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Video-Visitenkarte: Herausforderung 30 Sekunden
Wieviel Botschaft kann man in einer 30sekündigen Videovisitenkarte unterbringen? SightseekerMedien im Selbstversuch
Onlineverzeichnisse wie Wer liefert Was? und GelbeSeiten bieten als Standardformat 30sekündige Videoportraits an. Wir bei SightseekerMedien nennen diese „Video-Visitenkarten“. Im Rahmen der von den Verlagen angebotenen Standardprodukte gibt es fest definierte EInstellungen, eine passende Musikbibliothek sowie eine erprobte Dramaturgie.
Wer ein etwas individuelleres Produkt wünscht, gibt eine eigene Video-Vistenkarte in Auftrag und kann diese bei den Verzeichnismedien im Rahmen der jeweiligen Veröffentlichungspakete hochladen. Die Herausforderung: Wie bringe ich auf 30 Sekunden die wichtigsten Infos zum Unternehmen ‘rüber? Was zeichnet uns aus, was ist unsere Leistung, für wen arbeiten wir? Dabei sollte das Zeitlimit unbedingt eingehalten werden – es gibt durchaus Verlage, die Beiträge von mehr als 30 Sekunden Dauer nicht akzeptieren.
Wir haben jetzt den Selbstversuch gewagt und in eigener Dramaturgie eine solche Visitenkarte für SightseekerMedien produziert. Dabei haben wir bewusst kein Equipment eingesetzt, dass nicht auch bei der Produktion „normaler“ Video-Visitenkarten zum Einsatz käme (Bluescreen o.ä.). Musik, Schnitt und Motivwahl sind jedoch individuell – schauen Sie mal rein!
5 comments 29. April 2009
Videodreh: Gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg
Neue Tipps, wie Sie sich auf einen Videodreh für Wer liefertWas?, Telefonbücher oder GelbeSeiten vorbereiten

Schon vor gut einem halben Jahr hatte ich zehn Tipps gegeben, wie Sie sich persönlich auf einen Dreh für eine Videovisitenkarte vorbereiten. Da jedoch auch große Stars am besten in einem perfekten Umfeld zur Geltung kommen, hier nun ergänzende Tipps, wie Sie Ihr Unternehmen, Mitarbeiter, Kunden und die ausgewählten Drehorte auf den Dreh vorbereiten.
1. Auch Orte können freundlich sein.
Ein aufgeräumtes Ambiente, angenehme Dekoration, vielleicht ein paar frische Blumen oder eine Obstschale – manchmal sind es Kleinigkeiten, die uns an einem Ort angenehme Atmosphäre vermitteln. Versuchen Sie Ihr Unternehmen mit den Augen eines Erstbesuchers zu sehen. Überzeugen Sie Ihren Lehrling, dass der Bildschirmschoner kein Zombiemotiv sein muss, und Ihren Gesellen, dass das Pinup-Motiv in der Werkstatt vielleicht Teile der Kundschaft abschrecken könnte.
2. Vermeiden Sie menschenleere Drehorte
Ein Gastraum ohne Gäste, ein Showroom, in dem sich niemand etwas ansieht, ein Wartezimmer, in dem gar niemand wartet – solchen Szenen vermitteln nicht den Eindruck, Sie seien gut im Geschäft und bei Ihren Kunden beliebt. „Organisieren“ Sie sich für den Dreh Kundschaft oder Patienten – oder Menschen, die es sein könnten: Mitarbeiter, Freunde, Verwandte. Bitte bedenken Sie, dass jeder, der am Ende im Film auftaucht dazu (schriftlich) zugestimmt haben sollte.
3. Es geht nicht um Schauspiel, sondern um lebendigen Alltag
Weder Sie noch ein Mitarbeiter oder ein Kunde sollte im Film irgendetwas tun, dass nicht „völlig normal“ ist. Ein Vertriebsmitarbeiter oder Inhaber berät, ein Sachbearbeiter telefoniert, sitzt am Computer oder sortiert, Facharbeiter bedienen Maschinen, Teams besprechen sich oder mit Kunden, ein Kunde stellt Fragen, probiert aus oder hört zu. Machen Sie dies und nur dies – alles andere wirkt leicht gestelzt und wenig authentisch.
