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Videowerbung, Videomarketing & Co: der erste Blog-Birthday ;-)

Dieser Blog hat heute seinen ersten Geburtstag. Und ich stelle mir die Frage: Hat unsere Branche schon das Laufen gelernt?

Einen Blog zu starten, ist wie eine Reise ins Blaue. In diesem Fall mit einem gewichtigen Unterschied zur geografischen Reise: Auch die Landkarte definiert sich täglich neu.

Im Schnitt alle vier bis fünf Tage habe ich im vergangenen Jahr Fundstellen aufgelesen, Trends kommentiert und praktische Hilfen zum Dreh vor Ort gegeben. Dabei heraus kamen 80 Beiträge in 7 Kategorien und bis heute knapp 8000 Aufrufe. Dank an all diejenigen, die den Blog verfolgen: Es motiviert, zu sehen wie die Abrufkurven kontinuierlich steigen!

Aber reden wir noch über das gleiche wie vor einem Jahr? Im Prinzip ja, doch in vielen Details nein. In Ermangelung eines besseren Begriffs kreisten zunächst viele Posts um den Begriff Videowerbung – auch für Produktionen, die weniger Werbeclip als vielmehr Image waren. Erst im Laufe des Jahres gewann der Begriff Videomarketing an Bedeutung. Er beschreibt diese Produktionen viel besser und wird, zumindest in der Fachöffentlichkeit, zunehmend genutzt. Die meisten Kunden können damit leider noch nicht viel anfangen – aber das wird schon noch kommen :-)

A propos Kunden: Schwindelerregene Zuwachsraten prognostizierten die Internetauguren für dieses Segment. Angekommen, zumindest in Deutschland, ist diese Welle jedoch noch nicht. Wirtschaftskrise? Gewiss. Aber auch ein weiteres Beispiel dafür, dass Übergangsprozesse ihre Zeit brauchen. Emails sind dem Fax in vielerlei Hinsicht überlegen – und doch brauchte der Übergang vom einen zum anderen Zeit, und es wird noch viele Jahre Faxe geben.

Print- und Videomarketing haben eine vergleichbare Dualität: Video kann so viel bieten, was in Wort und (Stand-)Bild nicht auszudrücken ist. Es ist in vielerlei Hinsicht ein absolut überlegenes Medium. Ich wiederhole gern: Video ist das Leitmedium unserer Zeit. Doch vorherrschend ist heute die Schrift – und das wird sie auch auf Jahre hinaus bleiben.

Gleichwohl waren Kommunikationsinnovatoren schon immer besonders erfolgreich. Und davon werden auch die Firmen profitieren, die jetzt – in einem frühen Marktstadium – auf Videowerbung und Videomarketing im Internet setzen. Denn sie bieten ja heute schon an, was die Kunden morgen wie selbstverständlich erwarten. Ein Onlineshop ohne Bewegtbild? Unattraktiv. Eine Website ohne Videoportrait? Altbacken und unpersönlich. Eine Stellenausschreibung ohne Unternehmensfilm? Verschnarchter Arbeitgeber…

Bis dahin werden wir, Dienstleister im Bereich Videomarketing wie SightseekerMedien, noch eine Menge Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten müssen. Denn noch steckt die Branche in den Kinderschuhen. Für große Sprünge reichts noch nicht – doch das ist nur eine Frage der Zeit.

Add comment 17. Mai 2009

Das Los des Trendsetters: kopiert zu werden

Als Geschäftsführer von SightseekerMedien frage ich mich: Soll ich mich über Nachahmer und Kopisten freuen oder ärgern?

Ich erinnere mich gut an die langen Nächte vor rund einem Jahr, als wir bei SightseekerMedien fast rund um die Uhr durchs Web surften. Wir wollten herausfinden, wie sich andere Videoproduktionen präsentierten, wollten Wege finden, möglichst konkret, nachvollziehbar und transparent aufzutreten. Wir wollten eine Unternehmenswebsite veröffentlichen, die unseren Kunden nützt und auf diesem Wege Vertrauen schafft.

