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Video verdoppelt Verweilzeit bei Onlineanzeigen
Zählt wirklich immer nur die CTR? Die internationale Crossmedia-Agentur Eyeblaster siehts anders. Und findet gewichtige Argumente für den Einsatz von Video in Onlineanzeigen.
Vor dem Hintergrund, dass Klickraten (CTR = click through rate) in den vergangenen Jahren immer mehr zurück gehen, stellte sich die internationale Crossmedia Agentur Eyeblaster die Frage, ob CTRs der alleinige Maßstab für die Beurteilung von Onlineanzeigen sein sollten. Schließlich ist das Internet das einzige Medium, bei dem mit dieser Elle gemessen werden kann – bei TV, Print oder Hörfunk sind es Reichweiten und Aufmerksamkeit, die in die Waagschale geworfen werden.
Folglich ging es Eyeblaster um Aufmerksamkeit. Hatte doch Comscore kürzlich ermittelt, dass Onlinenutzer, die zuvor Displayanzeigen eines Herstellers im Internet gesehen haben, im Folgemonat 50% mehr Zeit auf seiner Website verbringen und sich auch 50% mehr Seiten in seinem Webauftritt anschauen.
Eyeblaster untersuchte für diese Studie 42 Milliarden „rich media impressions“ in diversen Formaten rund um den Erdball. Die von September 2008 bis März 2009 erhobenen Daten wurden hinsichtlich der Zeit, da die Maus des Nutzers über eine Anzeige stand, hinsichtlich der Betrachtungsdauer eines vom Nutzer gestarteten Videos oder anderen nachvollziehbaren Interaktionsformen mit der Anzeige ausgewertet.
Die wichtigste Aussage: Es ist rund 25mal wahrscheinlicher, dass sich Anwender vorsätzlich mit einer Anzeige beschäftigen, als das darauf klicken.
Und die aus unserer Sicht wichtigste Aussage: Ein Video erhöht die mit der Onlineanzeige verbrachte „vorsätzliche“ Rezeptionszeit um 200% in den USA und immerhin noch um ca. 100% im Rest der Welt. Diesen Unterschied begründen die Autoren mit der bereits fortgeschrittener Videorezeption in den USA und vermuten, dass andere Region nachziehen werden.
Unsere eigenen Erfahrungen bei SightseekerMedien, etwa mit den Rezeptionserfolgen unserer Videovisitenkarte, belegen diesen Trend. Verglichen mit reinen Textanzeigen oder auch gestalteten Bannern sind Mouse-Over-Raten, aber auch Abspielraten und letztlich die Click-through-Rates bei eine Videoanzeige um ein Vielfaches höher.
Add comment 26. Juli 2009
Onlinevideowerbung – von der Mehrheit der Nutzer akzeptiert
Die aktuelle W3B-Studie belegt die Akzeptanz von Videowerbung im Web
Was für den Anwender umsonst ist, muss dennoch von irgendjemandem finanziert werden – das versteht offenbar auch die Mehrheit der Videonutzer im Web. So kommt die aktuelle W3B-Studie des Internet-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Fittkau & Maaß zu dem Ergebnis, dass 58% der deutschen Internet-Nutzer Online-Videowerbung akzeptiert.
41,8% wünschen sich den Werbebeitrag vor, 13,9 nach und nur 2 % während des ausgewählten Videos. 26,1% würden auf das Betrachten des Videos verzichten, wenn im Gegenzug Werbung abgespielt würde. Wer regelmäßig Onlinevideos schaut, ist Werbung gegenüber aufgeschlossener – hier beträgt der Verweigereranteil nur ein Sechstel.
Nur 16% der Nutzer würden mehr als 20 Werbesekunden akzeptieren – das Gros wünscht Werbung von maximal 5 Sekunden (28,1%), max. 10 Sekunden (27,9%) oder max. 15 Sekunden (17%).
Den unkreativen Werbern, die schnell mal TV-Spots ins Web portieren, geben die User klar Paroli: Rund zwei Drittel der Internet-Nutzer möchten speziell für das Internet gemachte Video-Werbung.
Add comment 26. März 2009
YouTube: Immer mehr Erfolg mit Videowerbung
YouTube verkauft mehr Videowerbung an eine größere Zahl namhafter Inserenten
Wird sich die YouTube-Akquisition für Google je in Wert setzen? fragen sich auch Jahre nach dem Deal Kommentatoren und Analysten. Doch das Bohren dicker Bretter scheint sich für den Suchmaschinengiganten zunehmend auszuzahlen.
Wie Rory Maher von PaidContent unter Bezug auf den Piper-Jaffray-Analysten Gene Munster berichtet, steigt bei YouTube die Zahl der Verkäufe bei Instream-Videowerbung. Gleichzeitig gewinnt YouTube weitere „Big Player“ unter den Werbetreibenden.