4. Arbeiten Sie das typische Ihres Berufs und Unternehmens heraus
Ein Handwerker sägt, schweißt oder näht. Ein Doktor untersucht, befragt und behandelt. Ein Architekt plant, koordiniert und berät. Wo immer möglich, sollten Sie typische Aspekte Ihrer Tätigkeit und Ihres Unternehmens ins Bild setzten – das ist das, was Kunden erwarten, deshalb flöst es Vertrauen ein. Und wenn Sie innerhalb des Typischen noch besondere Akzente setzen können – um so besser. Wenn z.B. das Beratungszimmer des Anwalts eine besondere Atmosphäre vermittelt oder beim Arzt besondere Behandlungsmethoden (Naturheilkunde, individuelle Gesundheitsleistungen) angeboten werden, sollte dies nach Möglichkeit nircht nur genannt sondern auch gezeigt werden.
5. Halten Sie Berufs- und Sicherheitsstandards ein
In vielen Fällen haben Berufsgenossenschaften oder Kammern Sicherheitsvorschriften oder Regeln in Bezug auf Selbstdarstellung und Eigenmarketing definiert. Bitte sorgen Sie unbedingt dafür, dass diese beim Dreh eingehalten werden – so vermeiden Sie Aufpreise für nachträglichen Mehraufwand und (im Extremfall) Abmahnungen Wettbewerbern, die auf Ihr neues Video ganz neidisch sind und es lieber gestern als morgen aus dem Verkehr ziehen möchte.
Sie werden sehen: Gut vorbereitet zeigt sich Ihr Unternehmen wie von selbst von seinen besten Seiten!
2 comments 26. April 2009
Vertrauen einmal anders: „Superguarantee“ für amerikanische GelbeSeiten-Kunden
Der amerikanische GelbeSeiten-Anbieter „Superpages“ geht mit einer Zufriedenheitsgarantie neue Wege
Häufig tauchte in meinen zurückliegenden Posts die Dimension „Vertrauen“ auf, wenn es um Argumente für Videomarketing ging. Da Videobeiträge besonders authentisch sind, ist Videomarketing ein guter Weg, um Vertrauen bei potentiellen Kunden aufzubauen. So ist es nur folgerichtig, dass Anbieter von Businesslistings, insbesondere GelbeSeiten- und Telefonbuchverlage, zu den Vorreitern in diesem Segment gehören.
Die amerikanischen SuperPages gehen nun einen Schrtt weiter und bieten ihren Kunden (den Inserenten) sowie den Endkunden, die diese beauftragen, eine „Superguarantee“ an. Damit garantieren Sie dem auftraggebenden Endkunden, dass sein Auftrag auch zu seiner Zufriedenheit ausgeführt wird. Wenn nicht, erhält er 500 US-$.
Diese Zufriedenheitsgarantie wird immerhin für rund 3000 Branchen und Rubriken gewährt – nicht jedoch z.B. für Anwälte oder Chrirurgen. Sie ist ferner an Bedingungen geknüpft – so müssen sich sowohl der Inserent als auch der Konsument für das Programm registrieren. Und der Konsument wird gebeten, am Ende Bewertungen über die Arbeit des Dienstleisters abzugeben.
Die SuperPages betreten mit diesem Schritt Neuland und leisten einen innovativen Beitrag zur Optimierung von geschäftlichen Beziehungen. Wie Greg Sterling in seinem Blog bemerkt: Aus einem Produkt wird eine Dienstleistung. Ein bloßes Nachschlagewerk entwickelt sich zum Mediator und Regulator – aus einem informationsvermittelndem Verlag wird ein Dienstleister, der die Transaktionen seiner Kunden absichert. Chapeau!
Add comment 22. März 2009
Umfrageergebnis: Das Gros der Videoproduktionen kostet über 5000 €
Nicht repräsentativ, aber dennoch interessant – meist geben Auftraggeber mehr als 5000 € für ihre Videoproduktion aus
Gern jammere ich darüber, dass bei meinen kleinen Umfragen viiiiiiel zu wenig Leser teilnehmen. Aber auch aus 10 Antworten kann man einen Trend ablesen. Vor rund 6 Wochen fragte ich: Wieviel Geld haben Sie für eine Videoproduktion ausgegeben? Nun haben immerhin 10 Blogleser geantwortet, und ich möchte die Ergebnisse nicht für mich behalten:
• Je 3 haben über 5.000 € oder sogar über 10.000 € für eine Videoproduktion in die Hand genommen
• 2 gaben zwischen 2.500 und 5.000 € aus
• Einer lag unter 500 €, ein weiterer zwischen 1.000 und 2.500 €
Wie’s scheint, haben die standardisierten Angebote von Telefonbuchverlagen/GelbeSeiten, Wer liefert was? oder auch aus unserem eigenen Haus – SightseekerMedien – durchaus noch eine Außenseiterstellung. Aber erstens entwickelt sich dies kontinuierlich – und zweitens können wir zum Glück auch „teuer“…
Add comment 18. März 2009
Onlinevideomarketing – so steigt man als KMU am besten ein
Viele Wege führen zum eigenen Videobeitrag. Welcher ist für Klein- und Mittelbetriebe der beste?