Wir fanden heraus, dass es (zumindest im deutschsprachigen Raum) kaum einen Anbieter gab, der Produkte zu Festpreisen anbot. Wir merkten, dass kaum ein Anbieter überhaupt in „Produkten“ dachte. Und wir hatten den Eindruck, dass viele lieber in mehr oder minder nebulösen Versprechen schwelgten, statt konkret zu sagen, was sie für Budget „x“ leisten wollten.

Heute gibt es mindestens ein Dutzend von Film- und Videoproduktionen, die Festpreisangebote, transparente Leistungsbeschreibungen und klare Produktdefinitionen in den Mittelpunkt ihrer Webpräsenzen gestellt haben. Das finden wir gut, denn so kann der Kunde vergleichen. Und wird vielleicht merken, dass der eine zwar billiger, aber nur in einer Region aktiv ist. Der andere verspricht schöne Qualität, deckt aber nur wenige Themenwelten ab. Und der Dritte stellt ein Riesennetzwerk von Produzenten in den Vordergrund – es fehlt aber die Qualitätsdefinition. Alles ist ok – der Kunde soll für seinen Bedarf auswählen und entscheiden. Und wenn dabei andere Anbieter als SightseekerMedien das Rennen machen, ist das ebenfalls ok: Sie haben offensichtlich die Aspekte auf den Punkt gebracht, die den Bedürfnissen des jeweiligen Kunden entsprechen.

Bitter wirds nur, wenn Leistungsversprechen oder Argumentationen quasi per „Cut and Paste“ in die jeweilige Website integriert werden. Erinnern Sie sich noch an meinen Blogbeitrag: „Klappe – Sie sind der Star! oder: Wie verhält man sich beim Videodreh?“? Vergleichen Sie ihn doch mal mit „So klappt es beim Videodreh: Zehn hilfreiche Tipps aus der Praxis“. Kennen Sie noch die HörZu-Rubrik „Original und Fälschung“? Dann suchen Sie doch mal bei beiden Beiträgen die Unterschiede!

Wir leben in einer jungen Branche – jedenfalls dann, wenn wir versuchen, kostengünstige Alternativen zur „etablierten“ Videoproduktion aufzuzeigen und die Produktion fürs „Web“ in den Mittelpunkt zu stellen. Und natürlich hat man da ein Auge auf Wettbewerber und Mitstreiter, auf Akteure und Nachahmer. Auch wir schauen regelmäßig, was beispielsweise die Kollegen von targa.tv, elios.tv, tiva.tv oder von newsonvideo so machen. Wir lassen uns anregen, versuchen zu lernen, uns abzugrenzen, besser zu machen. Fragen uns oft genug: Haben die Kollegen von XXXX jetzt auch die Anfrage über die 800 Autohändler? Was YYYYY wohl für die 200 Catwalk-Filme nehmen würde? Ob ZZZZZZ wohl jetzt auch im Healthcare-Bereich unterwegs ist – wenn ja: mit welchen Produkt und Leistungsversprechen?

All das ist normal. Alle vorgenannten Player stehen teils auf eigenen, teils auf gemeinsamen Spielplätzen. Und alle arbeiten gemeinsam an einem Markt, den sie – nicht einmal gemeinsam – werden abdecken können.

Aber wie war das nun mit den Kopisten – was tun die für den Markt? Entscheiden Sie selbst. Lassen Sie sich doch von denen mal anregen, was Neues erklären, oder was Altes neu erklären. Und wenn Sie’s nicht befreidigt, dann greifen Sie vielleicht doch lieber zum Original ;-)

3 comments 6. Mai 2009

Warum und wie man mit Onlinevideos bares Geld spart

Drei Thesen, warum Videos nicht nur Geld kosten, sondern auch unmittelbar beim Sparen helfen.

Kürzlich meinte ein Kunde, in diesen Zeiten wolle er Geld nur für Dinge ausgeben, die ihm helfen würden, an anderer Stelle Geld zu sparen. Und ich solle ihm wenigstens drei konkrete Beispiele nennen, wo und wie ein Onlinevideo hilft, Geld zu sparen.

