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Praxistipp-Videomarketing Nr.1: Video-Produktpräsentationen im Rahmen eines Messeauftritts
In loser Folge werde ich künftig im Rahmen dieses Blogs „Praxistipps Videomarketing“ veröffentlichen. Gestartet wird mit Video-Produktpräsentationen, die kostengünstig im Rahmen eines Messeauftritts entstehen können
Worum geht’s? Auf Messen präsentieren Sie Ihre aktuellsten und wichtigsten Produkte. Im Rahmen von am Rande der Messe produzierten Video-Produktpräsentationen stellen Sie diese so vor, wie sie diese auch Ihren Messebesuchern vorstellen würden.
Warum ist das sinnvoll? Für einen Messestand, der Ihre Unternehmens-CI widerspiegelt und die wichtigsten Vertriebs- und Präsentationsthemen bündelt, gibt Ihr Unternehmen nennenswerte Summen aus. Warum sollen diese nach wenigen Tagen Messepräsenz Geschichte sein? Begreifen Sie Ihren Messestand als eine Art firmeneigenes TV-Studio – in Ihrer CI, mit Ihren Produkten, mit Ihren Slogans und vielleicht auch mit Ihren Events (Promotoren etc.). Nutzen Sie diese Investition über den Messetag hinaus, indem Sie die relevanten Themen Ihrer Messepräsenz im Rahmen von Video-Produktpräsentationen festhalten.
Wo und wie kann man’s nutzen? Eine Video-Produktpräsentation
• verschicken Sie bei künftigen Produktanfragen mit ihren Angeboten als Video-PDF an Ihre Kunden
• platzieren Sie im Rahmen Ihrer Produkt- und Servicebeschreibungen auf Ihrer eigenen Website,
• können Sie möglicherweise auch auf der Website der Messe platzieren („virtuelle Messe“)
• übermitteln Sie an Fachportale/-zeitschriften und Blogs aus Ihrem Fachgebiet – Bewegtbildmaterial wird gern genutzt (wenn es nicht allzu werblich, sondern eher informativ daher kommt)
• distribuieren Sie bei geeignetem Thema über die großen Videoplattformen. Ganz wichtig: Noch lassen sich viele Themen mit Videos „besetzen“ und erzielen so bei Google-Suchen gute Platzierungen im Rahmen der Suchergebnisse!
• nutzen Sie ggf. für Landingpages oder Video-Ads im Rahmen Ihrer Vertriebsaktivitäten
• übermitteln Sie an Ihre Vertriebspartner, die diese Beiträge dann ihrerseits in ihren Webaufritt oder die Kundenansprache integrieren.
Wo und wie wird produziert? Die Video- Produktpräsentation wird auf Ihrem Messestand produziert, möglicherweise außerhalb der Publikums-Öffnungszeiten, meist in Form einer O-Ton-Reportage. Varianten sind eine Interviewsituation (Interviewer sollte Zielgruppennähe/Fachkompetenz ausstrahlen) oder ein Livecast (empfehlen wir nur in Ausnahmefällen). Auch die Auftritte von Promotoren können mitgeschnitten werden, wenn ausführliche Produktvorstellungen dokumentiert und später im Web vorgehalten werden sollen.
Worauf ist zu achten? Verzichten Sie auf blumige aber unkonkrete Allgemeinplätze, seien Sie konkret, präzise und authentisch. Deshalb empfehlen wir eine direkte Ansprache im O-Ton durch Geschäftsführer, Vertriebsleiter oder Entwicklungschef. Beschreiben Sie in wenigen knappen Sätzen, für wen das Produkt/der Service geeignet ist und welche Vorteile geboten werden. Wir unterlegen Ihr Statement mit Bildern Ihres Produkts oder seiner Anwendung. Streben Sie ein Länge von maximal 90 Sekunden an (im Rahmen von Video-Ads < 40 sek.) – eine solche Produktpräsentation ist keine Bedienungsanleitung, sondern eine konkrete Vorteilsargumentation.
