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Sponsored YouTube-Videos – Google überträgt Erfolgsrezept auf YouTube

Neue Option für’s Videomarketing: Videos bei YouTube zu schalten

Von Google kennen und schätzen wir’s: die Adwords-Anzeigen, jene kleinen Inserate, die oberhalb und rechts der organischen Suchergebnisse angezeigt werden. Anzeigen, die sich (mehr oder minder) auf den gesuchten Content beziehen – Anzeigen, die schnellen Kontakt zwischen Kunde und Anbieter versprechen.

Dieses Erfolgsrezept überträgt Google jetzt auf YouTube. YouTube, längst zur zweithäufigst genutzten Suchmaschine avanciert, bietet künftig „sponsored Videos“, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren.

Voraussetzung sind ein bereits existierendes und auf YouTube eingestelltes Video sowie ein Google-Adwords Konto. Der Nutzer verknüpft YouTube und Adwords-Konten und erstellt dann eine Anzeige mit Bild, Anzeigentext und Suchwörtern. Diese (Display-)Anzeige wird dann neben den Suchergebnissen und im Bereich „ähnliche Videos“ angezeigt.

Bei SightseekerMedien haben wir bereits gute Erfahrungen mit Google-Videoanzeigen gemacht. Wir gehen davon aus, dass auch dieses neue Werbeformat sehr gut funktionieren wird. Denn für mich ist es wahrscheinlich, dass dieses bei Google weitgehend gelernte Format sich auch auf YouTube schnell durchsetzen wird. Die Frage ist nur, wie schnell ;-)

2 comments 14. Oktober 2009

Google Universal Search: Video Ergebnisse gewinnen weiter an Bedeutung

Der Linkvendor-Blog analysiert: Schon jedes 150. Google-Suchergebnis ist ein Video

Schon vor ein paar Wochen hat Marcus Tober von Searchmetrics in seinem Linkvendor-Blog eine aktuelle Analyse der Google Blended Search (auch Universal Search genannt), vorgelegt. Für andere Laien wir mich: die Blended Search ist die gemixte Darstellung von Text-, Video-, Bild-, Map-, Shop-, News- und Blogsuchergebnissen.

In seinem lesenswerten Beitrag Steigende Relevanz der Google Blended Search kommt er u.a. zu folgenden Ergebnissen:

• der Anteil der Videos an Google-Suchergebnissen stieg im April auf 0,671% an – damit war etwa jedes 150. Suchergebnis ein Video. Zum Vergleich: etwa jedes 350. Suchergebnis war entweder ein Maps- oder Shoppingergebnis, etwa jedes 475. ein Bild.

• Aus meiner Sicht noch wichtiger: Für jede dritte Suchanfrage wird mindestens ein Video unter den Ergebnissen der ersten 10 Seiten gefunden (bei jeder 16. Anfrage mindestens ein Maps-Ergebnis).

• Und: die Anzahl der Blended Search-Suchergenisse hat sich seit Dezember 2008 auf nunmehr 0,8% annähernd verdoppelt. Das klingt nicht viel, doch bei fast 40% aller von Tober gemessenen Keywords kommt mindestens ein Blended Search Ergebnis vor.

Für mich bestätigen diese Analysen: Je mehr die Universal Search kommt, desto wichtiger ist es für Unternehmen, auch mit eigenem Videomarketing im Web präsent zu sein. Über die Suchergebnisse wird sich schon bald ein Druck aufbauen, auf den so manches Unternehmen hektisch reagieren dürfte.

Wie hatte Tober doch in einen älteren Beitrag zum gleichen Thema aus dem vergangenen Dezember so schön resümiert? „Also baut euch ein schallisoliertes Studio mit ner guten Cam und fangt an Videos zu produzieren.“ Wir von SightseekerMedien könnten da auch helfen ;-)

Add comment 28. Juni 2009

Öffentlichkeitsarbeit mit Video – funktioniert das? Und wie?!?

Anregungen in Sachen Video-PR für Firmen, die (noch) nicht im DAX sind

Für die Großen ist alles ganz einfach. Die sind doch eh dauernd in TV und Web präsent – und ihre größte Sorge ist, dass bei den Bildern aus der Produktion bloß nich die vorletzte Baureihe gezeigt wird…

Gut – ganz so einfach ist es auch für Großunternehmen nicht. Wenngleich durchaus nicht jedes seine Hausaufgaben gemacht hat und das nötige Arsenal an Bewegtbildmaterial vorhält, um den Journalisten in Anstalten, Sendern und Portalen die Arbeit leicht zu machen. Doch unzweifelhaft ist, dass es für große Unternehmen und Marken halt a bisserl einfacher ist, mal auf Sendung zu sein.