Noch vor zwei Jahren war es für kleine und mittlere Unternehmen nahezu unmöglich, ohne Schwarzarbeit oder einen befreundeten Videoproduzenten ein ordentliches Video-Kurzportrait über die eigene Unternehmung für unter 1.000 Euro fertigen zu lassen. Heute kann man derartige Beiträge für dreistellige Budgets von Verzeichnismedien wie Telefonbuch- und GelbeSeiten-Verlagen, (Branchen-)Portalen und Suchmaschinen wie Wer liefert Was?, durch lokale TV-Stationen oder durch neuartige Videoproduzenten wie unser Unternehmen SightseekerMedien produzieren lassen.
Welcher Weg ist der Beste? Wie so oft, sollten Sie sich zunächst über Ihre Ziele klar werden, bevor Sie dies entscheiden können. Qualitativ haben diese Produktionen zumeist ale ein ähnliches Niveau. So sind es oft auch nicht die produktionsspezifischen, sondern eher die auf die spätere Verwendung abzielenden Aspekte, in den sich die Produktionen unterscheiden.
• Brauchen Sie eine Videoproduktion nur für einen definierten Zweck (Eintrag in Das Oertliche o.ä.), oder wollen sie damit umfassend und auf diversen Portalen werben?
• Haben Sie besondere technische Anforderungen (Aufführung auf Messen, bei Tagen der offenen Tür) und brauchen Sie z.B. eine für Großbildprojektionen optimierte Qualität?
• Wollen Sie kostengünstig erste Erfahrungen sammeln oder haben Sie bereits so etwas wie eine eigene „Bewegtbildstrategie“?
Der wahrscheinlich kostengünstigste Einstieg sind die Produktionen, die Sie bei Verzeichnismedien im Rahmen von Jahresbuchungen in Auftrag geben können. Diese sind häufig Bestandteil von Paketen, die – je nach Medium – zwischen 50 und 100 € pro Monat zu haben sind. Der große Vorteil: Sie haben gleich eine Jahrespräsenz in einem relevanten Onlineverzeichnis wie den GelbenSeiten oder Wer liefert Was? dabei. Häufig sind die Verlage, die diese Paketangebote geschnürt haben, auch großzügig, was die weiterführende Nutzung dieses Videos zum Beispiel auf Ihrer Unternehmenswebsite oder andere hauseigene Zwecke angeht. Gar nicht, schwieriger oder nur gegen Aufpreis zu haben sind hingegen Nutzungen auf anderen Portalen oder im Fernsehen.
Wer ins Onlinevideomarketing einsteigt, will all dies vielleicht ja auch gar nicht. Dann ist auch das 30sekündige Standardformat eine prägnante Form, um sich und seine Leistungen vorzustellen – und die knapp zweistündige Produktion eine gute und überschaubare Möglichkeit, in dieses neue Medioum und seine Erstellung reinzuriechen.
Wer einen ausführlicheren Beitrag wünscht oder z.B. höhere technische Qualität für die spätere Aufführung auf Beamern oder HD-Displays braucht, kann dies übrigens auch bei einigen der Verzeichnismedien als Add-on buchen. Auch mit diesen Aufpreisen sind die Produkte häufig die kostengünstigsten am Markt.
Wer jedoch von vorneherein davon ausgeht, vielleicht sogar mehrere Beiträge in unterschiedlichen Längen und für eine Vielzahl von Medien zu produzieren und zu optimieren, wird sich in den vorgenannten Paketen nicht unbedingt wiederfinden. Dann empfiehlt sich die direkte Beauftragung etwa bei SightseekerMedien oder einer anderen Produktion, die sich sowohl mit den mittellangen (ca. 1:30 bis 3 Minuten) als auch den kurzen 30sekunden Formaten auskennt. Diese Lösung ist allein deswegen etwas teurer, weil die Bundle-Rabatte der platzierenden Verlage wegfallen – sie ist aber flexibler, weil so die Nutzung für alle Zielmedien sichergestellt werden kann.
