Beiträge getaggtOnlinevideo

Warum und wie man mit Onlinevideos bares Geld spart

Drei Thesen, warum Videos nicht nur Geld kosten, sondern auch unmittelbar beim Sparen helfen.

Kürzlich meinte ein Kunde, in diesen Zeiten wolle er Geld nur für Dinge ausgeben, die ihm helfen würden, an anderer Stelle Geld zu sparen. Und ich solle ihm wenigstens drei konkrete Beispiele nennen, wo und wie ein Onlinevideo hilft, Geld zu sparen.

Hier sind sie:
1. Onlinevideos reduzieren Vertriebsaufwand.
Je konkreter die Vorstellung eines potentiellen Kunden von Ihrem Unternehmen, Ihrem Produkt-/ oder Serviceangebot und vielleicht auch von den ihn betreuenden Mitarbeitern ist, desto besser kann er entscheiden, ob er mit Ihnen zusammenarbeiten will oder nicht. Onlinevideos geben einen sehr plastischen, athmosphärischen und persönlichen Eindruck von Ihren Leistungen und Angeboten. Deshalb reduziert sich die Menge unnötiger Blindanfragen und gleichzeitig erhöht sich die Menge konkreter – zu Ihrem Unternehmen passender – Geschäftskontakte. Onlinevideos machen Ihren Vertrieb effektiver – das spart bares Geld.

2. Videos können billiger breit gestreut werden als viele andere Werbemittel.
Onlinevideos sind digital und deshalb beliebig reproduzierbar. Der Versand als Email, Video-PDF oder auch die Verlinkung eines Werbemittels/Emails auf das Video bringt de facto keine Kosten mit sich – etwa im Gegensatz zum Versand von Brorschüren. Teilweise reproduzieren Dritte Ihr Video – beispielsweise zufriedene Kunden oder Patienten, die es weiterversenden. Sie können es auf einer Vielzahl von Plattformen kostenfrei einstellen, und auch die kostenpflichtigen Angebote sind oft – gemessen an der vermittelten Informationsmenge – verblüffend günstig.

3. Videos sind ein effektives Werkzeug im in der SEO und senken dadurch Ihre Kosten für bezahlte Suchen
Videos verbessern Ihr Googleranking, da Videocontent von Google de facto bevorzugt wird (siehe auch meinen Beitrag Mit Video auf Google ganz oben). Wenn Sie ein paar Regeln einhalten (z.B. aussagekräftige Dateinamen, Einbettung in ein “schlagwortadäquates” redaktionelles Umfeld innerhalb Ihrer Website und Einstellen Ihres Beitrags auf YouTube mit Verlinkung auf Ihre Homepage), dann verbesser Sie für kleines Geld Ihr Ranking bei Google. Und je einfacher man Sie mit einer organischen Suche findet, desto weniger Geld müssen Sie für bezahlte Suchen ausgeben ;-)

3 comments 6. April 2009

Mehr Erfolg im B2B mit Online Video

Ein neues Whitepaper von Brightcove erläutert, wie Unternehmen den Traffic auf ihrer Website erhöhen und mehr Leads generieren

Die Onlinevideo-Plattform Brightcove legt ein neues, 13seitiges Whitepaper unter dem Titel “Boosting B2B Marketing Results with Online Video” vor. Das Papier rechtfertigt, wie ich meine, die nötige Registrierung bei Brightcove.

Der erste Verdienst der kleinen Studie liegt darin, dass sie Nutzen und Funktion von Onlinevideos zunächst getrennt nach den grundlegenden Marketing-Kategorien “Inbound” und “Outbound” darstellt. Der zweite resultiert aus der “Toolbox” – kurzen, prägnanten Tipps am Ende der beiden Kapitel, wie man Onlinevideo optimal für sein Unternehmen nutzt. Um Ihnen nicht gleich das ganze Whitepaper zu verraten, beschränke ich mich hier auf diese Tipps.