Add comment 10. August 2009
Video-Visitenkarte: Herausforderung 30 Sekunden
Wieviel Botschaft kann man in einer 30sekündigen Videovisitenkarte unterbringen? SightseekerMedien im Selbstversuch
Onlineverzeichnisse wie Wer liefert Was? und GelbeSeiten bieten als Standardformat 30sekündige Videoportraits an. Wir bei SightseekerMedien nennen diese „Video-Visitenkarten“. Im Rahmen der von den Verlagen angebotenen Standardprodukte gibt es fest definierte EInstellungen, eine passende Musikbibliothek sowie eine erprobte Dramaturgie.
Wer ein etwas individuelleres Produkt wünscht, gibt eine eigene Video-Vistenkarte in Auftrag und kann diese bei den Verzeichnismedien im Rahmen der jeweiligen Veröffentlichungspakete hochladen. Die Herausforderung: Wie bringe ich auf 30 Sekunden die wichtigsten Infos zum Unternehmen ‘rüber? Was zeichnet uns aus, was ist unsere Leistung, für wen arbeiten wir? Dabei sollte das Zeitlimit unbedingt eingehalten werden – es gibt durchaus Verlage, die Beiträge von mehr als 30 Sekunden Dauer nicht akzeptieren.
Wir haben jetzt den Selbstversuch gewagt und in eigener Dramaturgie eine solche Visitenkarte für SightseekerMedien produziert. Dabei haben wir bewusst kein Equipment eingesetzt, dass nicht auch bei der Produktion „normaler“ Video-Visitenkarten zum Einsatz käme (Bluescreen o.ä.). Musik, Schnitt und Motivwahl sind jedoch individuell – schauen Sie mal rein!
5 comments 29. April 2009
Videodreh: Gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg
Neue Tipps, wie Sie sich auf einen Videodreh für Wer liefertWas?, Telefonbücher oder GelbeSeiten vorbereiten

Schon vor gut einem halben Jahr hatte ich zehn Tipps gegeben, wie Sie sich persönlich auf einen Dreh für eine Videovisitenkarte vorbereiten. Da jedoch auch große Stars am besten in einem perfekten Umfeld zur Geltung kommen, hier nun ergänzende Tipps, wie Sie Ihr Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden und die ausgewählten Drehorte auf den Dreh vorbereiten.
1. Auch Orte können freundlich sein.
Ein aufgeräumtes Ambiente, angenehme Dekoration, vielleicht ein paar frische Blumen oder eine Obstschale – manchmal sind es Kleinigkeiten, die uns an einem Ort angenehme Atmosphäre vermitteln. Versuchen Sie Ihr Unternehmen mit den Augen eines Erstbesuchers zu sehen. Überzeugen Sie Ihren Lehrling, dass der Bildschirmschoner kein Zombiemotiv sein muss, und Ihren Gesellen, dass das Pinup-Motiv in der Werkstatt vielleicht Teile der Kundschaft abschrecken könnte.
2. Vermeiden Sie menschenleere Drehorte
Ein Gastraum ohne Gäste, ein Showroom, in dem sich niemand etwas ansieht, ein Wartezimmer, in dem gar niemand wartet – solchen Szenen vermitteln nicht den Eindruck, Sie seien gut im Geschäft und bei Ihren Kunden beliebt. „Organisieren“ Sie sich für den Dreh Kundschaft oder Patienten – oder Menschen, die es sein könnten: Mitarbeiter, Freunde, Verwandte. Bitte bedenken Sie, dass jeder, der am Ende im Film auftaucht dazu (schriftlich) zugestimmt haben sollte.
3. Es geht nicht um Schauspiel, sondern um lebendigen Alltag
Weder Sie noch ein Mitarbeiter oder ein Kunde sollte im Film irgendetwas tun, dass nicht „völlig normal“ ist. Ein Vertriebsmitarbeiter oder Inhaber berät, ein Sachbearbeiter telefoniert, sitzt am Computer oder sortiert, Facharbeiter bedienen Maschinen, Teams besprechen sich oder mit Kunden, ein Kunde stellt Fragen, probiert aus oder hört zu. Machen Sie dies und nur dies – alles andere wirkt leicht gestelzt und wenig authentisch.