Immer häufiger bieten auch lokale Fernsehsender diese Kurzproduktionen ihren Kunden an. Auch hier sollten Sie im Vorfeld die späteren Nutzungsrechte und die technische Qualtät abklären – viele Lokal-TV-Anbieter haben sich in ihrer Ausrüstung voll am „klasischen“ Fernsehen orientiert und können deshalb HD/HDV-Formate nur gegen erhebliche Aufpreise anbieten.
Wei auch immer Sie sich entscheiden – nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, darüber nachzudenken, was sie von einem solchen Video erwarten und wie sie es in den kommenden 12 Monaten einsetzen wollen. Denken Sie nicht für die Ewigkeit, sondern orientieren Sie sich an der Marketingplanung für das kommende Jahr. Dann sind Sie der „richtigen“ Entscheidung schon ein ganzes Stück näher
Add comment 2. März 2009
3,85 Mio. $ für YP.com
Kurze Domains zahlen sich aus – zumindest für den bisherigen Inhaber der Domain „YP.com“. Das Kürzel für „YellowPages“ war bis Ende 2008 im Besitz von LiveDeal (zuvor YP Corp.), einer Firma, die online Kleinanzeigen und Businesslistings kombiniert. TechCrunch berichtete kürzlich, dass diese Domain nun für 3,85 Mio US-$ an die AT&T-Tochter YellowPages (einer der US-GelbenSeiten-Anbieter) verkauft wurde.
Die Bewertung dieser Domain spiegelt den hohen Stellenwert wider, den amerikanische Verzeichnismedien ihren Onlineangeboten – nicht zuletzt aufgrund der steigenden Bedeutung von Onlinevideowerbung – beimessen.
Add comment 14. Februar 2009
US-Yellowbook: Onlinezuwachs kompensiert Printrückgänge
Erfreulicher Trend bei US-Verzeichnismedien: Leichte Rückgänge im Printgeschäft werden durch hohe Zuwächse in den Onlineaktivitäten mehr als kompensiert
Greg Sterling hat eine aktuelle Zwischenbilanz-Veröffentlichung des US-amerikanischen Yellowbooks erschnüffelt:

Diese Zahlen per 30.9.08 bestätigen, dass der Gesamtumsatz wie auch der Umsatz pro Kunde im Printgeschäft mit 1,5% leicht rückläufig ist. Dass das Unternehmen trotz schwieriger Zeiten noch um 4,5% wachsen kann (auch das EBITDA wächst um 3,5%), ist einzig den Internetumsätzen zuzurechnen. Diese erreichen erstmals über 100 Millionen US-Dollar (genau: 101) und wachsen im Vergleich zum Vorjahr um 103,6%.
Wie die meisten GelbeSeiten- und Telefonbuchverlage hierzulande bietet auch Yellowbook die Veröffentlichung (und Erstproduktion) von Videoanzeigen im Rahmen von Onlinepaketen an. Der durchschnittliche Umsatz pro Onlinekunde von 443 $ deutet jedoch darauf hin, dass bisher die Videoproduktion zwar eine häufig genutzte Option, aber noch nicht der Regelfall ist.
Übrigens: Man kann nicht sagen, dass Yellowbook seine Videokunden durch und durch auf Rosen bettet. Wer den geplanten Dreh weniger als 24 Stunden vorher absagt, zahlt 200 €. Wer seine Onlinebuchung nicht wenigstens 12 Monate aufrecht erhält, zahlt 500 €. Und wer eine hochaufglöste Kopie seine 30 oder 60 Sekundenspots möchte, ist ebenfalls mit 500 € dabei.
Ich als Produzent solcher Spots finde, davon sollten wir lernen
)
Add comment 20. Januar 2009
Video mit Folgen
Das amerikanische Yellowbook spielt in seinem neuen Webespot mit dem Medium Video
Wozu Video nützen kann, habe ich hier schon vielfältig dargestellt. Einen eher unerwarteten Erkenntnisgewinn zeigt der neue Werbespot des amerikanischen Yellobook…
Nette Idee am Rande: Auf der Website des Unternehmens kann der Betrachter drei alternative Schlussszenen auswählen und darüber abstimmen. Durch ein „Making-of“ und weitere Background-Infos wird die Promotion der Eigenpromotion abgerundet. Kein Zufall, dass dem videoaffinen Betrachter über Links und Kästen gleich der Weg zu den Videoanzeigen auf dem Yellowbook geebnet wird.
Add comment 16. November 2008
Videomarketing in Zeiten der Krise
Welchen Stellenwert kann Videomarkting einnehmen, wenn die Wirtschaft unter Druck gerät?