Bei den Vergleichen einer Februarwoche mit den Vormonaten zeigt sich folgender Trend:
• 72 Prozent der gezeigten Videoads waren In-Videostreams – verglichen mit 52 Prozent im Januar und 63 Prozent im Dezember.
• Zu den neuen Inserenten gehörten z.B. Verizon, Adidas, Xbox, Disney, Kraft und Chevy.
• 12 der Top100-Videos waren als Promotion gekennzeichnet, darunter welche von Mercedes-Benz und Microsoft.
• 29 Prozent der Videos zeigten Videowerbung versus 25 Prozent im Januar und 30 Prozent im Dezember.
Einhergehend mit dem Angebot kostenpflichtiger Videodownloads scheint es, dass YouTube doch nach und nach Erlösquellen rund um seine Bewegtbilddominanz aufbaut…
1 comment 22. Februar 2009
Onlinevideomarketing vs. Onlinevideowerbung – es fehlt an Trennschärfe!
Es wird Zeit, präziser zu formulieren, um ein besseres Bild vom vom Markt zu bekommen

Vermutlich ist es normal, dass neue Dinge zunächst mal mit Althergebrachtem identifiziert werden. Unser heute allgegenwärtiges Automobil wurde zunächst als „Motorkutsche“ (Foto oben Daimlers Motorkutsche von 1886, Foto: Enslin) oder „Motorwagen“ in die Welt gesetzt.
In der Onlinewelt verhält es sich in Sachen Videowerbung oder Videomarketing meines Erachtens derzeit ähnlich wie im Automobilbau des Vor-Vorigen Jahrhunderts. Onlinevideowerbung ist ein gern genutztes Schlagwort, und jeder (mich eingeschlossen) deutet das hinein, was ihm dazu gerade in den Kram passt.
Die in der Mediawelt dominierende Fraktion subsumiert unter Onlinevideowerbung Formate, die inhaltlich wie formal von der TV-Werbung abgeleitet sind. Gern wird argumentiert, diese müssten noch knackiger, noch schneller auf den Punkt kommend in Szene gesetzt sein. Denn wenn sie vor dem vom User ausgewählten Beitrag platziert werden (als „Pre-roll“), dann dürfe der Anwender ja nicht vergrault werden – er kann ja schließlich jederzeit wegklicken. Und auch im Nachspann eines solchen Beitrags („post-roll“) soll der Anwender ja noch aufmerksam bleiben und nicht seine Unterhaltung stattdessen in den Weiten des Webs suchen. Dass ich diese Form der Onlinevideowerbung ungefähr so sehe wie die oben abgebildete Motorkutsche im Verhältnis zum „richtigen“ Automobil – das in unserem Markt noch erst konstruiert werden muss – habe ich hier bereits mehrfach deutlich gemacht. Aber dass man diese Werbeform zurecht als Onlinevideowerbung bezeichnet, will auch ich nicht leugnen.
Doch es gibt durchaus Experten, die unter Onlinevideowerbung weit mehr subsumieren als die kurzen Clips. So haben die Kollegen vom eMarketer in einer aktuellen Studie über die zukünftige Entwicklung der Onlinevideowerbung das Feld recht weit aufgemacht:
„New models for online video advertising, such as through widgets, or new/old models, such as product placement and sponsorship, will coexist with increasing use of in-stream ads (for example, preroll), which are currently associated with traditional TV content.“
Stopp!
Nicht alles, was Bewegtbild ist und wirtschaftlichen Zwecken dient, ist gleich Onlinevideowerbung – eine solche Begriffsverwässerung nützt uns nichts. Wer den Oberbegriff sucht, sollte zu Onlinevideomarketing greifen, eine Vokabel, die Greg Sterling in seinem Blog Screenwerk schon seit geraumer Zeit nutzt.
Und gern räume ich ein, dass auch die von mir präferierten „neuen“ Onlinevideoformate, die eine Mischung aus redaktioneller Berichterstattung, PR und Werbung sind, besser unter Onlinevideomarketing als unter Onlinevideowerbung zu subsumieren sind. Aber wir lernen halt noch alle dazu…
Add comment 5. Oktober 2008
Impulse von Impulse
Das Mittelstandsblatt empfiehlt die Produktion von Videos für’s Internet
Immer mehr Wasser auf unseren Mühlen
Nun nimmt sich auch das Mittelstandsblatt Impulse der Online Videowerbung an. In der aktuellen Ausgabe 8/08 wird auf einer Doppelseite (S. 80) erläutert
• was ein Film erreichen kann
• dass die Produktion eines solchen Videos kein Job für Laien ist (leider hat der Autor den Einstiegstarif für ein Firmenvideo bei 1400 € gesehen – er kannte SightseekerMedien halt nicht)
• welche Aspekte bei der Nachbearbeitung wichtig sind und
• wie man den Film ins Internet bringt
Vieles davon hätte man noch wunderbar vertiefen können – aber als prägnanter Einstieg ist der Beitrag ganz gelungen. Übrigens: Unter
http://www.impulse-gruenderzeit.de/tools/videowettbewerb/index.html
fordert Impulse Unternehmensgründer auf, Ihre Geschäftsidee per Video vorzustellen. Der Wettbewerb läuft noch bis 31.8.2008.