Hier sind sie:
1. Onlinevideos reduzieren Vertriebsaufwand.
Je konkreter die Vorstellung eines potentiellen Kunden von Ihrem Unternehmen, Ihrem Produkt-/ oder Serviceangebot und vielleicht auch von den ihn betreuenden Mitarbeitern ist, desto besser kann er entscheiden, ob er mit Ihnen zusammenarbeiten will oder nicht. Onlinevideos geben einen sehr plastischen, athmosphärischen und persönlichen Eindruck von Ihren Leistungen und Angeboten. Deshalb reduziert sich die Menge unnötiger Blindanfragen und gleichzeitig erhöht sich die Menge konkreter – zu Ihrem Unternehmen passender – Geschäftskontakte. Onlinevideos machen Ihren Vertrieb effektiver – das spart bares Geld.

2. Videos können billiger breit gestreut werden als viele andere Werbemittel.
Onlinevideos sind digital und deshalb beliebig reproduzierbar. Der Versand als Email, Video-PDF oder auch die Verlinkung eines Werbemittels/Emails auf das Video bringt de facto keine Kosten mit sich – etwa im Gegensatz zum Versand von Brorschüren. Teilweise reproduzieren Dritte Ihr Video – beispielsweise zufriedene Kunden oder Patienten, die es weiterversenden. Sie können es auf einer Vielzahl von Plattformen kostenfrei einstellen, und auch die kostenpflichtigen Angebote sind oft – gemessen an der vermittelten Informationsmenge – verblüffend günstig.

3. Videos sind ein effektives Werkzeug im in der SEO und senken dadurch Ihre Kosten für bezahlte Suchen
Videos verbessern Ihr Googleranking, da Videocontent von Google de facto bevorzugt wird (siehe auch meinen Beitrag Mit Video auf Google ganz oben). Wenn Sie ein paar Regeln einhalten (z.B. aussagekräftige Dateinamen, Einbettung in ein „schlagwortadäquates“ redaktionelles Umfeld innerhalb Ihrer Website und Einstellen Ihres Beitrags auf YouTube mit Verlinkung auf Ihre Homepage), dann verbesser Sie für kleines Geld Ihr Ranking bei Google. Und je einfacher man Sie mit einer organischen Suche findet, desto weniger Geld müssen Sie für bezahlte Suchen ausgeben ;-)

3 comments 6. April 2009

Onlinevideomarketing – so steigt man als KMU am besten ein

Viele Wege führen zum eigenen Videobeitrag. Welcher ist für Klein- und Mittelbetriebe der beste?

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Noch vor zwei Jahren war es für kleine und mittlere Unternehmen nahezu unmöglich, ohne Schwarzarbeit oder einen befreundeten Videoproduzenten ein ordentliches Video-Kurzportrait über die eigene Unternehmung für unter 1.000 Euro fertigen zu lassen. Heute kann man derartige Beiträge für dreistellige Budgets von Verzeichnismedien wie Telefonbuch- und GelbeSeiten-Verlagen, (Branchen-)Portalen und Suchmaschinen wie Wer liefert Was?, durch lokale TV-Stationen oder durch neuartige Videoproduzenten wie unser Unternehmen SightseekerMedien produzieren lassen.

Welcher Weg ist der Beste? Wie so oft, sollten Sie sich zunächst über Ihre Ziele klar werden, bevor Sie dies entscheiden können. Qualitativ haben diese Produktionen zumeist ale ein ähnliches Niveau. So sind es oft auch nicht die produktionsspezifischen, sondern eher die auf die spätere Verwendung abzielenden Aspekte, in den sich die Produktionen unterscheiden.

• Brauchen Sie eine Videoproduktion nur für einen definierten Zweck (Eintrag in Das Oertliche o.ä.), oder wollen sie damit umfassend und auf diversen Portalen werben?
• Haben Sie besondere technische Anforderungen (Aufführung auf Messen, bei Tagen der offenen Tür) und brauchen Sie z.B. eine für Großbildprojektionen optimierte Qualität?
• Wollen Sie kostengünstig erste Erfahrungen sammeln oder haben Sie bereits so etwas wie eine eigene „Bewegtbildstrategie“?