Doch der Mittelständler? Wer interessiert sich überhaupt für seine bewegten Bilder? Lohnt es sich, Öffentlichkeitsarbeit durch Bewegtbildangebote zu unterstützen?

Wenn Sie nicht gleich auf den Aufmacher der Tagesthemen hoffen, dann durchaus. Gerade mittelständische Unternehmen und ihre Produkt- und Serviceangebote haben viel umfassendere Optionen mit Video-PR, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Allerdings sollten sich die Verantwortlichen vorher klar machen, dass Öffentlichkeitsarbeit nicht Verbreitung von Werbespots ist, sondern die Schaffung von Präsenz für die eigenen Themen sowie im günstigen Falle die Herstellung eines positiven Bezugs zu ihrem Unternehmen und seinen Angeboten.

Doch so verstanden sind in Sachen Bewegtbild-PR (fast) alle Schleusen offen. Denn sehr viele Themen sind zwar in Texten – ob online oder offline – Tausende Mal durchgekaut. Aber Bewegtbildangebote, zumal jederzeit zugängliche, gibt es oft nicht.

Da jedes Produkt und jeder Service einen Nutzen oder ein Versprechen hat, lässt sich dieser in Bildsprache übersetzen und mehr oder weniger pointiert darstellen. Von „Wie lackiere ich meine Fingernägel?“ über „Die Quelle für Designinspiration“ bis „Vorsorgen ist besser als bohren“ – viele Themen lassen sich als Ratgeber, als Fallstudie oder Erfahrungsbericht hervorragend in einem kurzen Video darstellen. Wenn man der Versuchung widersteht, das eigene Unternehmen oder das genutzte Produkt in diesem Video 47mal in 74 Sekunden zu nennen und über den grünen Klee zu loben, dann hat man ein schönes Medium, das nun eine eigene „Öffentlichkeitskarriere“ beginnen kann.

Auf der Hand liegt natürlich die Einspeisung in die großen Videoportale. Wenn Ihr Beitrag tatsächlich nützlich und anregend ist, wird hier – entsprechende Betitelung, Teasertext und Verschlagwortung vorausgesetzt – von ganz alleine eine interessierte Öffentlichkeit entstehen.

Doch das ist bestenfalls das kleine Einmaleins. Schließlich geht es vor allem um ein Andocken an „interessierte Öffentlichkeiten“ – d.h. an die Medien, die sie konsumieren.

Bleiben wir zunächst im Internet. Gerade Fachportale, Newsfeeds und insbesondere Blogs bieten ein attraktives Umfeld für Ihr Bewegtbildangebot – und oft auch eines, das an Video interessiert ist. Denn Videos sind „Hingucker“, erhöhen die Verweildauer und bieten besonderen Nutzwert – das hat sich auch unter Fachverlegern und Bloggern herumgesprochen. Häufig jedoch scheuen sie die Investition in ein gutes Video – und da kann Ihr Beitrag aus der Patsche helfen.

Und dies gilt sinngemäß auch für lokale TV-Sender und Spartenkanäle. Viele von ihnen sind recht zugänglich, wenn es darum geht, halbwegs ins Programmkonzept passendes Material auszustrahlen.

Apropos Material: Muss es denn immer gleich ein ganzer Beitrag sein? Würde Ihnen nicht hier und da eine Schlüsselsequenz oder eine ausgewählte Szene auch in Ihr Kommunikationskonzept passen? Dann bieten sie diese doch an. Einziger Nachteil: Oft werden Bewegtbildproduktionen nicht von den Medien durchgeführt, auf denen sie gesendet werden. D.h. es ist nicht so leicht, Ihr Quellmaterial so zu platzieren, dass es von den „Beitragsmachern“ auch genutzt werden kann.

Drum machen Sie ruhig auf Ihrer Website in Ihrer Presserubrik sowie in Pressemitteilungen darauf aufmerksam, dass Sie auch über Video-Rohmaterial zum Unternehmen, Produkten und Prozessen verfügen. So ist die Chance hoch, dass „interessierte Kreise“ auch darauf zugreifen ;-)

Add comment 5. Juni 2009

Warum und wie man mit Onlinevideos bares Geld spart

Drei Thesen, warum Videos nicht nur Geld kosten, sondern auch unmittelbar beim Sparen helfen.