Add comment 1. August 2008
Die Antwort auf alle Fragen heißt 52%
Eine Studie der Online Publishers Association belegt: 52% der Betrachter von Online Video Anzeigen werden daraufhin aktiv
Bei diesen Responsewerten müssen sich klassische Werbemittel und -medien warm anziehen: bei 52% der Betrachter von Online Videowerbung haben die Videos weitere Schritte ausgelöst. Die belegt eine Studie der Online Publishers Association vom Juni 2007.
Für die Repräsentativbefragung des amerikanischen Industrieverbandes wurden 1422 Online Video Nutzer per Internet befragt. 70% von Ihnen betrachten wenigstens monatlich, 44% wöchentlich im Netz Videobeiträge. 80% hatten bereits mindestens einmal eine Online Videowerbung betrachtet, bei 52% dieser Nutzer führte sie zu Folgeschritten:
- 31% betrachteten die Website des Werbetreibenden
- 22% recherchierten weitere Informationen über das vorgestellte Produkt
- 19% klickten ein Banner, das die Online Videowerbung begleitete
- 16% sprachen mit Freunden und Familie über das Produkt
- 15% gingen in ein Geschäft um sich das Produkt vorstellen zu lassen
- 13% verlangten weiterführende Produktinfos
- 12% kauften
- 9% leiteten die Videoanzeige weiter an Freunde und Familie
- 9% entschieden sich für Produkt- oder Serviceangebot auf Probe
- 5% riefen eine kostenfreie Servicenummer an und
- 4% entschieden sich für ein Abonnement
16% kauften, 25% kauften oder probierten das Produkt – Traumwerte für jeden Werbetreibenden! Übrigens: auf Infoportalen platzierte Videowerbung führte zu leicht höheren Responsewerten als die Platzierungen im Umfeld von usergenerated Content.
Nun ist Online Videowerbung vergleichsweise neu und schon deshalb interessant für die Anwender. Und dass die Studie selbst von einem Interessenverband beauftragt wurde, sollte man auch nicht unter den Tisch fallen lassen.
Trotzdem: This Trend is our Friend!
Add comment 18. Mai 2008
Zahlen, Zahlen, Zahlen – wer zahlt?
Analysten prophezeien Goldene Zeit für Online Videowerbung
Tolles Ding, das mit der (Online) Videowerbung, neudeutsch: Online Video Advertising. Grade überbieten sich am anderen Ende des großen Teichs die Analysten mit Ihren Prognosen: 1,3 Mrd. $ fließen dies Jahr in den USA in diesen Markt, dreimal so viel wie ein Jahr zuvor, schreiben Borrell Associates . Und damit nicht genug: Forrester Research sieht 2012 ein Volumen von 7,1 Mrd, der eMarketer kommt gar auf 9,444 Mrd. mehr oder minder harte Dollar.
Erst acht Monate zuvor waren die Jungs von eMarketer noch echt bescheiden gewesen – damals sah man in den USA gerade mal 2,1 Mrd. für 2012 voraus und schätzte das Volumen in 2008 auf 260 Mio. Dollar. Kleiner Ausgleich für diese vergleichsweise bescheidene Schätzung: Zahlen für Asien und Europa wurden gleich mitgeliefert. Und für Europa sah man dank Breitband eine noch stürmischere Entwicklung voraus: von 200 Mio. in 2008 auf 2.460 Mrd in 2012. Wo gibt’s noch Märkte, deren Volumen sich in vier Jahren mehr als verzehnfacht?
Nun – toll diese Zahlen. Aber wer zahlt? Der Handwerksbetrieb, der Rechtsanwalt oder die Kneipe um die Ecke, die seit zwei Jahren ununterbrochen „Frohe Weihnachten“ auf ihrer Internetseite wünschen? Oder die Markenartikler, die immer noch nicht verstanden haben, dass es Festplattenrekorder gibt und weiterhin Geld für klassische TV-Werbung verplempern?
Marketing wird (leider) von vielen sehr konventionell verstanden und betrieben, hat es doch mit Geld ausgeben zu tun. Wie lange mag es dauern, bis es Allgemeingut ist, dass Videos im Internet zur Konvention* geworden sind?
* Wikipedia: „Konventionen definieren mögliche Verhaltensweisen in einer sozialen Situation und geben Verhaltensregelmäßigkeiten an“
Add comment 17. Mai 2008