4. Arbeiten Sie das typische Ihres Berufs und Unternehmens heraus
Ein Handwerker sägt, schweißt oder näht. Ein Doktor untersucht, befragt und behandelt. Ein Architekt plant, koordiniert und berät. Wo immer möglich, sollten Sie typische Aspekte Ihrer Tätigkeit und Ihres Unternehmens ins Bild setzten – das ist das, was Kunden erwarten, deshalb flöst es Vertrauen ein. Und wenn Sie innerhalb des Typischen noch besondere Akzente setzen können – um so besser. Wenn z.B. das Beratungszimmer des Anwalts eine besondere Atmosphäre vermittelt oder beim Arzt besondere Behandlungsmethoden (Naturheilkunde, individuelle Gesundheitsleistungen) angeboten werden, sollte dies nach Möglichkeit nircht nur genannt sondern auch gezeigt werden.
5. Halten Sie Berufs- und Sicherheitsstandards ein
In vielen Fällen haben Berufsgenossenschaften oder Kammern Sicherheitsvorschriften oder Regeln in Bezug auf Selbstdarstellung und Eigenmarketing definiert. Bitte sorgen Sie unbedingt dafür, dass diese beim Dreh eingehalten werden – so vermeiden Sie Aufpreise für nachträglichen Mehraufwand und (im Extremfall) Abmahnungen Wettbewerbern, die auf Ihr neues Video ganz neidisch sind und es lieber gestern als morgen aus dem Verkehr ziehen möchte.
Sie werden sehen: Gut vorbereitet zeigt sich Ihr Unternehmen wie von selbst von seinen besten Seiten!
2 comments 26. April 2009
Agieren oder reagieren – warum Handelsmarken das Outlet-Videomarketing nicht verschlafen dürfen
Suchmaschinen und Verzeichnisse erweitern die Angebote für Onlinevideomarketing kontinuierlich – verschlafen Marken mit flächendeckenden Vertriebsnetzen den Trend?
Wer lange genug zählt, wird feststellen, dass in Online-Telefonbüchern, Lieferantensuchmaschinen und Branchenverzeichnissen sowie auf Videoplattformen bundesweit um die 10.000 Unternehmen mit eigenen Videoportraits präsent sind. Das ist bisher eine Marktausschöpfung im Promillebereich – aber ein Volumen, welches sich pro Jahr mehr als verdoppelt. Längst ist vom Autohaus über die Versicherungsagentur bis zum Reisebüro so mancher pfiffige Selbständige oder Fillialist auf das neue Medium aufmerksam geworden und nutzt seine Vorzüge.
Haben Sie was gemerkt? Die Beispiele stammen alle aus Branchen, in denen Hersteller-/Konzernbindung eine große Rolle spielen. Autohäuser sind meist an Marken/Hersteller gebunden, Versicherungsagenturen repräsentieren einen Anbieter und große Reiseveranstalter wollen ebenfalls mit eigener CI in der Fläche präsent sein.
Eigene Corporate Identity, auch bei den Fachhändlern und Repräsentanten in der Fläche – dafür geben VW und Co Milliarden aus. Während einerseits die letzte Schraube im Shop normiert ist und jeder Quadratzentimeter eines Händlerinserats vorgegeben, verschlafen andererseits dieselben Handelsmarken und Fillialisten den Trend zum lokalen Onlinevideomarketing.
Klar – die Hochglanzprodukton für die Marke, das in Szene setzen des neuesten Modells ist ein gesetzter Standard. Doch Video und Film entwickeln sich mit Hochgeschwindigkeit zum „Below-the-line“-Medium, zu einem relevanten Mittel im Marketing für und von den Fillialen vor Ort.
Wie Anfragen bei SightseekerMedien zeigen, denken die ersten flächendeckend vertretenen Marken über einen einheitlichen Videoauftritt ihrer Händler und Outlets nach. Und haben dabei durchaus verstanden, dass es vor allem darum geht, die Individualität und Besonderheit der Filliale herauszustellen und nicht nur für die Marke zu werben – das geht im Fernsehen auch. Man muss raus, raus zu jedem einzelnen Händler, Vertreter, Filliale – nur so zeigt man die Menschen und Betriebe, die engagiert für die Marke arbeiten und deshalb für den Kunden so wichtig sind.
Noch haben es Marken und Konzerne in der Hand, die Onlinevideo-Aktivitäten ihrer Vertriebspartner weitgehend frei von Wildwuchs zu gestalten. Aber was ist, wenn erst 100 Händler einer Marke mit ganz unterschiedlichen Onlinevideos in allen möglichen Verzeichnissen präsent sind? Wie kriegt man die da wieder raus und auf einen einheltlichen Auftritt umgerubelt?
