Video verdoppelt Verweilzeit bei Onlineanzeigen

26. Juli 2009

Zählt wirklich immer nur die CTR? Die internationale Crossmedia-Agentur Eyeblaster siehts anders. Und findet gewichtige Argumente für den Einsatz von Video in Onlineanzeigen.

Vor dem Hintergrund, dass Klickraten (CTR = click through rate) in den vergangenen Jahren immer mehr zurück gehen, stellte sich die internationale Crossmedia Agentur Eyeblaster die Frage, ob CTRs der alleinige Maßstab für die Beurteilung von Onlineanzeigen sein sollten. Schließlich ist das Internet das einzige Medium, bei dem mit dieser Elle gemessen werden kann – bei TV, Print oder Hörfunk sind es Reichweiten und Aufmerksamkeit, die in die Waagschale geworfen werden.

Folglich ging es Eyeblaster um Aufmerksamkeit. Hatte doch Comscore kürzlich ermittelt, dass Onlinenutzer, die zuvor Displayanzeigen eines Herstellers im Internet gesehen haben, im Folgemonat 50% mehr Zeit auf seiner Website verbringen und sich auch 50% mehr Seiten in seinem Webauftritt anschauen.

Eyeblaster untersuchte für diese Studie 42 Milliarden “rich media impressions” in diversen Formaten rund um den Erdball. Die von September 2008 bis März 2009 erhobenen Daten wurden hinsichtlich der Zeit, da die Maus des Nutzers über eine Anzeige stand, hinsichtlich der Betrachtungsdauer eines vom Nutzer gestarteten Videos oder anderen nachvollziehbaren Interaktionsformen mit der Anzeige ausgewertet.

Die wichtigste Aussage: Es ist rund 25mal wahrscheinlicher, dass sich Anwender vorsätzlich mit einer Anzeige beschäftigen, als das darauf klicken.

Und die aus unserer Sicht wichtigste Aussage: Ein Video erhöht die mit der Onlineanzeige verbrachte “vorsätzliche” Rezeptionszeit um 200% in den USA und immerhin noch um ca. 100% im Rest der Welt. Diesen Unterschied begründen die Autoren mit der bereits fortgeschrittener Videorezeption in den USA und vermuten, dass andere Region nachziehen werden.

Unsere eigenen Erfahrungen bei SightseekerMedien, etwa mit den Rezeptionserfolgen unserer Videovisitenkarte, belegen diesen Trend. Verglichen mit reinen Textanzeigen oder auch gestalteten Bannern sind Mouse-Over-Raten, aber auch Abspielraten und letztlich die Click-through-Rates bei eine Videoanzeige um ein Vielfaches höher.

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