Budgets werden eingefroren, Kampagnen gestoppt, die Planungen für 2009 reduziert – turbulente Börsen und restriktiven Banken fordern ihren Tribut. Werbetreibende aller Größenordnungen überprüfen ihre Ausgaben, viele verordnen vorsorglich strikten Sparkurs. Wie stark ist, wie starke sollte Videomarketing davon betroffen sein?
Betrachten wir zunächst die Videowerbung, die kurzen Clips, die vor, nach und teilweise auch als Overlay über Videos patziert werden, die sich Nutzer im Web ansehen. Hier haben die deutschen Mediaagenturen bisher nur sehr vereinzelt vom spezifischen Potential dieses Mediums profitiert, durch gezielte Belegung und Definition klarer Werbeumfelder sehr spitz (und damit effektiv) Zielgruppen anzusprechen. Meines Erachtens haben gerade in schwierigen Zeiten Betreiber von hochwertigen (weil redaktionell geprägten) Onlinevideoportalen wie spiegel.de, stern.de, brigitte.de oder auch bild.de, die Chance, Werbetreibenden die im Vergleich zu anderen Werträgern günstigen Leistungen und Reichweiten zu vermitteln.
Noch positiver sehe ich jedoch Onlinevideomarketing, das über diese Form der Videowerbung hinausgeht. Denn Klein- und Mittelbetriebe, die nun den Werbeeuro zweimal umdrehen, werden schnell erkennen, dass er für einen eigenen Videobeitrag sehr gut angelegt ist:
• Hohe Informationstiefe: Getreu dem Motto „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ bekommt der Betrachter eine sehr viel höhere, vielschichtigere Informationsdichte als bei den meisten anderen Medien – von der Broschüre bis zum Webautritt. Dass muss keineswegs immer die pure Sachinformation sein (z.B. Gründungsdatum des Unternehmens, Mitarbeiterzahl oder Leistungsdaten). Oft sind es eher subjektive Eindrücke (Sympathie des Auftretenden, Stil der Einrichtung, Frische, Modernität).
• Universelle Verwendbarkeit: Ein Videobeitrag kann sehr vielfältig genutzt werden, deshalb setzen sich auch die Herstellungskosten vielfältig in Wert. Von der Platzierung auf der eigenen Homepage über die Nutzung im Schaufenster oder auf Messen bis zur Integration ins ein PDF-Dokument, das bei allen Akquisitions- und Angebotmails angehängt wird. Aber auch zur klassischen Kundengewinnung kann so ein Video taugen – etwa durch Ausstrahlung im Lokalfernsehen, der Platzierung in den Online-Angeboten der GelbenSeiten und Telfonbuchverlage, auf regionalen Websites und der gegenseitigen Platzierung auf „befreundeten“ Websites.
• Responseorientierung: Ideal ist es, sein Onlinevideo so zu platzieren oder so zu gestalten, dass eine schnelle Reaktion potentieller Kunden (per Email oder Telefon) möglich ist. Denn dann registriert man unmittelbar den Erfolg dieser Maßnahme.
• (Nicht zuletzt:) Kostengünstige Erstellung. Viele GelbeSeiten und Telefonbuchverlage erstellen ihren Kunden ein 30sekündiges Onlinevideo gratis im Rahmen einer Online-Jahresplatzierung in den entsprechenden Onlineverzeichnissen für ca. 600 €. Bei SightseekerMedien ist ein Basisportrait, das vom Kunden universell verwendet werden kann, ab 499 € (plus 95€ Spesen) zu haben. Das belegt: Ein Onlinevideo, dass über Jahre hinweg genutzt werden kann, kostet in etwa soviel wie die einmalige Schaltung einer mittleren Formatanzeige in Tageszeitung oder Zielgruppenzeitschrift.
Wer kühl rechnet und sich überlegt mit den Möglichkeiten des Onlinevideomarketings auseinandersetzt, wird an diesem Medium kaum vorbei kommen. Wer die vorhandenen Beispielen auf das eigene Geschäft überträgt, wird sich vielleicht sogar in schweren Zeiten ein wenig für eine neue (Selbst-)Darstellungsform begeistern.
Add comment 12. Oktober 2008
Sag den GelbenSeiten leise servus
Diesen provokanten Titel geben Borrell Associates ihrer neuesten Studie über die Langfrist-Perspektive der gedruckten Verzeichnisse
Schön, wenn man man auf eigene Prognosen und deren Bestätigung durch den Marktverkauf verweisen kann. Deshalb beginnen Borrell Associates ihre soeben veröffentlichte Studie „Say Goodbye to Yellow Pages“ mit einem Rückblick.
