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Sponsored YouTube-Videos – Google überträgt Erfolgsrezept auf YouTube

Neue Option für’s Videomarketing: Videos bei YouTube zu schalten

Von Google kennen und schätzen wir’s: die Adwords-Anzeigen, jene kleinen Inserate, die oberhalb und rechts der organischen Suchergebnisse angezeigt werden. Anzeigen, die sich (mehr oder minder) auf den gesuchten Content beziehen – Anzeigen, die schnellen Kontakt zwischen Kunde und Anbieter versprechen.

Dieses Erfolgsrezept überträgt Google jetzt auf YouTube. YouTube, längst zur zweithäufigst genutzten Suchmaschine avanciert, bietet künftig „sponsored Videos“, die nach dem gleichen Prinzip funktionieren.

Voraussetzung sind ein bereits existierendes und auf YouTube eingestelltes Video sowie ein Google-Adwords Konto. Der Nutzer verknüpft YouTube und Adwords-Konten und erstellt dann eine Anzeige mit Bild, Anzeigentext und Suchwörtern. Diese (Display-)Anzeige wird dann neben den Suchergebnissen und im Bereich „ähnliche Videos“ angezeigt.

Bei SightseekerMedien haben wir bereits gute Erfahrungen mit Google-Videoanzeigen gemacht. Wir gehen davon aus, dass auch dieses neue Werbeformat sehr gut funktionieren wird. Denn für mich ist es wahrscheinlich, dass dieses bei Google weitgehend gelernte Format sich auch auf YouTube schnell durchsetzen wird. Die Frage ist nur, wie schnell ;-)

2 comments 14. Oktober 2009

Google Universal Search: Video Ergebnisse gewinnen weiter an Bedeutung

Der Linkvendor-Blog analysiert: Schon jedes 150. Google-Suchergebnis ist ein Video

Schon vor ein paar Wochen hat Marcus Tober von Searchmetrics in seinem Linkvendor-Blog eine aktuelle Analyse der Google Blended Search (auch Universal Search genannt), vorgelegt. Für andere Laien wir mich: die Blended Search ist die gemixte Darstellung von Text-, Video-, Bild-, Map-, Shop-, News- und Blogsuchergebnissen.

In seinem lesenswerten Beitrag Steigende Relevanz der Google Blended Search kommt er u.a. zu folgenden Ergebnissen:

• der Anteil der Videos an Google-Suchergebnissen stieg im April auf 0,671% an – damit war etwa jedes 150. Suchergebnis ein Video. Zum Vergleich: etwa jedes 350. Suchergebnis war entweder ein Maps- oder Shoppingergebnis, etwa jedes 475. ein Bild.

• Aus meiner Sicht noch wichtiger: Für jede dritte Suchanfrage wird mindestens ein Video unter den Ergebnissen der ersten 10 Seiten gefunden (bei jeder 16. Anfrage mindestens ein Maps-Ergebnis).

• Und: die Anzahl der Blended Search-Suchergenisse hat sich seit Dezember 2008 auf nunmehr 0,8% annähernd verdoppelt. Das klingt nicht viel, doch bei fast 40% aller von Tober gemessenen Keywords kommt mindestens ein Blended Search Ergebnis vor.

Für mich bestätigen diese Analysen: Je mehr die Universal Search kommt, desto wichtiger ist es für Unternehmen, auch mit eigenem Videomarketing im Web präsent zu sein. Über die Suchergebnisse wird sich schon bald ein Druck aufbauen, auf den so manches Unternehmen hektisch reagieren dürfte.

Wie hatte Tober doch in einen älteren Beitrag zum gleichen Thema aus dem vergangenen Dezember so schön resümiert? „Also baut euch ein schallisoliertes Studio mit ner guten Cam und fangt an Videos zu produzieren.“ Wir von SightseekerMedien könnten da auch helfen ;-)

Add comment 28. Juni 2009

Service statt Content

Randnotizen vom heute zu Ende gegangenen Zukunftskongress Forward2Business in Halle

Zwei Tage, und wieder sind alle Kongressteilnehmer zufrieden. Trotz des gestrigen Regentags konnte der normalerweise (so auch heute) open air stattfindende Zukunftskongress „Forward2Business“ von Sven Gábor Jánsky wieder seine rund 200 Teilnehmer begeistern – diesmal zum Themenkomplex Störung/Grenzverletzung mit Schlagworten wie Rulebreaker, RuleMaker und RuleTaker.

