder eine zusätzliche Instanz zwischen Zuschauer und Portraitiertem. Es muss ja nicht immer der Chef sein, der vor der Kamera steht (Lampenfieber haben wir alle mal) – es kann auch ein motivierter Mitarbeiter sein, der zeigt, wie gut die Stimmung im Laden ist und dass man sich engagiert für seine Kunden einsetzt.
Wenn Vertrauen eine wesentliche Basis hat, dann ist es Engagement. Wenn Engagement ein adäquates Vermittlungsmedium hat, dann ist es Video.
Entry Filed under: Basics. Schlagworte: forward2business, Halle/Saale, Vertrauen, Video, Videoportrait, Videowerbung.



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