Vor genau 10 Jahren – 1998 – hatten Borrell eine fast gleich betitelte Studie „Say Goodbye to Classifieds“ über den Niedergang der Kleinanzeigen in Tageszeitungen veröffentlicht. Und die tatsächliche Marktentwicklung bereitet den Verlegern von Tageszeitungen große Probleme (siehe auch meinen Beitrag Montanindustrie). Seit 2001 ist die Hälfte des milliardenschweren Budgets für Auto- und Stellenanzeigen ins Internet abgewandert. Allein im letzten Jahr ging das Kleinanzeigenaufkommen amerikanischer Tageszeitungen um 23% zurück – ein Erdrutsch, verstärkt durch die Immobilienkrise und den damit einher gehenden Rückgang der Immobilienanzeigen.
Nun also die GelbenSeiten. Zwar, so argumentieren Borrell, seien die Printumsätze der meisten GelbeSeiten Verlage der USA in der letzten Dekade noch weitgehend stabil gewesen, obwohl Suchmaschinen und Webdirectories einen enormen Aufschwung erlebten. Doch dies sei bei Tageszeitungen zunächst ähnlich verlaufen. Erst angesichts einer Rezession, wie sie nun die USA erleben, wachse der Druck auf Kleininserenten, mit dem eigenen Werbebudget sorgfältiger umzugehen. 39% der heutigen GelbeSeiten-Printumsätze werden sich in den kommenden 5 Jahren ins Internet verlagern. Schlagwortsuche, interaktive Verzeichnisse und kostengünstige Online Videowerbung machen das Internet als Werbemedium immer attraktiver.
Bis jetzt waren es vor allem die Suchmaschinen, die von diesem Trend profitierten. Doch die Traditionsmedien, nicht zuletzt die GelbeSeiten Verlage, setzen sich zur Wehr. Mit einer „Armee“ von auf die neuen Präsentationsformen ausgebildeten Vertriebsleuten jagen sie den Migrationsumsätzen nach. Mittlerweile seien fast alle Vertriebsmitarbeiter der amerikanischen Verzeichnismedien auf die neuen Werbe- und Präsentationsangebote im Internet geschult. Auch die Tageszeitungen seien diesen Weg gegangen, mit eigenen interaktiven Online-Verzeichnissen und entsprechenden Vertriebsmannschaften. Alles in allem seien derzeit 34.100 auf Onlinewerbung ausgebildete Vertriebler an der Verkaufsfront – eine Vertriebspower, wie sie kein anderes lokales Medium bietet. So nimmt es nicht wunder, dass lokale Onlinewerbung in diesem Jahr um 61% auf 14,1 Milliarden US-Dollar wächst.
In der Tat ist die vertriebliche Übermacht der auf die lokale Onlinewerbung abzielenden Traditionsmedien beeindruckend. Die Vertriebsmannschaften kommen zu
• 46% aus Tageszeitungsverlagen
• 38% aus traditionellen Verzeichnismedien
• 5% aus dem Lokal/Regionalfernsehen
• 3% aus reinen Onlinemedien
• 4% sonstige
Rund drei Jahre hätte der jetzt in den USA weitgehend abgeschlossene Transformationsprozess der Vertriebskräfte der GelbeSeiten Verlage gedauert. Nun könne effektiv für Print wie Online beraten werden. Insbesondere die preisgünstigen Bundles aus Print- und Onlineangeboten seien für Klein- und Mittelunternehmen einfach und eine überzeugende „One-Stop-Solution“. So seien die GelbeSeiten Verlage unter allen Traditionsmedien die erfolgreichsten, wenn es um die Integration digitaler Angebote ginge. Schon heute seien 14% ihrer Umsätze dem Onlinebereich zuzuordnen – andere Medien kommen im Schnitt erst auf 5%.
Der eigentliche Kampf wird jedoch zwischen reinen Online-Anbietern mit automatisierten Webangeboten einerseits und GelbeSeiten- und Tageszeitungsverlagen mit ihren riesigen Vertriebsmaschinerien andererseits entschieden. Verkaufen werden sie alle mehr oder minder das Gleiche: Interaktive Onlinewerbung – und vor allem Online Videowerbung.
Und weils so schön war, noch ein Spot zur Entspannung:
Add comment 30. Juli 2008