Der wahrscheinlich kostengünstigste Einstieg sind die Produktionen, die Sie bei Verzeichnismedien im Rahmen von Jahresbuchungen in Auftrag geben können. Diese sind häufig Bestandteil von Paketen, die – je nach Medium – zwischen 50 und 100 € pro Monat zu haben sind. Der große Vorteil: Sie haben gleich eine Jahrespräsenz in einem relevanten Onlineverzeichnis wie den GelbenSeiten oder Wer liefert Was? dabei. Häufig sind die Verlage, die diese Paketangebote geschnürt haben, auch großzügig, was die weiterführende Nutzung dieses Videos zum Beispiel auf Ihrer Unternehmenswebsite oder andere hauseigene Zwecke angeht. Gar nicht, schwieriger oder nur gegen Aufpreis zu haben sind hingegen Nutzungen auf anderen Portalen oder im Fernsehen.

Wer ins Onlinevideomarketing einsteigt, will all dies vielleicht ja auch gar nicht. Dann ist auch das 30sekündige Standardformat eine prägnante Form, um sich und seine Leistungen vorzustellen – und die knapp zweistündige Produktion eine gute und überschaubare Möglichkeit, in dieses neue Medioum und seine Erstellung reinzuriechen.

Wer einen ausführlicheren Beitrag wünscht oder z.B. höhere technische Qualität für die spätere Aufführung auf Beamern oder HD-Displays braucht, kann dies übrigens auch bei einigen der Verzeichnismedien als Add-on buchen. Auch mit diesen Aufpreisen sind die Produkte häufig die kostengünstigsten am Markt.

Wer jedoch von vorneherein davon ausgeht, vielleicht sogar mehrere Beiträge in unterschiedlichen Längen und für eine Vielzahl von Medien zu produzieren und zu optimieren, wird sich in den vorgenannten Paketen nicht unbedingt wiederfinden. Dann empfiehlt sich die direkte Beauftragung etwa bei SightseekerMedien oder einer anderen Produktion, die sich sowohl mit den mittellangen (ca. 1:30 bis 3 Minuten) als auch den kurzen 30sekunden Formaten auskennt. Diese Lösung ist allein deswegen etwas teurer, weil die Bundle-Rabatte der platzierenden Verlage wegfallen – sie ist aber flexibler, weil so die Nutzung für alle Zielmedien sichergestellt werden kann.

Immer häufiger bieten auch lokale Fernsehsender diese Kurzproduktionen ihren Kunden an. Auch hier sollten Sie im Vorfeld die späteren Nutzungsrechte und die technische Qualtät abklären – viele Lokal-TV-Anbieter haben sich in ihrer Ausrüstung voll am „klasischen“ Fernsehen orientiert und können deshalb HD/HDV-Formate nur gegen erhebliche Aufpreise anbieten.

Wei auch immer Sie sich entscheiden – nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, darüber nachzudenken, was sie von einem solchen Video erwarten und wie sie es in den kommenden 12 Monaten einsetzen wollen. Denken Sie nicht für die Ewigkeit, sondern orientieren Sie sich an der Marketingplanung für das kommende Jahr. Dann sind Sie der „richtigen“ Entscheidung schon ein ganzes Stück näher ;-)

Add comment 2. März 2009

Wann kommen unabhängige Crossmedia-Berater für KMUs?!?

Wer berät kleine und mittlere Unternehmen in der sinnvollen Verwendung ihrer Werbebudgets?

Früher war alles ganz einfach (z.B. fingen leicht ergraute Blogger ihre Beiträge nicht mit „früher“ an – da gab’s nämlich noch keine Blogs). Früher hatte man seine Werbeagentur, vielleicht bei kleineren Unternehmen auch nur seinen Grafiker, und die machte eigentlich alles, was man sich in Sachen Werbung vorstellen und leisten konnte. Ab und zu besuchte einen der Vertreter der örtlichen Tageszeitung oder der GelbenSeiten, und wenn man ganz mutig war, buchte man auch mal einen kleinen Kinospot oder Großplakate.