Kürzlich meinte ein Kunde, in diesen Zeiten wolle er Geld nur für Dinge ausgeben, die ihm helfen würden, an anderer Stelle Geld zu sparen. Und ich solle ihm wenigstens drei konkrete Beispiele nennen, wo und wie ein Onlinevideo hilft, Geld zu sparen.

Hier sind sie:
1. Onlinevideos reduzieren Vertriebsaufwand.
Je konkreter die Vorstellung eines potentiellen Kunden von Ihrem Unternehmen, Ihrem Produkt-/ oder Serviceangebot und vielleicht auch von den ihn betreuenden Mitarbeitern ist, desto besser kann er entscheiden, ob er mit Ihnen zusammenarbeiten will oder nicht. Onlinevideos geben einen sehr plastischen, athmosphärischen und persönlichen Eindruck von Ihren Leistungen und Angeboten. Deshalb reduziert sich die Menge unnötiger Blindanfragen und gleichzeitig erhöht sich die Menge konkreter – zu Ihrem Unternehmen passender – Geschäftskontakte. Onlinevideos machen Ihren Vertrieb effektiver – das spart bares Geld.

2. Videos können billiger breit gestreut werden als viele andere Werbemittel.
Onlinevideos sind digital und deshalb beliebig reproduzierbar. Der Versand als Email, Video-PDF oder auch die Verlinkung eines Werbemittels/Emails auf das Video bringt de facto keine Kosten mit sich – etwa im Gegensatz zum Versand von Brorschüren. Teilweise reproduzieren Dritte Ihr Video – beispielsweise zufriedene Kunden oder Patienten, die es weiterversenden. Sie können es auf einer Vielzahl von Plattformen kostenfrei einstellen, und auch die kostenpflichtigen Angebote sind oft – gemessen an der vermittelten Informationsmenge – verblüffend günstig.

3. Videos sind ein effektives Werkzeug im in der SEO und senken dadurch Ihre Kosten für bezahlte Suchen
Videos verbessern Ihr Googleranking, da Videocontent von Google de facto bevorzugt wird (siehe auch meinen Beitrag Mit Video auf Google ganz oben). Wenn Sie ein paar Regeln einhalten (z.B. aussagekräftige Dateinamen, Einbettung in ein „schlagwortadäquates“ redaktionelles Umfeld innerhalb Ihrer Website und Einstellen Ihres Beitrags auf YouTube mit Verlinkung auf Ihre Homepage), dann verbesser Sie für kleines Geld Ihr Ranking bei Google. Und je einfacher man Sie mit einer organischen Suche findet, desto weniger Geld müssen Sie für bezahlte Suchen ausgeben ;-)

3 comments 6. April 2009

Mehr Erfolg im B2B mit Online Video

Ein neues Whitepaper von Brightcove erläutert, wie Unternehmen den Traffic auf ihrer Website erhöhen und mehr Leads generieren

Die Onlinevideo-Plattform Brightcove legt ein neues, 13seitiges Whitepaper unter dem Titel „Boosting B2B Marketing Results with Online Video“ vor. Das Papier rechtfertigt, wie ich meine, die nötige Registrierung bei Brightcove.

Der erste Verdienst der kleinen Studie liegt darin, dass sie Nutzen und Funktion von Onlinevideos zunächst getrennt nach den grundlegenden Marketing-Kategorien „Inbound“ und „Outbound“ darstellt. Der zweite resultiert aus der „Toolbox“ – kurzen, prägnanten Tipps am Ende der beiden Kapitel, wie man Onlinevideo optimal für sein Unternehmen nutzt. Um Ihnen nicht gleich das ganze Whitepaper zu verraten, beschränke ich mich hier auf diese Tipps.

Für Outbound-Marketing:
• Verbessern Sie Ihr Outboundmarketiung durch Einbindung von Video in multimediale Banner und virale Kampagnen
• Integrieren Sie Videostills als Gestaltungselemente in Directmails und Emails um Verkehr auf Ihre Website zu lenken
• Schaffen Sie frei nutzbaren Videocontent für Blogger