Für Outbound-Marketing:
• Verbessern Sie Ihr Outboundmarketiung durch Einbindung von Video in multimediale Banner und virale Kampagnen
• Integrieren Sie Videostills als Gestaltungselemente in Directmails und Emails um Verkehr auf Ihre Website zu lenken
• Schaffen Sie frei nutzbaren Videocontent für Blogger

Für Inbound-Marketing:
• Optimieren Sie Dateinamen, Titel und Schlagworte Ihrer Onlinevideos
• Integrieren Sie Videos auf Ihre gesamte Website verteilt, vor allem auf allen Eingangsseiten (Product landing und andere entry pages)
• Umgeben Sie die Videos mit relevanten Textinhalten, die Suchmaschinenrankings verbessern helfen
• Stimmen Sie Dateinamen und die Namen der sie enthalten Seiten Ihres Webauftritts aufeinander ab
• Verbreiten Sie Ihr(e) Videos durch mehrere Videoplattformen, um so Qualität wie Quantität der auf Sie verweisenden Links zu erhöhen
• Stimmen Sie Suchbegriffe bei bezahlter Suche sowie die dazu gehörigen Videos auf den entsprechenden Zyklus Ihrer Vertriebsanstrengung ab
• Stellen Sie Ihren Kunden Videos zur Verfügung, mit denen diese Ihre Produkte und Services bestmöglich präsentieren können

Gelungene Stichworte, die durch prägnante Beispiele und Forschungsergebnisse aufgepolstert werden. Z.B. den Verweis auf eine Untersuchung von MarketingSherpa, dass 80% der Investitionsentscheider behaupten, sie hätten ihren Lieferanten gefunden – nur 20% der Lieferanten haben ihre Kunden gefunden…

Add comment 30. März 2009

Onlinevideomarketing – so steigt man als KMU am besten ein

Viele Wege führen zum eigenen Videobeitrag. Welcher ist für Klein- und Mittelbetriebe der beste?

sm_start-bild-2

Noch vor zwei Jahren war es für kleine und mittlere Unternehmen nahezu unmöglich, ohne Schwarzarbeit oder einen befreundeten Videoproduzenten ein ordentliches Video-Kurzportrait über die eigene Unternehmung für unter 1.000 Euro fertigen zu lassen. Heute kann man derartige Beiträge für dreistellige Budgets von Verzeichnismedien wie Telefonbuch- und GelbeSeiten-Verlagen, (Branchen-)Portalen und Suchmaschinen wie Wer liefert Was?, durch lokale TV-Stationen oder durch neuartige Videoproduzenten wie unser Unternehmen SightseekerMedien produzieren lassen.

Welcher Weg ist der Beste? Wie so oft, sollten Sie sich zunächst über Ihre Ziele klar werden, bevor Sie dies entscheiden können. Qualitativ haben diese Produktionen zumeist ale ein ähnliches Niveau. So sind es oft auch nicht die produktionsspezifischen, sondern eher die auf die spätere Verwendung abzielenden Aspekte, in den sich die Produktionen unterscheiden.

• Brauchen Sie eine Videoproduktion nur für einen definierten Zweck (Eintrag in Das Oertliche o.ä.), oder wollen sie damit umfassend und auf diversen Portalen werben?
• Haben Sie besondere technische Anforderungen (Aufführung auf Messen, bei Tagen der offenen Tür) und brauchen Sie z.B. eine für Großbildprojektionen optimierte Qualität?
• Wollen Sie kostengünstig erste Erfahrungen sammeln oder haben Sie bereits so etwas wie eine eigene “Bewegtbildstrategie”?

Der wahrscheinlich kostengünstigste Einstieg sind die Produktionen, die Sie bei Verzeichnismedien im Rahmen von Jahresbuchungen in Auftrag geben können. Diese sind häufig Bestandteil von Paketen, die – je nach Medium – zwischen 50 und 100 € pro Monat zu haben sind. Der große Vorteil: Sie haben gleich eine Jahrespräsenz in einem relevanten Onlineverzeichnis wie den GelbenSeiten oder Wer liefert Was? dabei. Häufig sind die Verlage, die diese Paketangebote geschnürt haben, auch großzügig, was die weiterführende Nutzung dieses Videos zum Beispiel auf Ihrer Unternehmenswebsite oder andere hauseigene Zwecke angeht. Gar nicht, schwieriger oder nur gegen Aufpreis zu haben sind hingegen Nutzungen auf anderen Portalen oder im Fernsehen.