Aus dem offiziellen Programm möchte ich nur drei Beiträge ansprechen, die meine Mühlen bewässerten. Zum einen die Präsentation Harald Blumenauers, ehemals Mitglied der Geschäftsleitung von Immobilienscout24 und 2007 mit seinem Grenzverletzer-Startup „iMakler“ gestartet. Was ist daran so besonders? Immobilienvermarktung zum Festpreis: für die Lowcost-Pauschale von 995,- € nimmt iMakler Immobilien in die Vermarktung auf, inklusive Besichtigung, Bewertung, Immopräsentation und Medienveröffentlichung etc. Transparente Leistung zum festen Preis – das schätzen auch immer mehr Immobilienverkäufer (und vor allem Käufer, die dann provisionsfrei erwerben!).

Ähnlich geht die Quirin Bank vor, auf dem Kongress vertreten von Kathrin Kleinjung (Leiterin Unternehmenskommunikation). Die Bank erbringt ihre Services in der Vermögensverwaltung nicht auf Provisionsbasis – alle erhaltenen Provisionen werden an den Kunden rückerstattet – sondern auf Basis einer Kombination aus Festpreismodell (75 € pro Monat) und Erfolgsbeteiligung. Läuft das Depot des Kunden nicht, gibts keine Erfolgsbeteiligung – andere Banken verdienen an jeder noch so unsinnigen Transaktion, die sie ihren Kunden reindrücken (besonders gern gesehene Kunden sind bei solchen Old-School-Banken die sogenannten „LEOs“ – Leicht Erreichbare Opfer…).

Regelmäßige Leser meines Blogs wird meine Begeisterung für diese beiden Modelle nicht wundern, schließlich bieten auch wir Videoproduktion zum günstigen Festpreis an und brechen damit einige Regeln, die bisher in der Bewegtbildproduktion galten.

Das dritte gute Laune Statement brachte Patrick Warnking, Head of Public, Media & Entertainment bei Google Deutschland. Es lautete kurz und knapp: Unternehmen kommen an einer Videostrategie nicht vorbei. Google-Trefferlisten, die nicht mehr nur Text, sondern auch Videofundstellen anzeigten (=universal search), seien nur noch eine Frage der Zeit. Und damit gehört neben dem textorientierten Suchmaschinenmarketing auch das Videomarketing als Pflichtfach in die Unternehmens- und Produktkommunikation. Also: Aufgewacht!!!

Forward2Business ist für mich der wohl kommunikativste Kongress in Deutschland (Kompliment an Sven Gábor Jánsky und seine Mitstreiter!), deshalb möchte ich auch ein Schlaglicht auf die Diskussionen abseits der Panels in kleinen Gruppen werfen. Was ist Content noch wert? Wie müssen Contentanbieter vom Verlag bis zur Nachrichtenagentur, vom Portal bis zum Verzeichnismedium reagieren?

Meine Gesprächspartner waren sich weitgehend einig in einer eher skeptischen Beurteilung des Werts von Contents – vielleicht mit Ausnahme eines „zertifizierten“ oder auch „trusted“ contents. Aber längst sind Tweeds, Blogger und Soziale Netze schneller als Nachrichtenagenturen, in der Regel umsonst und nahezu überall verfügbar. Wie sollen dagegen Geschäftsmodelle bestehen, die oft Stunden für die Aufbereitung, und zusätzlich viele Stunden, manchmal Tage, für Druck und Distribution benötigen? Und bei denen nur ein Bruchteil der Gesamtkosten dieses Systems der eigentlichen Informationsgewinnung und -verifizierung dient?

Die einzig allgemein akzeptierte Antwort hieß: Service. Service für Leser/Zielgruppe, aber auch verbesserte, vielleicht ganz neue Services für Inserenten. So manch heilige Kuh wird dabei geschlachtet werden (Tageszeitungen müssen täglich erscheinen, Telefonbücher müssen gedruckt werden, unser Content muss uns gehören – selbst die: Information und Werbung sind grundsätzlich zu trennen). Am Ende stehen vielleicht gattungsübergreifende Medienmarken, die gleichzeitig Text und Bewegtbild, Nachricht und Nachschlagen, Zielgruppenqualifikation und Kundenansprache bieten.

Ein derartiger Umbruch erschient vielen unvermeidlich. Deshalb sollten die Traditionsmedien schnell damit beginnen, das jetzige Geschäft zugunsten eines neuen zu zerstören – sonst werden am Ende sie selbst zerstört.

Add comment 17. Juni 2009

Mit Video auf Google ganz oben

Warum Videos dabei helfen, auf Google viiiieeeeeellll besser gefunden zu werden

Da waren die Jungs bei Forrester Research mal wieder pfiffig: Nate Elliott beschrieb in einem Blogeintrag, warum und wie man dank Video die besten Chancen hat, auf die erste Seite der Googlesuchen vorzudringen.

Die Parameter sind schnell erzählt: Insbesondere Google mischt Videofundstellen und solche aus anderen medialen Quellen (Text, Bild). Da es aber bekannterweise zu fast jedem Suchwort bei Google jede Menge von Textfundstellen gibt, ist der Weg eines eigenen (Text-)Beitrags auf die vorderen Google-Seiten lang.