Für Inbound-Marketing:
• Optimieren Sie Dateinamen, Titel und Schlagworte Ihrer Onlinevideos
• Integrieren Sie Videos auf Ihre gesamte Website verteilt, vor allem auf allen Eingangsseiten (Product landing und andere entry pages)
• Umgeben Sie die Videos mit relevanten Textinhalten, die Suchmaschinenrankings verbessern helfen
• Stimmen Sie Dateinamen und die Namen der sie enthalten Seiten Ihres Webauftritts aufeinander ab
• Verbreiten Sie Ihr(e) Videos durch mehrere Videoplattformen, um so Qualität wie Quantität der auf Sie verweisenden Links zu erhöhen
• Stimmen Sie Suchbegriffe bei bezahlter Suche sowie die dazu gehörigen Videos auf den entsprechenden Zyklus Ihrer Vertriebsanstrengung ab
• Stellen Sie Ihren Kunden Videos zur Verfügung, mit denen diese Ihre Produkte und Services bestmöglich präsentieren können

Gelungene Stichworte, die durch prägnante Beispiele und Forschungsergebnisse aufgepolstert werden. Z.B. den Verweis auf eine Untersuchung von MarketingSherpa, dass 80% der Investitionsentscheider behaupten, sie hätten ihren Lieferanten gefunden – nur 20% der Lieferanten haben ihre Kunden gefunden…

Add comment 30. März 2009

Wird Flash zum Standard für Mobilevideo?

Adobe gibt Gas, um die nächste digitale Bioshäre für Flash zu erobern: mobile Endgeräte

Im Umfeld des kürzlich in Barcelona ausgerichteten Mobile World Congress kündigte Adobe Maßnahmen an, die Flash als Standard für Handies und Smartphones etablieren dürften. Damit entfallen mittelfristig Barrieren, die heute noch die Portierung von Video auf oft Dutzende von Endgeräten zum wirtschaftlich unattraktiven Unterfangen werden lassen.

Adobe wll einerseits eine neue Distributionsmethode für Flash Lite (dem mobilen Flash) und entsprechende Applikationen anbieten. So soll Entwicklern die leichtere Portierung ihrer Anwendungen auf die Endgeräte der Nutzer bei gleichzeitiger Verbreitung der neuesten Flashversionen gelingen. Das System kann bereits mit Windows Mobile und Nokia S60 Geräten getestet werden.

Zum anderen tun Adobe und Nokia 10 Mio. US$ in den Topf, um Entwickler zu fördern, die Nokia-kompatible Flash- oder AIR-Anwendungen prgrammieren.

Nokia, Windows Mobile, Palm – die mobile Flash-Allianz bringt sich in Stellung. Ein kurzer Blick ins „stationäre“ Web genügt, um zu erkennen, dass Video im Web ohne Flash noch im digitalen Mittelalter wäre – ob YouTube und Epigonen, ob Webrabdios oder IPTV: Flash ist allgegenwärtig. So überzeugend Quicktime technisch sein mag – Flash ist halt der Igel („Ik bin all da“), der listiger als der schnelle Hase ist.

Deshalb bin ich überzeugt davon, dass Flash als Standard bei mobilen Devices ein wichtiger Katalysator bei der Nutzung und Verbreitung von Videos sein wird – viel wichtiger als das iPhone. Das iPhone hat zweifelsohne vorgemacht, wohin die Reise gehen kann – wenn sich Apple aber weiterhin Flash verweigert, dürfte die Karawane am Ende ohne Apple weiterziehen.

1 comment 25. Februar 2009

12seconds: Der Video-Twitter

Twitter, die nach wie vor rasant wachsende Heimat der Microblogger, sammelte kürzlich 35 mio. $ Funding ein – und das in Zeiten der Krise. Nun tritt 12seconds auf den Plan und übersetzt das Konzept auf Vlogs (=Videoblogs).

12sec

Ein Startup, das sympathisch daherkommt („funded by burritos“) und eine Menge Potential hat: 12seconds aus Santa Cruz (Kalifornien). Mit 12sekündigen Mini-Videobotschaften wird das von Twitter bekannte Konzept des Microbloggings aufs Medium Video übertragen – und das schon im Betastadium sehr überzeugend.

Ob vom Handy, aus der 12seconds-eigenen Aufnahmefunkton oder als Upload bestehender Videofiles – der Weg zur eigenen Video(kurz)botschaft ist schnell und einfach. Und auf den 12-Sekunden-Gedankenblitz kann die Welt per integrierter Buddylist oder per Widget in Blogs und sozialen Netzen aufmerksam gemacht werden.

Und schon nutzen alle paar Minuten die Earlyadopters diesen Service. Von künstlerisch anmutenden Miniaturen bis zur Positionsmeldung aus dem Vorortzug, von der Sportübung bis zur Hausmusik reicht das Spektrum. (Übrigens sind recht viele Kamine in den Videos zu sehen. So ist mal nicht davon auszugehen, dass die bisherigen Nutzer an der Armutsgrenze leben…)

Das „nächste große Ding“? Dave Parrack von webtvwire ist sich nicht ganz sicher. Nach wie wollen viele Nutzer im Web oder anderen sozialen Netzen lieber anonym bleiben und nicht Nase zeigen. In der Tat haben etliche der 12Sekünder bisher halbwegs anonymen Charakter.