Wer ins Onlinevideomarketing einsteigt, will all dies vielleicht ja auch gar nicht. Dann ist auch das 30sekündige Standardformat eine prägnante Form, um sich und seine Leistungen vorzustellen – und die knapp zweistündige Produktion eine gute und überschaubare Möglichkeit, in dieses neue Medioum und seine Erstellung reinzuriechen.

Wer einen ausführlicheren Beitrag wünscht oder z.B. höhere technische Qualität für die spätere Aufführung auf Beamern oder HD-Displays braucht, kann dies übrigens auch bei einigen der Verzeichnismedien als Add-on buchen. Auch mit diesen Aufpreisen sind die Produkte häufig die kostengünstigsten am Markt.

Wer jedoch von vorneherein davon ausgeht, vielleicht sogar mehrere Beiträge in unterschiedlichen Längen und für eine Vielzahl von Medien zu produzieren und zu optimieren, wird sich in den vorgenannten Paketen nicht unbedingt wiederfinden. Dann empfiehlt sich die direkte Beauftragung etwa bei SightseekerMedien oder einer anderen Produktion, die sich sowohl mit den mittellangen (ca. 1:30 bis 3 Minuten) als auch den kurzen 30sekunden Formaten auskennt. Diese Lösung ist allein deswegen etwas teurer, weil die Bundle-Rabatte der platzierenden Verlage wegfallen – sie ist aber flexibler, weil so die Nutzung für alle Zielmedien sichergestellt werden kann.

Immer häufiger bieten auch lokale Fernsehsender diese Kurzproduktionen ihren Kunden an. Auch hier sollten Sie im Vorfeld die späteren Nutzungsrechte und die technische Qualtät abklären – viele Lokal-TV-Anbieter haben sich in ihrer Ausrüstung voll am “klasischen” Fernsehen orientiert und können deshalb HD/HDV-Formate nur gegen erhebliche Aufpreise anbieten.

Wei auch immer Sie sich entscheiden – nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, darüber nachzudenken, was sie von einem solchen Video erwarten und wie sie es in den kommenden 12 Monaten einsetzen wollen. Denken Sie nicht für die Ewigkeit, sondern orientieren Sie sich an der Marketingplanung für das kommende Jahr. Dann sind Sie der “richtigen” Entscheidung schon ein ganzes Stück näher ;-)

Add comment 2. März 2009

Video regiert in der Kultur der Bildschirme

Randall Stross fragte sich kürzlich in der New York Times, warum das Fernsehen in der Welt der Bildschirme immer noch Zuwächse erzielt

Ein lohnenswerter Klick führt zur NewYorkTimes vom 7.2. Warum rennen Buch- und Zeitungsverlagen die Leser weg, während sich der Fernsehkonsum behauptet?

Im dritten Quartal 2008 sah der typische amrikanische Haushalt lt. Nielsen 142 Stunden pro Monat fern, 27 Stunden wurden vor dem Internet verbracht. Binnen eines Jahres waren das Zuwächse von 5 (TV) und 1,5 Stunden (Web). Der durchschnittliche US-Haushalt zählt 2,7 Personen, aber 2,9 TV-Geräte. Und die Allgegenwart der Bildschirme führt dazu, dass 31 % der Webnutzung beim laufenden Fernseher erfolgt. Und noch eins: 100 Millionen US-Handys sind bereits für Video geeignet.

Stross stellt eine gewagte, aber keineswegs abwegige These auf: Ein Wendepunkt in der Kokurrenz von Print und Screen sei überschritten. Die Konsumenten verzichteten zusehends auf Zeitungen und Bücher, weil der “Textmodus” unregelmäßig genutzt und deshalb als Last empfunden werde. Sie zeigten mittlerweile eine klare Präferenz für die gestaltete Videoerfahrung, wie sie sich auf Bildschirmen abspielt – und vom Nutzer nur passive Hinwendung erfordere.

Die Ausweitung der Bildschirmkultur bedeute weit mehr, als Texte von gedruckten Seiten auf Monitore zu übertragen. Sie bedeutet vor allem weniger Text, mehr Video, weniger lesen, mehr hinschauen – online wie offline.