Ganz anders bei Video: Erstens sind viele Videos schlecht indiziert. Und zweitens gibt es weit weniger Videofundstellen als Text- oder Fotoergebnisse. Da Google nun mischt und die Videofundstellen unter die anderen Ergebnisse mengt, hat man mit einem bei YouTube eingestellten, gut indizierten Video viel mehr Chancen auf einen vorderen Suchergebnisplatz als mit allen anderen Medien.

Konkret gibt Elliott folgende Tipps:

• Bauen Sie Schlagworte in die Videodateinamen ein.
• Laden Sie Ihre Videos bei YouTube hoch und integrieren Sie diese Videos dann wieder auf Ihrer eigenen Website. Die Google-Algorithmen berücksichtigen die Zahl der Aufrufe bei YouTube.
• Nutzen Sie klug gewählte Schlagworte auch für den Titel Ihres Videos, Beschreibungen und Tags.
• Integrieren Sie Videos in die relevanten Textpassagen auf Ihrer Website. Die Suchmaschinen können aufgrund dieses Kontextes auch den Inhalt des Videos besser einordnen.
• Schaffen Sie eine Videobibliothek auf Ihrer Website, so findet Google Ihren Videocontent besser. Versehen Sie die Videos dort mit reichhaltigen Suchbegriffen.

Wenn Sie ausprobiert haben: Schreiben Sie mal, was dabei rauskam…

2 comments 20. Januar 2009

Der Ton erschließt den Sinn – Adobe und Google erkennen Texte in Videos

Spracherkennung wertet bei Adobe und Google Videobearbeitung und Videosuche auf

Haben Sie es damals auch versucht? Die Sache mit der Spracherkennung? Dem Computer Dutzende, wenn nicht gar Hunderte von Schlüsselwörtern vorgesäuselt, damit er Ihnen aufs Wort gehorcht? Und er sich dann doch völlig taub stellte, wenn Sie ‘ne Erkältung hatten?

Offensichtlich ist die Technologie mittlerweile um eine knappe Dekade weiter – und hält Einzug in Organisation und Suche sowie den Schnitt von Videos. Beide Techniken werden extrem hilfreich sein und sollten sich deshalb zügig durchsetzen.

Beginnen wir – den US-Wahlen sei Dank – bei Google. Unter dem launischen Namen GAUDI (=Google Audio Indexing) stellte Google rund um die Präsidentschaftswahlen einen Showcase dieser Technologie vor. Die auf den YouTube Poltikkanälen veröffentlichten Reden und Statements der beiden Präsidentschaftskandidaten werden mit dem Audio Indexing für die googlemäßig „gelernte“ Textsuche erschlossen.


Geben wir zum Beispiel das Reizwort „Iraq“ und grenzen die Suche auf Obama ein, zeigt GAUDI 364 Videofundstellen an, je zehn pro Übersichtsseite. Ein ausgewähltes Video wird rechts neben der Fundstellenliste angezeigt, gleich mit fein säuberlich transkribierten Zitaten mit dem gesuchten Schlagwort darunter. Jeder Klick auf ein solches Zitat lässt das Video auf die entsprechende Szene spingen. Im Zeitbalken des Videos sind übrigens auch Markierungen unter der jeweiligen Nennung des Schlagwortes zu finden, so dass auch graphisch zu den gesuchten Szenen navigiert werden kann.

Mal abgesehen davon, dass diese Technik vielleicht irgendwann hilft, die „was-kümmert-mich-mein-Geschwätz-von-gestern“-Attitüde vieler Politiker zu bezähmen, ist sie schlichtweg praktisch. Nicht nur im Wahlkampf, sondern auch in Journalismus oder Marketing. Es bleibt zu hoffen, dass Google das Produkt bald aus den Labs raus und in die nutzbare Programmbibliothek rein stellt.

Was uns Google auf der Rezeptionsseite beschert, integriert Adobe in die Produktionsseite. Im nun angekündigten Programmpaket CS4 Collection spielt Produktionsorganisation durch Metadaten eine große Rolle. So zum Beispiel Texttransskripte: Im Videoschnittprgramm Premiere werden Statements und O-Töne auf Knopfdruck in Textfiles umgewandelt. Und wie bei Google auch führt ein Klick auf ein ausgewähltes Wort sofort auf die gesuchte Stelle im Video – eine vordergründig simple Funktion, die trotzdem die redaktionelle Bearbeitung und den Schnitt deutlich vereinfachen sollte.

Übrigens freuen wir uns bei Sightseeker auch aus einem anderen Grund über diese Funktion: Für englische Übersetzungen beispielsweise im Rahmen unserer Nokia-Guides brauchen wir nun kein vorheriges Transskript mehr – das macht ja schon die Software ;-)

Add comment 27. September 2008


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