Ein weiterer Beleg zur Audiovisualierung unserer Kommunikation ist’s allemal.

1 comment 22. Februar 2009

Nix Neues bei NewTV

Der Hamburger newTV-Kongress am 19. 2. 09 enttäuschte viele Teilnehmer

In Hamburg hat man ein schönes, plakatives Wort für diese ganze IPTV, WebTV und Wie-auch-immer-Digital-TV gefunden: „newTV“. Dafür hat der seit Jahren aktive und sehr fleißige Förderverin der neuen Medienwirtschaft – der Hamburg@work e.V. um Uwe Jens Neumann – eine eigene Fachgruppe mit über 250 Teilnehmern und breit gefächtern Aktivitäten aufgestellt. Es gibt innovative Förderprogramme vom Senat mit bis 100.000 € Projektförderung, Fachgruppen, Kommunikation, Austausch und Beratung.

Umso bedauerlicher, dass der newTV-Kongress vom 19.2., der Akzente für die junge Branche setzen sollte, in den Augen vieler Teilnehmer die Erwartungen nicht erfüllte. Vielleicht hatte man diesmal einfach kein Glück mit Referenten, die von unverhohlenen Eigenwerbevorträgen bis zu schlecht präsentierten oder inhaltsarmen Vorträgen alles das im Gepäck hatten, was man als zahlender Teilnehmer eben nicht unbedingt hören will.

Vielleicht ist nach knapp zwei Jahren Sondieren, Ausprobieren und Philosophieren bei vielen Insidern die kühne Phantasie einer nüchternen Einschätzung gewichen, wie z.B. bei Klaus Ebert von AS Digital TV, der in Sachen Inhalt und Prösentation zwar zu den löblichen Ausnahmen des Kongresses zählte. Aber auch er äußerte sich weniger strategisch/perspektivisch als eher operativ, Tenor: „Wir verdienen zwar noch kein Geld, aber ich bin sicher, in ein bis zwei Jahren werden wir es tun“. Dafür ist eine klare Herausforderungen zu meistern, und die ist mit einem Wort beantwortet: REICHWEITE. Eine kleine Andeutung zu den Überraschungen von morgen machte er dann doch – anscheinend will man die kreativen Ergebnisse aus der jüngsten Bild.de-Akion, in der die Leser aufgerufen waren, eigene Markenwerbspots zu gestalten, demnächst mal auf ebay versteigern – man darf gespannt sein.

Ein kleines Highlight war immerhin die Diskussionsrunde „Going newTV – who pays the bill?: Monetarisierungsstrategien und Geschäftsmodelle für Bewegtbildinhalte“ mit den Teilnehmern Ingo Wolf von GRID-TV, Frederic Komp von BRAINPOOL, Jean-Pierre Fumagalli von smartclip und Peter Christmann als Beirat und Berater von stream5.

Zwar hatte auf die gestellte Grundfrage niemand so recht was zu sagen, aber immerhin kamen ein paar bedenkenswerte Statements auf den Tisch. Ein paar davon klangen ungefähr so:
• „Die Unternehmen sollten nicht als erste die Frage nach Monetarisierungs-, sondern erstmal nach ihrer Produktstrategie stellen“ (Jean-Pierre Fumagalli);
• „Sowohl auf Anbieter als auch auf Kunden-/Nachfrager-Seite prägt das urspüngliche Geschäftsmodell des agierenden Unternehmens seine Aktivitäten im newTV – es fehlen oft die wirklich passenden Inhalte“ (also: ein Verlag agiert zunächst mal wie ein Verlag, ein Autohersteller wie ein Markenunternehmen etc., kaum einer wie ein dem newTV verpflichteter Anbieter – Ingo Wolf);
• Und Peter Christmann hob zum big picture an: Er sieht keinen Weg zurück – die „Gesellschaft audiovisualisert sich“ – trotzdem sieht er uns noch im „Neolithikum des Videomarketings“.