Wie meinte kürzlich ein Geschäftspartner zu mir? Ein Jahrtausende altes Provisorium verliere halt an Bedeutung. Was mit der Keilschrift begann, sich über Buchdruck und textbasiertem Web ausweitete – die Schrift – ist ein Auslaufmodell.

In der Kultur der Bildschirme, so schließt auch Stross, regiert das Medium Video.

Add comment 13. Februar 2009

Sonnige Aussichten für Videomarketing

Der US-amerikanische Info- und Researchdienst Emarketer aktualisiert seine Prognosen für den US -Onlinewerbemarkt und sagt dem Videomarketing beste Perspektiven voraus

Während traditionelle Werbemärkte stark unter der aktuellen Rezession leiden, behauptet sich das Wachstum im US-Online-Werbemarkt. Allerdings auf schwächerem Niveau – die Zeiten zweistelligen Wachstums sind insgesamt vorbei, während sich einzelne Segmente – vor allem Video – stark überdurchschnittlich entwickeln werden.

Betrachten wir zunächst die Reichweiten. Schon heute erreichen Onlinevideos vier Fünftel der US-amerikanischen Internetnutzer, Onlinevideowerbung kommt bei gut zwei Dritteln an. Bis zum Jahr 2012 erwartet emarketer, dass neun Zehntel der US-amerikanischen Internetnutzer Videos rezipieren, und vier Fünftel auch Onlinevideowerbung betrachten:

emarketer1

Doch was bedeutet das für die werbetreibende Wirtschaft? Der emarketer hat seine bisherigen Projektionen mit denen des IAB (Interaktive Advertising Bureau) und von PwC (PricewaterhouseCoopers) abgeglichen und aktualisiert. Folgende Umsatzentwicklung sieht emarketer für die folgenden Jahre:

emarketer2

Für 2009 immerhin noch ein Gesamtvolumen von 25,7 Mrd. Dollar – oder 8,9% mehr als die 23,6 Mrd. Dollar, die im laufenden Jahr in die Onlinewerbemärkte fließen. Noch im August, vor dem bisherigen Höhepunkt der aktuellen Krise, waren die Analysten von 14,5% Wachstum ausgegangen. Der wichtigste Bereich innerhalb des Onlinemarketing bleibt die Suche mit rund 46% Anteil – ein Wert, der auch in den kommenden fünf Jahren nahezu konstant bleibt. Video jedoch entwickelt sich bis 2013 von knapp 2,5% Marktanteil auf 11%.

Folgende Übersicht vergleicht die Wachstumsraten der unterschiedlichen Onlinewerbeformen von 2008 bis 2013:

emarketer31

Fazit: Dreistellige Wachstumraten für Onlinevideomarketing werden zwar nicht mehr prophezeit – aber es bleibt auch in neuesten Prognosen das dynamischste Segment der Onlinewerbung.

Add comment 29. November 2008

Onlinevideos – “i-Tüpfelchen” im Crossmedia-Paket

Ideensammlung: Wie Fachverlage mit Videobeiträgen attraktive Crossmedia-Angebote aufbauen

Wenn ich auf ehemalige Kollegen aus dem Fachzeitschriftenumfeld treffe, höre ich oft Statements wie “die goldenen Zeiten sind ein für alle mal vorbei”. Oder “Wie einfach war es doch, früher ganz einfach nur Anzeigenseiten oder gar -strecken zu verkaufen – heute verlangen die Kunden nach Crossmediapaketen, Events und Kongressen oder Microsites”.

Viel hat sich getan in der Medienwelt der vergangenen 15 Jahre. Damals hatten Fachverlage in der Tat noch eine zentrale, schwer umgehbare Funktion in der Anbahnung von Geschäftskontakten zwischen Unternehmen. Vielleicht war es die Frage zwischen konkurrierenden Objekten, wer den besseren Zielgruppenzugang bot – dass man ihn bot, stand zumindest bei erfolgreichen Objekten nie in Frage.

Auch heute bieten viele Fachpublikationen und ihre Onlineaftritte eine hervorragende Reichweite, verbunden mit hoher Glaubwürdigkeit. Doch im Zeitalter von Adwords und Trackinginstrumenten erwarten die Kunden messbare Ergebnisse und spürbare Entlastung im Prozess der Kundengewinnung und -ansprache.