Das Internet hat ein langes Gedächtnis. Deshalb ist gut beraten, wer frühzeitig Trends wie den zum Onlinevideomarketing erkennt und für sich nutzt. Das gilt auch für die „Großen“ – (Handels-)Marken und Fillialisten.
Add comment 18. April 2009
Umfrageergebnis: Das Gros der Videoproduktionen kostet über 5000 €
Nicht repräsentativ, aber dennoch interessant – meist geben Auftraggeber mehr als 5000 € für ihre Videoproduktion aus
Gern jammere ich darüber, dass bei meinen kleinen Umfragen viiiiiiel zu wenig Leser teilnehmen. Aber auch aus 10 Antworten kann man einen Trend ablesen. Vor rund 6 Wochen fragte ich: Wieviel Geld haben Sie für eine Videoproduktion ausgegeben? Nun haben immerhin 10 Blogleser geantwortet, und ich möchte die Ergebnisse nicht für mich behalten:
• Je 3 haben über 5.000 € oder sogar über 10.000 € für eine Videoproduktion in die Hand genommen
• 2 gaben zwischen 2.500 und 5.000 € aus
• Einer lag unter 500 €, ein weiterer zwischen 1.000 und 2.500 €
Wie’s scheint, haben die standardisierten Angebote von Telefonbuchverlagen/GelbeSeiten, Wer liefert was? oder auch aus unserem eigenen Haus – SightseekerMedien – durchaus noch eine Außenseiterstellung. Aber erstens entwickelt sich dies kontinuierlich – und zweitens können wir zum Glück auch „teuer“…
Add comment 18. März 2009
Onlinevideomarketing – so steigt man als KMU am besten ein
Viele Wege führen zum eigenen Videobeitrag. Welcher ist für Klein- und Mittelbetriebe der beste?

Noch vor zwei Jahren war es für kleine und mittlere Unternehmen nahezu unmöglich, ohne Schwarzarbeit oder einen befreundeten Videoproduzenten ein ordentliches Video-Kurzportrait über die eigene Unternehmung für unter 1.000 Euro fertigen zu lassen. Heute kann man derartige Beiträge für dreistellige Budgets von Verzeichnismedien wie Telefonbuch- und GelbeSeiten-Verlagen, (Branchen-)Portalen und Suchmaschinen wie Wer liefert Was?, durch lokale TV-Stationen oder durch neuartige Videoproduzenten wie unser Unternehmen SightseekerMedien produzieren lassen.
Welcher Weg ist der Beste? Wie so oft, sollten Sie sich zunächst über Ihre Ziele klar werden, bevor Sie dies entscheiden können. Qualitativ haben diese Produktionen zumeist ale ein ähnliches Niveau. So sind es oft auch nicht die produktionsspezifischen, sondern eher die auf die spätere Verwendung abzielenden Aspekte, in den sich die Produktionen unterscheiden.
• Brauchen Sie eine Videoproduktion nur für einen definierten Zweck (Eintrag in Das Oertliche o.ä.), oder wollen sie damit umfassend und auf diversen Portalen werben?
• Haben Sie besondere technische Anforderungen (Aufführung auf Messen, bei Tagen der offenen Tür) und brauchen Sie z.B. eine für Großbildprojektionen optimierte Qualität?
• Wollen Sie kostengünstig erste Erfahrungen sammeln oder haben Sie bereits so etwas wie eine eigene „Bewegtbildstrategie“?
Der wahrscheinlich kostengünstigste Einstieg sind die Produktionen, die Sie bei Verzeichnismedien im Rahmen von Jahresbuchungen in Auftrag geben können. Diese sind häufig Bestandteil von Paketen, die – je nach Medium – zwischen 50 und 100 € pro Monat zu haben sind. Der große Vorteil: Sie haben gleich eine Jahrespräsenz in einem relevanten Onlineverzeichnis wie den GelbenSeiten oder Wer liefert Was? dabei. Häufig sind die Verlage, die diese Paketangebote geschnürt haben, auch großzügig, was die weiterführende Nutzung dieses Videos zum Beispiel auf Ihrer Unternehmenswebsite oder andere hauseigene Zwecke angeht. Gar nicht, schwieriger oder nur gegen Aufpreis zu haben sind hingegen Nutzungen auf anderen Portalen oder im Fernsehen.