Nun – seit der Jungsteinzeit sind gut 7500 Jahre vergangen. In denen gab es auch nicht jedes Jahr einen Kongress zum Fortgang der Menschheitsgeschichte. Vielleicht verdient auch das newTV einfach mal etwas Zeit, in der jeder seinen Job macht und in der das Operative und nicht das Perspektivische im Vordergrund steht. Und dann reicht ein Get-together, damit man mal einen Kaffee zusammentrinkt und die üblichen Verdächtigen trifft – es muss ja nicht gleich ein eigener Kongress sein.

Add comment 21. Februar 2009

Mit Video auf Google ganz oben

Warum Videos dabei helfen, auf Google viiiieeeeeellll besser gefunden zu werden

Da waren die Jungs bei Forrester Research mal wieder pfiffig: Nate Elliott beschrieb in einem Blogeintrag, warum und wie man dank Video die besten Chancen hat, auf die erste Seite der Googlesuchen vorzudringen.

Die Parameter sind schnell erzählt: Insbesondere Google mischt Videofundstellen und solche aus anderen medialen Quellen (Text, Bild). Da es aber bekannterweise zu fast jedem Suchwort bei Google jede Menge von Textfundstellen gibt, ist der Weg eines eigenen (Text-)Beitrags auf die vorderen Google-Seiten lang.

Ganz anders bei Video: Erstens sind viele Videos schlecht indiziert. Und zweitens gibt es weit weniger Videofundstellen als Text- oder Fotoergebnisse. Da Google nun mischt und die Videofundstellen unter die anderen Ergebnisse mengt, hat man mit einem bei YouTube eingestellten, gut indizierten Video viel mehr Chancen auf einen vorderen Suchergebnisplatz als mit allen anderen Medien.

Konkret gibt Elliott folgende Tipps:

• Bauen Sie Schlagworte in die Videodateinamen ein.
• Laden Sie Ihre Videos bei YouTube hoch und integrieren Sie diese Videos dann wieder auf Ihrer eigenen Website. Die Google-Algorithmen berücksichtigen die Zahl der Aufrufe bei YouTube.
• Nutzen Sie klug gewählte Schlagworte auch für den Titel Ihres Videos, Beschreibungen und Tags.
• Integrieren Sie Videos in die relevanten Textpassagen auf Ihrer Website. Die Suchmaschinen können aufgrund dieses Kontextes auch den Inhalt des Videos besser einordnen.
• Schaffen Sie eine Videobibliothek auf Ihrer Website, so findet Google Ihren Videocontent besser. Versehen Sie die Videos dort mit reichhaltigen Suchbegriffen.

Wenn Sie ausprobiert haben: Schreiben Sie mal, was dabei rauskam…

2 comments 20. Januar 2009

US-Yellowbook: Onlinezuwachs kompensiert Printrückgänge

Erfreulicher Trend bei US-Verzeichnismedien: Leichte Rückgänge im Printgeschäft werden durch hohe Zuwächse in den Onlineaktivitäten mehr als kompensiert

Greg Sterling hat eine aktuelle Zwischenbilanz-Veröffentlichung des US-amerikanischen Yellowbooks erschnüffelt:

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Diese Zahlen per 30.9.08 bestätigen, dass der Gesamtumsatz wie auch der Umsatz pro Kunde im Printgeschäft mit 1,5% leicht rückläufig ist. Dass das Unternehmen trotz schwieriger Zeiten noch um 4,5% wachsen kann (auch das EBITDA wächst um 3,5%), ist einzig den Internetumsätzen zuzurechnen. Diese erreichen erstmals über 100 Millionen US-Dollar (genau: 101) und wachsen im Vergleich zum Vorjahr um 103,6%.

Wie die meisten GelbeSeiten- und Telefonbuchverlage hierzulande bietet auch Yellowbook die Veröffentlichung (und Erstproduktion) von Videoanzeigen im Rahmen von Onlinepaketen an. Der durchschnittliche Umsatz pro Onlinekunde von 443 $ deutet jedoch darauf hin, dass bisher die Videoproduktion zwar eine häufig genutzte Option, aber noch nicht der Regelfall ist.

Übrigens: Man kann nicht sagen, dass Yellowbook seine Videokunden durch und durch auf Rosen bettet. Wer den geplanten Dreh weniger als 24 Stunden vorher absagt, zahlt 200 €. Wer seine Onlinebuchung nicht wenigstens 12 Monate aufrecht erhält, zahlt 500 €. Und wer eine hochaufglöste Kopie seine 30 oder 60 Sekundenspots möchte, ist ebenfalls mit 500 € dabei.

Ich als Produzent solcher Spots finde, davon sollten wir lernen ;-) )

Add comment 20. Januar 2009

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