Hier ein paar Ideen, wie Verlage unter Einbeziehung von Onlinevideos für Ihre Kunden attraktive Crossmediapakete schnüren können:

• Dienstleister-/Lieferantenlistings als (regelmäßiger) Bestandteil im Objekt, in Supplements oder Schwesterobjekten können um Videoportraits dieser Anbieter ergänzt werden. Die breit gestreute Kurzinformation verweist auf einen individuelleren Videobeitrag, der für den Betrachter in der Regel eine wesentlich höhere Informationstiefe aufweist als reine Text-/Bildinfos.

• Distributions-/Absatznetze – auch Ihrer Inserenten – bekommen eine ganz andere Präsenz, wenn sie durch Videoporträts vorgestellt werden. Auch Microsites werden lebendiger und überzeugender durch derartige Beiträge. Ihr Industriepartner bekommt neue Argumente innerhalb seines Absatzkanals.

• Die Kombination aus Videobeitrag und Basisinformationen können Sie für Ihre Kunde als Video-PDF aufbereiten und Ihnen für Email-Kampagnen zur Verfügung stellen. Wann immer der Kunde dieses Video-PDF mit einem bei Ihnen gehosteten Video verschickt, erhöht das Ihren Web-Traffic. Über solche Formate können Sie auch Rückläufermanagement und Leadgenerierung – für sich wie Ihre Kunden – organisieren.

• Schaffen Sie ein Videoformat für Ihre Kunden, das durch aktualisierbare interaktive Elemente – z.B. “Angebot des Monats” – lebendig bleibt. Durch das Videohosting und die Inhaltsaktualisierung binden Sie den Kunden auch dann, wenn er dieses Video auf seiner und ggf. weiteren Websites nutzen kann.

• Schaffen Sie redaktionellen Mehrwert unter Einbeziehung ihrer Inserenten. Lassen Sie Ihre Redaktion Basisthemen aus der jeweiligen Branche als “langlebige” Videos für Ihre Website produzieren. Häufig werden dazu Statements oder Praxis-/Produktbeispiele benötigt, an denen die Industrie gerne mitwirkt. Wenn der Industriepartner diese Beiträge auch auf seiner Website nutzen kann, wird er zur Übernahme eines relevanten Teils der Produktionskosten bereit sein.

Angesichts der Tatsache, dass auch anspruchsvolle Videoportraits beispielsweise bei unserem Unternehmen SightseekerMedien nicht mehr als 1000 € pro Produktion kosten müssen, ist das Verhältnis Aufwand/Chance bei diesen Produkten gut. Man muss lediglich eine überzeugende Gesamtkonzeption und ein bisschen Begeisterung für den Verkauf wecken ;-)

Add comment 15. Oktober 2008

Verlage in Bewegung?

Die VDZ Zeitschriften Akademie lud zum Expertenforum “Erfolgreich im Internet mit WebTV und Video”

Am Vormittag schien die Verlegerwelt im Hamburger Atlantik-Hotel noch in Ordnung. Zunächst schilderte Ralf Klassen, Leiter Digital-TV bei stern.de, die stürmische Entwicklung der monatlichen Videoabrufe allein auf seiner Plattform – in weniger als einem Jahr von 60.000 auf ca. 2 Millionen im August 08. Fast versonnen ließ er Höhepunkte des letzten WebTV Jahres Revue passieren – so der Hamburger Beinahecrash eines Verkehrsflugzeugs. Ein Webvideo, dass – obwohl noch nicht in den Nachrichten der klassischen Medien aufgegriffen – an einem Sonntag (!) bei stern.de 150.000 Abrufe erreichte.

Trotz weniger kritischer Anklänge auch gegenüber dem Trendmedium Video (“User kommen nicht auf unsere Seite, um fernzusehen. Aber sie nehmen Fernsehen mit”) war bis hierhin die Bewegtbild-Verlegerwelt noch in Ordnung. Auch wenn sie sich im Gros der Vorträge für meinen Geschmack zu sehr an Publikumsmedien, zu sehr am “klassischen” Fernsehen und am unvermeidlichen prerollpostroll Mediaverständnis orientierte. Kein Wunder, dass in diesem Zusammenhang auch die fast gegen Null tendierende (Nielsen-)Zahl von nur 3 – 5 Mio. € Mediaausgaben für deutsche Onlinevideowerbung im vergangenen Jahr kursierte (da werden z.B. die GelbenSeiten kaum mit drin sein – aber was machen die denn, wenn nicht Videowerbung?!?).