Aber heute?

Heute machen schon sehr kleine wirtschaftliche Einheiten differenzierte Werbung, weit über Handzettel hinaus. So treten selbst Currywurstbuden mit 1a-CI und ausgefeiltem Werbekonzept an, kombinieren spezialisierte Shops lokale Promotions und überregionale (manchmal internationale) Kundenanprache per Internet. Die Medienwahl von Autoaufkleber bis Videowerbung, von Adwords bis Newsletter oder von Anzeige bis Plakat ist schier unerschöpflich (meist im Gegensatz zum Budget).

Aber wer hilft denn nun den Kleinbetrieben vom Autohandel bis zur Zoohandlung, vom Arzt bis zur Zementfabrik? Nichts gegen kleine Agenturen oder Grafikbüros – aber sie sind halt nicht nur Berater, sondern auch Produzenten (von Werbemitteln). Und so sind sie genauso darauf bedacht, ihre Maschinerie am Laufen zu halten, wie die Außendienstler von Verlagen, die – wie bei Telefonbüchern und GelbenSeiten – mittlerweile oft ein bemerkenswertes crossmediales Angebot bieten können, dies aber eben auch interessensgebunden tun.

Wann also kommen unabhängige Crossmedia-Berater für kleine und mittlere Unternehmen? Vielleicht, wenn genau diese Unternehmen erkennen, dass ihr Budget nichts wert ist ohne eine adäquate Platzierung. Dass die Auswahl von Werbemitteln und -medien mittlerweile extrem komplex ist – und (eigentlich) einen Spezialisten erfordert. Einen Spezialisten, den am besten der bezahlt, der für sich das optimale Ergebnis sicherstellen will.

Also der Werbetreibende.

Add comment 24. Februar 2009

YouTube: Immer mehr Erfolg mit Videowerbung

YouTube verkauft mehr Videowerbung an eine größere Zahl namhafter Inserenten

Wird sich die YouTube-Akquisition für Google je in Wert setzen? fragen sich auch Jahre nach dem Deal Kommentatoren und Analysten. Doch das Bohren dicker Bretter scheint sich für den Suchmaschinengiganten zunehmend auszuzahlen.

Wie Rory Maher von PaidContent unter Bezug auf den Piper-Jaffray-Analysten Gene Munster berichtet, steigt bei YouTube die Zahl der Verkäufe bei Instream-Videowerbung. Gleichzeitig gewinnt YouTube weitere „Big Player“ unter den Werbetreibenden.

Bei den Vergleichen einer Februarwoche mit den Vormonaten zeigt sich folgender Trend:
• 72 Prozent der gezeigten Videoads waren In-Videostreams – verglichen mit 52 Prozent im Januar und 63 Prozent im Dezember.
• Zu den neuen Inserenten gehörten z.B. Verizon, Adidas, Xbox, Disney, Kraft und Chevy.
• 12 der Top100-Videos waren als Promotion gekennzeichnet, darunter welche von Mercedes-Benz und Microsoft.
• 29 Prozent der Videos zeigten Videowerbung versus 25 Prozent im Januar und 30 Prozent im Dezember.

Einhergehend mit dem Angebot kostenpflichtiger Videodownloads scheint es, dass YouTube doch nach und nach Erlösquellen rund um seine Bewegtbilddominanz aufbaut…

1 comment 22. Februar 2009

Nix Neues bei NewTV

Der Hamburger newTV-Kongress am 19. 2. 09 enttäuschte viele Teilnehmer

In Hamburg hat man ein schönes, plakatives Wort für diese ganze IPTV, WebTV und Wie-auch-immer-Digital-TV gefunden: „newTV“. Dafür hat der seit Jahren aktive und sehr fleißige Förderverin der neuen Medienwirtschaft – der Hamburg@work e.V. um Uwe Jens Neumann – eine eigene Fachgruppe mit über 250 Teilnehmern und breit gefächtern Aktivitäten aufgestellt. Es gibt innovative Förderprogramme vom Senat mit bis 100.000 € Projektförderung, Fachgruppen, Kommunikation, Austausch und Beratung.