Wer ins Onlinevideomarketing einsteigt, will all dies vielleicht ja auch gar nicht. Dann ist auch das 30sekündige Standardformat eine prägnante Form, um sich und seine Leistungen vorzustellen – und die knapp zweistündige Produktion eine gute und überschaubare Möglichkeit, in dieses neue Medioum und seine Erstellung reinzuriechen.
Wer einen ausführlicheren Beitrag wünscht oder z.B. höhere technische Qualität für die spätere Aufführung auf Beamern oder HD-Displays braucht, kann dies übrigens auch bei einigen der Verzeichnismedien als Add-on buchen. Auch mit diesen Aufpreisen sind die Produkte häufig die kostengünstigsten am Markt.
Wer jedoch von vorneherein davon ausgeht, vielleicht sogar mehrere Beiträge in unterschiedlichen Längen und für eine Vielzahl von Medien zu produzieren und zu optimieren, wird sich in den vorgenannten Paketen nicht unbedingt wiederfinden. Dann empfiehlt sich die direkte Beauftragung etwa bei SightseekerMedien oder einer anderen Produktion, die sich sowohl mit den mittellangen (ca. 1:30 bis 3 Minuten) als auch den kurzen 30sekunden Formaten auskennt. Diese Lösung ist allein deswegen etwas teurer, weil die Bundle-Rabatte der platzierenden Verlage wegfallen – sie ist aber flexibler, weil so die Nutzung für alle Zielmedien sichergestellt werden kann.
Immer häufiger bieten auch lokale Fernsehsender diese Kurzproduktionen ihren Kunden an. Auch hier sollten Sie im Vorfeld die späteren Nutzungsrechte und die technische Qualtät abklären – viele Lokal-TV-Anbieter haben sich in ihrer Ausrüstung voll am „klasischen“ Fernsehen orientiert und können deshalb HD/HDV-Formate nur gegen erhebliche Aufpreise anbieten.
Wei auch immer Sie sich entscheiden – nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, darüber nachzudenken, was sie von einem solchen Video erwarten und wie sie es in den kommenden 12 Monaten einsetzen wollen. Denken Sie nicht für die Ewigkeit, sondern orientieren Sie sich an der Marketingplanung für das kommende Jahr. Dann sind Sie der „richtigen“ Entscheidung schon ein ganzes Stück näher
Add comment 2. März 2009
12seconds: Der Video-Twitter
Twitter, die nach wie vor rasant wachsende Heimat der Microblogger, sammelte kürzlich 35 mio. $ Funding ein – und das in Zeiten der Krise. Nun tritt 12seconds auf den Plan und übersetzt das Konzept auf Vlogs (=Videoblogs).

Ein Startup, das sympathisch daherkommt („funded by burritos“) und eine Menge Potential hat: 12seconds aus Santa Cruz (Kalifornien). Mit 12sekündigen Mini-Videobotschaften wird das von Twitter bekannte Konzept des Microbloggings aufs Medium Video übertragen – und das schon im Betastadium sehr überzeugend.
Ob vom Handy, aus der 12seconds-eigenen Aufnahmefunkton oder als Upload bestehender Videofiles – der Weg zur eigenen Video(kurz)botschaft ist schnell und einfach. Und auf den 12-Sekunden-Gedankenblitz kann die Welt per integrierter Buddylist oder per Widget in Blogs und sozialen Netzen aufmerksam gemacht werden.
Und schon nutzen alle paar Minuten die Earlyadopters diesen Service. Von künstlerisch anmutenden Miniaturen bis zur Positionsmeldung aus dem Vorortzug, von der Sportübung bis zur Hausmusik reicht das Spektrum. (Übrigens sind recht viele Kamine in den Videos zu sehen. So ist mal nicht davon auszugehen, dass die bisherigen Nutzer an der Armutsgrenze leben…)
Das „nächste große Ding“? Dave Parrack von webtvwire ist sich nicht ganz sicher. Nach wie wollen viele Nutzer im Web oder anderen sozialen Netzen lieber anonym bleiben und nicht Nase zeigen. In der Tat haben etliche der 12Sekünder bisher halbwegs anonymen Charakter.