Wasser in den ohnehin recht dünnen Umsatzwein goss mit kritisch-konstruktiven Anregungen (“Die Verlage verramschen sich selbst”) vor allem IDG-Deutschland-Boss York von Heimburg. Deutschland sei das Land, in dem die Internetpreise am stärksten verfielen, und so prognostizierte er für das kommende Jahr halbierte TKPs für Onlinevdeos von rund 25 €, mittelfristig gar nur 5 – 10 €. In der Fachkommunikation, so Stefan Eiselein, Leiter der Vogel Future Group, sei das Umfeld deutlich einfacher, da die User üblicherweise ein starkes Informations-, häufig sogar Kauf-/Investitionsinteresse hätten. Wobei gerade hier das “Reaktionsmedium Internet” (von Heimburg) stark profitieren kann, wie sein Haus auf herstellerbezogenen Microsites mit Webcasts und produktbezogenen Videos unter Beweis stellt. Für die dort generierten Leads “zahle die Industrie extrem gut”.

Schade, dass andere Diskutanten diese transaktionsorientierten Refinanzierungsgedanken kaum aufgriffen. Aber wie gesagt – das dominante Businessmodell des Tages war eher dem Fernsehen entlehnt (Verleger, habt Ihr das wirklich nötig?!?).

Am Nachmittag klangen nach einem optimistischem Auftakt des Onlinevideo-Senkrechtstarters Axel Springer, vorgetragen von Klaus Ebert (GF Axel Springer Digital TV), zunehmend nachdenkliche Töne durch den Raum. Fried von Bismarck, Verlagsleiter des Spiegel und Geschäftführer von Spiegelnet und Spiegel TV, brachte ehrliche Zahlen aufs Tapet: 3,8 Mio € Investment für Onlinevideocontent in einem Jahr, plus eine Mio Streamingkosten – bei rund 800.000 € Videoerlösen. Und das in Krisenzeiten, in denen das verlegerische Stammgeschäft nahezu schlagartig unter Druck gerät – ein Fakt, den alle vor Augen hatten, aber nur wenige deutlich auf den Punkt brachten.

So hielt auch Susanne Matthiesen, Geschäftsführerin des dpa audio- und videoservice, mit ihren Sorgen nicht hinter dem Berg. Wie solle angesichts ins Bodenlose sinkender TKPs Videocontent noch angemessen refinanziert werden? Schon heute koste ein Videobeitrag oft weniger als ein Pressefoto – eine schlichtweg absurde Situation, sind doch die journalistischen Anforderungen an VJs extrem hoch. So hoch, dass “bei uns keiner älter sein kann als 28″…

Was bleibt als Eindruck dieses mit über 100 Teilnehmern gut besuchten Forums? Es wird allerhöchste Zeit, dass Verlage lernen, dass sie nicht Fernsehen machen. Dass die Businessmodelle des Fernsehens – von der Produktion bis zu den Erlösmodellen – nicht greifen, denn auch dieses “Leitmedium” steht zusehends auf tönernen Füßen.

Verlage, besinnt Euch auf Eure Kernkompetenz – schafft Glaubwürdigkeit und Zielgruppenzugang, bringt Kommunikation zwischen Anbietern und Nachfragern in Gang und nehmt dafür Euren gerechtfertigten Anteil. Ob Ihr dies mit Zeitschriften, Webauftritten, Messen oder verstärkt mit Videoproduktionen macht, ist für den Kunden nicht entscheidend – entscheidend ist, dass Ihr Eurer Aufgabe gerecht werdet. Das geht hervorragend mit Onlinevideos. Und wer jetzt darüber nachdenkt, wie diese Videos dann ausehen müssen, der ist auf dem richtigen Weg ;-)

Add comment 9. Oktober 2008

Onlinevideos – Zahl der Haushalte verdoppelt sich in einem Jahr

Die Zahl der Internet-US-Haushalte, die Onlinevideos betrachten, hat sich nach einer Studie von ABIresearch binnen eines Jahres verdoppelt

Wer das Internet nutzt, nutzt zunehmend auch Onlinevideos. 63% der US-amerikanischen Haushalte mit Zugang zum Internet verfolgen mittlerweile gestreamte Videoinhalte, so die aktuelle Studie von ABIresearch, die im 2. Quartal 2008 durch Befragung von 985 Haushalten mit Internetzugang erstellt wurde. Noch ein Jahr zuvor lag die Quote erst bei 32%.