Umso bedauerlicher, dass der newTV-Kongress vom 19.2., der Akzente für die junge Branche setzen sollte, in den Augen vieler Teilnehmer die Erwartungen nicht erfüllte. Vielleicht hatte man diesmal einfach kein Glück mit Referenten, die von unverhohlenen Eigenwerbevorträgen bis zu schlecht präsentierten oder inhaltsarmen Vorträgen alles das im Gepäck hatten, was man als zahlender Teilnehmer eben nicht unbedingt hören will.

Vielleicht ist nach knapp zwei Jahren Sondieren, Ausprobieren und Philosophieren bei vielen Insidern die kühne Phantasie einer nüchternen Einschätzung gewichen, wie z.B. bei Klaus Ebert von AS Digital TV, der in Sachen Inhalt und Prösentation zwar zu den löblichen Ausnahmen des Kongresses zählte. Aber auch er äußerte sich weniger strategisch/perspektivisch als eher operativ, Tenor: „Wir verdienen zwar noch kein Geld, aber ich bin sicher, in ein bis zwei Jahren werden wir es tun“. Dafür ist eine klare Herausforderungen zu meistern, und die ist mit einem Wort beantwortet: REICHWEITE. Eine kleine Andeutung zu den Überraschungen von morgen machte er dann doch – anscheinend will man die kreativen Ergebnisse aus der jüngsten Bild.de-Akion, in der die Leser aufgerufen waren, eigene Markenwerbspots zu gestalten, demnächst mal auf ebay versteigern – man darf gespannt sein.

Ein kleines Highlight war immerhin die Diskussionsrunde „Going newTV – who pays the bill?: Monetarisierungsstrategien und Geschäftsmodelle für Bewegtbildinhalte“ mit den Teilnehmern Ingo Wolf von GRID-TV, Frederic Komp von BRAINPOOL, Jean-Pierre Fumagalli von smartclip und Peter Christmann als Beirat und Berater von stream5.

Zwar hatte auf die gestellte Grundfrage niemand so recht was zu sagen, aber immerhin kamen ein paar bedenkenswerte Statements auf den Tisch. Ein paar davon klangen ungefähr so:
• „Die Unternehmen sollten nicht als erste die Frage nach Monetarisierungs-, sondern erstmal nach ihrer Produktstrategie stellen“ (Jean-Pierre Fumagalli);
• „Sowohl auf Anbieter als auch auf Kunden-/Nachfrager-Seite prägt das urspüngliche Geschäftsmodell des agierenden Unternehmens seine Aktivitäten im newTV – es fehlen oft die wirklich passenden Inhalte“ (also: ein Verlag agiert zunächst mal wie ein Verlag, ein Autohersteller wie ein Markenunternehmen etc., kaum einer wie ein dem newTV verpflichteter Anbieter – Ingo Wolf);
• Und Peter Christmann hob zum big picture an: Er sieht keinen Weg zurück – die „Gesellschaft audiovisualisert sich“ – trotzdem sieht er uns noch im „Neolithikum des Videomarketings“.

Nun – seit der Jungsteinzeit sind gut 7500 Jahre vergangen. In denen gab es auch nicht jedes Jahr einen Kongress zum Fortgang der Menschheitsgeschichte. Vielleicht verdient auch das newTV einfach mal etwas Zeit, in der jeder seinen Job macht und in der das Operative und nicht das Perspektivische im Vordergrund steht. Und dann reicht ein Get-together, damit man mal einen Kaffee zusammentrinkt und die üblichen Verdächtigen trifft – es muss ja nicht gleich ein eigener Kongress sein.

Add comment 21. Februar 2009

3,85 Mio. $ für YP.com

Kurze Domains zahlen sich aus – zumindest für den bisherigen Inhaber der Domain „YP.com“. Das Kürzel für „YellowPages“ war bis Ende 2008 im Besitz von LiveDeal (zuvor YP Corp.), einer Firma, die online Kleinanzeigen und Businesslistings kombiniert. TechCrunch berichtete kürzlich, dass diese Domain nun für 3,85 Mio US-$ an die AT&T-Tochter YellowPages (einer der US-GelbenSeiten-Anbieter) verkauft wurde.