Ein weiterer Beleg zur Audiovisualierung unserer Kommunikation ist’s allemal.
1 comment 22. Februar 2009
Nix Neues bei NewTV
Der Hamburger newTV-Kongress am 19. 2. 09 enttäuschte viele Teilnehmer
In Hamburg hat man ein schönes, plakatives Wort für diese ganze IPTV, WebTV und Wie-auch-immer-Digital-TV gefunden: „newTV“. Dafür hat der seit Jahren aktive und sehr fleißige Förderverin der neuen Medienwirtschaft – der Hamburg@work e.V. um Uwe Jens Neumann – eine eigene Fachgruppe mit über 250 Teilnehmern und breit gefächtern Aktivitäten aufgestellt. Es gibt innovative Förderprogramme vom Senat mit bis 100.000 € Projektförderung, Fachgruppen, Kommunikation, Austausch und Beratung.
Umso bedauerlicher, dass der newTV-Kongress vom 19.2., der Akzente für die junge Branche setzen sollte, in den Augen vieler Teilnehmer die Erwartungen nicht erfüllte. Vielleicht hatte man diesmal einfach kein Glück mit Referenten, die von unverhohlenen Eigenwerbevorträgen bis zu schlecht präsentierten oder inhaltsarmen Vorträgen alles das im Gepäck hatten, was man als zahlender Teilnehmer eben nicht unbedingt hören will.
Vielleicht ist nach knapp zwei Jahren Sondieren, Ausprobieren und Philosophieren bei vielen Insidern die kühne Phantasie einer nüchternen Einschätzung gewichen, wie z.B. bei Klaus Ebert von AS Digital TV, der in Sachen Inhalt und Prösentation zwar zu den löblichen Ausnahmen des Kongresses zählte. Aber auch er äußerte sich weniger strategisch/perspektivisch als eher operativ, Tenor: „Wir verdienen zwar noch kein Geld, aber ich bin sicher, in ein bis zwei Jahren werden wir es tun“. Dafür ist eine klare Herausforderungen zu meistern, und die ist mit einem Wort beantwortet: REICHWEITE. Eine kleine Andeutung zu den Überraschungen von morgen machte er dann doch – anscheinend will man die kreativen Ergebnisse aus der jüngsten Bild.de-Akion, in der die Leser aufgerufen waren, eigene Markenwerbspots zu gestalten, demnächst mal auf ebay versteigern – man darf gespannt sein.
Ein kleines Highlight war immerhin die Diskussionsrunde „Going newTV – who pays the bill?: Monetarisierungsstrategien und Geschäftsmodelle für Bewegtbildinhalte“ mit den Teilnehmern Ingo Wolf von GRID-TV, Frederic Komp von BRAINPOOL, Jean-Pierre Fumagalli von smartclip und Peter Christmann als Beirat und Berater von stream5.
Zwar hatte auf die gestellte Grundfrage niemand so recht was zu sagen, aber immerhin kamen ein paar bedenkenswerte Statements auf den Tisch. Ein paar davon klangen ungefähr so:
• „Die Unternehmen sollten nicht als erste die Frage nach Monetarisierungs-, sondern erstmal nach ihrer Produktstrategie stellen“ (Jean-Pierre Fumagalli);
• „Sowohl auf Anbieter als auch auf Kunden-/Nachfrager-Seite prägt das urspüngliche Geschäftsmodell des agierenden Unternehmens seine Aktivitäten im newTV – es fehlen oft die wirklich passenden Inhalte“ (also: ein Verlag agiert zunächst mal wie ein Verlag, ein Autohersteller wie ein Markenunternehmen etc., kaum einer wie ein dem newTV verpflichteter Anbieter – Ingo Wolf);
• Und Peter Christmann hob zum big picture an: Er sieht keinen Weg zurück – die „Gesellschaft audiovisualisert sich“ – trotzdem sieht er uns noch im „Neolithikum des Videomarketings“.