Dazu ABI-Forschungsdirektor Michael Wolf: “Die Konsumenten verändern ihre Online-Gewohnheiten schnell”. Als Gründe sieht er gestiegene Bandbreiten im Einklang mit dem Willen der Film- und Fernsehindustrie, ihren Content zunehmend auch über das Internet in Wert zu setzen.

Zum Anstieg der Videonutzung tragen nach dieser Studie alle Formate bei – auch Langformate wie TV-Shows. Fast die Hälfte der unter 25jährigen und 53% der befragten 25 – 29jährigen betrachten derartige Formate mindestens einmal monatlich an ihrem PC. Die Senioren halten sich da eher bedeckt – dreiviertel der über 65jährigen, die zwar Online nutzen, haben Formate wie Shows bisher nicht im Internet verfolgt.

Offenkundig wird für die mit dem PC Aufgewachsenen der Rechner zunehmend das universelle Fenster zur Medienwelt und zum Konsum medialer Inhalte. Während ältere Nutzer Inhalte noch bestimmten Vermittlungsmedien zuweisen, ist für die junge Generation die Message die Message – und nicht mehr das Medium.

Add comment 28. September 2008

Google – Dein Videofreund und -helfer

Google wertet seine “Google Apps” ab sofort mit Videoservices für Unternehmen und Arbeitsgruppen auf

Mit den Google Apps bietet Google Unternehmen, Organisationen, Gruppen und Familien eine Softwarefamilie mit Kalender, Mailfunktionen, Instant Messages, gemeinschaftlicher Dokumentenbearbeitung und internen Websites/Blogs. Vieles davon ist in der “Standard Editon” gratis nutzbar, für die “Premier Editon” sind 50 US-Dollar pro Nutzer und Jahr zu berappen.

Das lohnt sich seit heute mehr als zuvor, wurde in das kostenpflichtige Paket von Google nun eine Videosharing-Funktionalität eingefügt. Was macht man damit? Lassen wir das Google doch mal selbst zeigen:

Nun hat im Gegensatz zu Google zwar nicht jedes Unternehmen regelmäßig Präsidenschaftskandidaten zu Gast, aber von der Vorstandsnachricht bis zur Betriebsratsmeldung, vom Arbeitsgruppenbericht bis zur Pressekonferenz, vom Produktlaunch bis zum Sommerfest können auf so einer internen Videoplattform eine Menge Facetten des jeweiligen Betriebslebens abgebildet werden. Schön auch die Bewertungsfunktionen – das hilft gewiss, um unnötigen Selbstbeweihräucherungen den Dampf abzudrehen…

Viele Rechner sind mittlerweile mit Kamera und Mikro ausgestattet, und ein so erzeugtes Statement hat weit mehr Ausdruck als die meisten E-Mails oder Foreneinträge. Allerdings dürfte auch für die interne Kommunikation gelten, dass ein “gestalteter” Videobeitrag in einem solchen Medium leichter zu konsumieren ist als Wackelbilder und schlechter Sound. Letztlich entscheiden Thema und Anwendung über die Qualitätsstufe, und ein guter Mix aus professionellen und spontanen Berichten bringt Video in der internen Kommunikation nach vorn.

Wenn Sie’s interessiert, hier noch ein zweites Google Werbevideo zum Thema:

Bin gespannt, welche Resonanz dieser neue Googleservice haben wird. Ich zumindest kann kaum abwarten, ihn im eigenen Unternehmen zu nutzen!