Die Bewertung dieser Domain spiegelt den hohen Stellenwert wider, den amerikanische Verzeichnismedien ihren Onlineangeboten – nicht zuletzt aufgrund der steigenden Bedeutung von Onlinevideowerbung – beimessen.

Add comment 14. Februar 2009

Video regiert in der Kultur der Bildschirme

Randall Stross fragte sich kürzlich in der New York Times, warum das Fernsehen in der Welt der Bildschirme immer noch Zuwächse erzielt

Ein lohnenswerter Klick führt zur NewYorkTimes vom 7.2. Warum rennen Buch- und Zeitungsverlagen die Leser weg, während sich der Fernsehkonsum behauptet?

Im dritten Quartal 2008 sah der typische amrikanische Haushalt lt. Nielsen 142 Stunden pro Monat fern, 27 Stunden wurden vor dem Internet verbracht. Binnen eines Jahres waren das Zuwächse von 5 (TV) und 1,5 Stunden (Web). Der durchschnittliche US-Haushalt zählt 2,7 Personen, aber 2,9 TV-Geräte. Und die Allgegenwart der Bildschirme führt dazu, dass 31 % der Webnutzung beim laufenden Fernseher erfolgt. Und noch eins: 100 Millionen US-Handys sind bereits für Video geeignet.

Stross stellt eine gewagte, aber keineswegs abwegige These auf: Ein Wendepunkt in der Kokurrenz von Print und Screen sei überschritten. Die Konsumenten verzichteten zusehends auf Zeitungen und Bücher, weil der „Textmodus“ unregelmäßig genutzt und deshalb als Last empfunden werde. Sie zeigten mittlerweile eine klare Präferenz für die gestaltete Videoerfahrung, wie sie sich auf Bildschirmen abspielt – und vom Nutzer nur passive Hinwendung erfordere.

Die Ausweitung der Bildschirmkultur bedeute weit mehr, als Texte von gedruckten Seiten auf Monitore zu übertragen. Sie bedeutet vor allem weniger Text, mehr Video, weniger lesen, mehr hinschauen – online wie offline.

Wie meinte kürzlich ein Geschäftspartner zu mir? Ein Jahrtausende altes Provisorium verliere halt an Bedeutung. Was mit der Keilschrift begann, sich über Buchdruck und textbasiertem Web ausweitete – die Schrift – ist ein Auslaufmodell.

In der Kultur der Bildschirme, so schließt auch Stross, regiert das Medium Video.

Add comment 13. Februar 2009

So steigen Unternehmen in Bewegtbildangebote ein

StreamingMedia hat ein neues Whitepaper veröffentlicht. Thema: Technologien und Strategien, um Videocontent in Wert zu setzen.

Nicht alle Informationsbroschüren, die offenkundig werbe- oder industriefinanziert sind, müssen ja per se schlecht sein. StreamingMedia, der US-amerikanische Informationsdienstleister zum Thema Videodistribution, hat ein neues Weißbuch veröffentlicht, in dem ein Dutzend Experten unterschiedliche technologisch/wirtschaftliche Positionen rund um die Verbreitung von Bewegtbildinhalten darstellen. Diese Experten stehen für wie Firmen Internap, Tremor Media, Level3 und andere.

Ob Verlag, der Bewegitbildangebote aufnehmen will, Unternehmen, dass plant, Kunden- oder Mitarbeiter mit Videos zu informieren oder Verband, der seine Arbeit transparenter machen will – in der Verbreitung von Videoinhalten lauern einige technische und wirtschaftliche Fallen, auf die die gesammelten Beiträge interessante Schlaglichter werfen. Der Download des Papiers „INNOVATION SERIES #7: How To Profit From Internet TV: Technolgies and Strategies for Monetizing your Video Content“ ist gegen Registrierung mit Name und Firmendaten möglich.

Add comment 31. Januar 2009

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