Nun – seit der Jungsteinzeit sind gut 7500 Jahre vergangen. In denen gab es auch nicht jedes Jahr einen Kongress zum Fortgang der Menschheitsgeschichte. Vielleicht verdient auch das newTV einfach mal etwas Zeit, in der jeder seinen Job macht und in der das Operative und nicht das Perspektivische im Vordergrund steht. Und dann reicht ein Get-together, damit man mal einen Kaffee zusammentrinkt und die üblichen Verdächtigen trifft – es muss ja nicht gleich ein eigener Kongress sein.
Add comment 21. Februar 2009
Davos, TED: Onlinevideos für mehr Partizipation – oder für besseres Marketing?
Einige der Topsummits dieser Welt gehen per Video in die Onlinewelt – so das World Economic Forum in Davos oder die US-amerikanische TED-Conference in Long Beach. Vorbild auch für kleinere Konferenzen?
Wer kann schon von sich sagen, dass seine Videos über 100 Millionen mal abgerufen wurden? Die TED (=Technology, Entertainment, Design) tut’s: Unter ted.com/talks kann sich jeder Interessierte die Vorträge heraussuchen, die ihn aus den TED-Konferenzen der letzten Jahre interessieren und diese als Videostream abrufen. Schon in Kürze soll dieser kostenfreie Service erweitert werden – auf alle TEDs der letzten 25 Jahre, und in mehrere Sprachen untertitelt.
(Noch) nicht ganz so erfolgreich, aber ähnlich konzipiert sind die Streams vom World Economic Forum in Davos, die in diesem Jahr erstmals als eigener Kanal auf YouTube gehostet wurden. Dass die „besten“ Streams knapp einhunderttausend mal gezeigt wurden – viele dümpeln im Bereich von ein paar Hundert Abrufen –, erreicht noch nicht ganz die Intensität der TED-Videos – aber der Kanal ist ja auch erst rund zwei Wochen online.
Partizipation? Marketing? Erweiterung des Geschäftsmodells? Bei der TED gelten alle drei Aspekte, beim WEF sind es zumindest die ersten beiden. Niemand kann sich beschweren, gratis eine Information oder Präsentation zu erhalten, die „live“ by invitation only und nur zum Preis von 6.000 US-$ zu haben ist.
Wobei gerade die TED sehr findig ist, die Wertschöpfung hinter diesem Service als neue Einnahmequelle zu nutzen. Ich habe selbst in neunziger Jahren einige TEDs erlebt, und schon damals wurden die begrenzten Platzkapazitäten im Auditorium durch Übertragung in Nebenräume erweitert – sogenannte „Simulcasts“. Mittlerweile überträgt die TED ihre Konferenz auch an Simulcast-Rooms in anderen Städten, z.B. Aspen oder in diesem Jahr Palm Springs. Dort trafen sich 400 Teilnehmer, die auch in den Dialog mit der rund 1000 Teilnehmer umfassenden Hauptveranstaltung treten konnten. Das für und wider dieses immerhin noch für 3750 $ abgerechneten Events beschreibt aus Sicht eines Teilnehmers Liz Gannes auf NewTeeVee. Ich persönlich finde ein anderes Angebot – die Freischaltung des Livestreams für Firmen, Institutionen oder private Interessenten für 995 $ – interessant und beispielgebend für eine Vielzahl von Fachkongressen.
Eine solche Einbindung erlaubt zwar nicht das aktive Networking, und das besondere Flair eines hochkarätigen Events wird auch nicht per Stream übertragen. Aber die Einbindung von Mitarbeitern oder Kunden, die gemeinsam live die Highlights eines Kongresses erleben, kann durchaus inszeniert werden wie die Fussball-WM. Zwar fehlen die Tore – aber gemeinschaftliches Erleben und Wissenstransfer von den „Großen“ sind ja auch nicht schlecht.
Für Veranstalter kann sich dies zu einer neue Erlösquelle entwickeln, die den Aufwand des späteren Marketings durch nachträgliches Streaming aller oder zumindest der besten Beiträge mit abdeckt. So gedacht, sind kostenfreie Live- und freie, zeitversetzte Streamings ein attraktives Angebotspaket auch für kleinere Kongressveranstalter.
Add comment 11. Februar 2009
O-Ton oder Sprecher?
Die vielleicht meist gestellte Frage vor dem Videoportrait: Muss ich selbst sprechen oder nehmen Sie ‘nen Sprecher?