Add comment 2. September 2008

Videos, wohin das Auge schaut

Julia Schmid von Websehen.net macht heute auf Thesen von James L. McQuivey von Forrester Research aufmerksam, die in fünf Jahren eine Allgegenwart von Videoinhalten in unserem Alltag prophezeien.

Videos überall? Bewegtbild-Overkill? Im ersten Moment klingen die Thesen nach dem endgültigen medialen Griesbrei und damit unappetitlich. Doch im zweiten Moment finde ich sie fast noch zu harmlos. Denn
1. die Vermehrung der Bildschirme hat gerade erst begonnen. Viele Dinge vom Auto über den Kühlschrank bis zur Klotür haben bisher nicht oder nur im Hochpreissegment integrierte Bildschirme. Die werden jedoch immer billiger. So macht es für immer mehr Hersteller Sinn, ein paar Euro mehr ins Produkt zu investieren, wenn dadurch für den Kunden neuer Mehrwert geschaffen werden kann. Zum Beispiel für
2. Ganz neue, alltägliche Videoanwendungen. Hat mal jemand versucht, per Gebrauchsanleitung die Notverriegelung eines Cabriodachs zu betätigen? Angesichts der kryptischen Schemazeichnungen eine echte intellektuelle Herausforderung. Was aber wäre, wenn die Bedienungsanleitung über den Autobildschirm als kleines How-to-Video abzurufen wäre? Schließlich bleibt
3. nützliche Information nützlich – auch wenn sie Werbung ist. Wenn ich in fremder Stadt Hunger und Lust auf italienische Küche habe, freue ich mich über die Videoportraits italienischer Restaurants, die mein Handy mir anbietet. Ist das eher ein Laden mit Drei-Nationenküche und Plastikstühlen, das Etepetete-Restaurante oder die gemütliche Familienpizzeria? Überhaupt dürfte
4. die Rolle des Handys als Informationsscout nach wie vor massiv unterbewertet sein. Viele denken, dass das, was heute das Internet kann, künftig das Handy übernimmt, plus GPS und Umfeldsuche. Aber kann das 4711-Immer-dabei-Handy nicht auch eine aktive Rolle übernehmen? Meine Interessen, Vorlieben oder Bedürfnisse speichern und Signale an all die Bidlschirme senden, die so scharf darauf sind, mir ihre Botschaften zu überbringen? Unerwünschte Botschaften zu unterdrücken, dafür sehr individuell zugeschnittene herauszusuchen und mir anzubieten? Wird vielleicht sogar jemand meine Handyrechnung übernehmen, weil ich ihm erlaube, mir die mir angenehmen Inhalte zu zu spielen?

Videos, wie wir sie heute kennen, werden in fünf Jahren durch eine neue Gattung von Videos ergänzt werden: Servicevideos. Videos, die dann einen hohen Nutzen haben, wenn sie auf die jeweilige Bedürfnislage des Nutzers treffen. Die vermutlich jede Landesmedienanstalt als Werbung klassifizieren wird – und die situativ trotzdem willkommen sind. Ich sage nicht, dass sie klassisches Fernsehen oder journalistische Information ablösen – aber sie werden einen eigenen, umfassenden Platz erobern.

Add comment 23. Juni 2008

Previous Posts


Letzte Artikel

Letzte Kommentare

videowerber on Das Design bestimmt den P…
Doku on Das Design bestimmt den P…
videowerber on Videomarketing macht Immobilie…

Schlagwörter

Adobe Apple Beitragslänge bild.de Checkliste Drehvorbereitung Checkliste Videoproduktion Comscore Crossmedia forward2business GelbeSeiten Google Imagefilm Klaus Ebert Marktvolumen Nutzung Onlinevideo Onlinevideo Online Video Advertising Onlinevideomarketing Onlinevideowerbung Online Videowerbung Produktionskosten Onlinevideo Produktionskosten Webvideo PWC Servicevideo SightseekerMedien spiegel.de stern.de Studie Telefonbuch TV-Werbung VDZ Video-PDF Videoanwendungen Videodokumentation Videojournalist Videokosten Videomarketing Videoportrait Videoproducer Videoproduktion Videowerbung VJ Web-TV Wer liefert Was? YouTube

Kategorien

Eigene Sites

Links

RSS-Services

Top-Beiträge

Archiv

Meta