Erinnern Sie sich noch an die in den sechziger, siebziger Jahren oft gesehene Werbetafel: „Hier kocht der Chef“? Damals wie heute geht es beim Eigenmarketing um Vertrauen, darum, dem Kunden von Anfang an zu signalisieren, dass er bei Ihnen in guten Händen ist.
Die Medien ändern sich, an diesem Grundprinzip ändert sich nichts. Gerade das Videomarketing funkioniert hervorragend, um Vertrauen zu potentiellen Kunden, Patienten und Mandanten aufzubauen – erhalten sie doch schon vor einem ersten persönlichen Besuch einen sehr vielschichtigen Eindruck von Ihnen, Ihren Services, Ihren Angeboten und Einrichtungen. Wichtig dabei ist größtmögliche Authentizität – je unvermittelter Sie in einem Beitrag rüberkommen, desto besser.
Deshalb bin ich kein großer Freund von nachvertonten Videoportraits. In den meisten Fällen sind sie viel austauchbarerer und gleichförmiger als Produktionen, in denen Inhaber, Mitarbeiter oder auch Kunden zu Wort kommen. Machen Sie doch mal den Test: Stellen Sie sich den „typischen“ Text eines „typischen“ Hotelvideos vor. Wie wäre es zum Beispiel mit:
„Herzlich willkommen im Hotel Zum Hirschen in Großkleckersdorf. Das Traditionshaus mit 42 Zimmern, Gesellschafts- und Seminarräumen verbindet angenehme Atmosphäre, anspruchsvolle regionale Küche mit allem modernen Komfort. Schon in der Lobby verzaubert Sie der besondere Stil unseres 1874 gegründeten Hauses. In den erst kürzlich renovierten Zimmern erwarten Sie stilvolles Mobiliar und eine zeitgemäße Ausstattung wie moderne Marmorbäder, Minibar und W-LAN. Unser Restaurant Waidmannslust verwöhnt sie täglich außer Montags mittags und abends mit Wildspezialitäten und Leckerein der regionalen Küche. Die Gesellschafts- und Konferenzräume sind auf Gruppen von 6 bis 160 Teilnehmer ausgelegt – von der Hochzeit über die Tagung bis zur Firmenfeier finden Sie hier einen inspirierenden Rahmen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!“
Gut – ein professionell eingesprochener, vorformulierter Text bietet auch eine Vorteile:
• Man kann Informationen optimal gewichten und sicherstellen, dass alle relevanten Aussagen vermittelt werden
• Verständlichkeit und technische Qualität sind in aller Regel hoch
• Auch produktionstechnisch wird vieles einfacher – es reicht ein erfahrener Kameramann, der sich nicht um Ton und Interview kümmern muss, statt eines vielseitigeren Videoproducers
Doch für mich liegen die Nachteile einer nachvertonten Produktion klar auf der Hand:
• Viele höhere Austauschbarkeit (s.o.)
• Schein-Objektivität: Nur weil man so tut, als wäre es eine sachliche Reportage, wird die werbliche Aussage noch lange nicht glaubwürdiger
• Wichtige Dimensionen der Glaubwürdigkeit und der Individualtät gehen verloren – persönliche Ansprache, direkter Bezug zum Betrachter, Akzente, die sich aus der gewichtung der Aussagen, der Wortwahl und vielleicht auch der sprachlichen Färbung ergeben.
Wie wirbt Baden-Württemberg so schön für sich? „Wir können alles außer hochdeutsch“. Auch wenn Sie Migrant sind, breites sächsich sprechen oder schlichtweg ein bisschen nervös vor der Kamera sind – Sie stehen am allerbesten für Ihr Geschäft. Und sei es, dass Sie bei allzuviel Lampenfieber einen Text nicht als Interview, sondern als selbst gesprochenen Hintergrundtext einsprechen – immer noch besser als ein Text aus der Retorte.
Videomarketing verlangt nach eigenen Formaten. Es geht nicht um eine öffentlich-rechtliche, journalistischen Grundprinzipien verpflichtete Trennung von Kommentar und Nachricht. Es geht um Aufmerksamkeit, um Authentizität und darum, zu überzeugen. Und wer kann für Ihr Geschäft überzeugender auftreten als Sie?
Add comment 25. Dezember 2008


