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Video verdoppelt Verweilzeit bei Onlineanzeigen
Zählt wirklich immer nur die CTR? Die internationale Crossmedia-Agentur Eyeblaster siehts anders. Und findet gewichtige Argumente für den Einsatz von Video in Onlineanzeigen.
Vor dem Hintergrund, dass Klickraten (CTR = click through rate) in den vergangenen Jahren immer mehr zurück gehen, stellte sich die internationale Crossmedia Agentur Eyeblaster die Frage, ob CTRs der alleinige Maßstab für die Beurteilung von Onlineanzeigen sein sollten. Schließlich ist das Internet das einzige Medium, bei dem mit dieser Elle gemessen werden kann – bei TV, Print oder Hörfunk sind es Reichweiten und Aufmerksamkeit, die in die Waagschale geworfen werden.
Folglich ging es Eyeblaster um Aufmerksamkeit. Hatte doch Comscore kürzlich ermittelt, dass Onlinenutzer, die zuvor Displayanzeigen eines Herstellers im Internet gesehen haben, im Folgemonat 50% mehr Zeit auf seiner Website verbringen und sich auch 50% mehr Seiten in seinem Webauftritt anschauen.
Eyeblaster untersuchte für diese Studie 42 Milliarden „rich media impressions“ in diversen Formaten rund um den Erdball. Die von September 2008 bis März 2009 erhobenen Daten wurden hinsichtlich der Zeit, da die Maus des Nutzers über eine Anzeige stand, hinsichtlich der Betrachtungsdauer eines vom Nutzer gestarteten Videos oder anderen nachvollziehbaren Interaktionsformen mit der Anzeige ausgewertet.
Die wichtigste Aussage: Es ist rund 25mal wahrscheinlicher, dass sich Anwender vorsätzlich mit einer Anzeige beschäftigen, als das darauf klicken.
Und die aus unserer Sicht wichtigste Aussage: Ein Video erhöht die mit der Onlineanzeige verbrachte „vorsätzliche“ Rezeptionszeit um 200% in den USA und immerhin noch um ca. 100% im Rest der Welt. Diesen Unterschied begründen die Autoren mit der bereits fortgeschrittener Videorezeption in den USA und vermuten, dass andere Region nachziehen werden.
Unsere eigenen Erfahrungen bei SightseekerMedien, etwa mit den Rezeptionserfolgen unserer Videovisitenkarte, belegen diesen Trend. Verglichen mit reinen Textanzeigen oder auch gestalteten Bannern sind Mouse-Over-Raten, aber auch Abspielraten und letztlich die Click-through-Rates bei eine Videoanzeige um ein Vielfaches höher.
Add comment 26. Juli 2009
Öffentlichkeitsarbeit mit Video – funktioniert das? Und wie?!?
Anregungen in Sachen Video-PR für Firmen, die (noch) nicht im DAX sind
Für die Großen ist alles ganz einfach. Die sind doch eh dauernd in TV und Web präsent – und ihre größte Sorge ist, dass bei den Bildern aus der Produktion bloß nich die vorletzte Baureihe gezeigt wird…
Gut – ganz so einfach ist es auch für Großunternehmen nicht. Wenngleich durchaus nicht jedes seine Hausaufgaben gemacht hat und das nötige Arsenal an Bewegtbildmaterial vorhält, um den Journalisten in Anstalten, Sendern und Portalen die Arbeit leicht zu machen. Doch unzweifelhaft ist, dass es für große Unternehmen und Marken halt a bisserl einfacher ist, mal auf Sendung zu sein.
Doch der Mittelständler? Wer interessiert sich überhaupt für seine bewegten Bilder? Lohnt es sich, Öffentlichkeitsarbeit durch Bewegtbildangebote zu unterstützen?
Wenn Sie nicht gleich auf den Aufmacher der Tagesthemen hoffen, dann durchaus. Gerade mittelständische Unternehmen und ihre Produkt- und Serviceangebote haben viel umfassendere Optionen mit Video-PR, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Allerdings sollten sich die Verantwortlichen vorher klar machen, dass Öffentlichkeitsarbeit nicht Verbreitung von Werbespots ist, sondern die Schaffung von Präsenz für die eigenen Themen sowie im günstigen Falle die Herstellung eines positiven Bezugs zu ihrem Unternehmen und seinen Angeboten.
Doch so verstanden sind in Sachen Bewegtbild-PR (fast) alle Schleusen offen. Denn sehr viele Themen sind zwar in Texten – ob online oder offline – Tausende Mal durchgekaut. Aber Bewegtbildangebote, zumal jederzeit zugängliche, gibt es oft nicht.
Da jedes Produkt und jeder Service einen Nutzen oder ein Versprechen hat, lässt sich dieser in Bildsprache übersetzen und mehr oder weniger pointiert darstellen. Von „Wie lackiere ich meine Fingernägel?“ über „Die Quelle für Designinspiration“ bis „Vorsorgen ist besser als bohren“ – viele Themen lassen sich als Ratgeber, als Fallstudie oder Erfahrungsbericht hervorragend in einem kurzen Video darstellen. Wenn man der Versuchung widersteht, das eigene Unternehmen oder das genutzte Produkt in diesem Video 47mal in 74 Sekunden zu nennen und über den grünen Klee zu loben, dann hat man ein schönes Medium, das nun eine eigene „Öffentlichkeitskarriere“ beginnen kann.
Auf der Hand liegt natürlich die Einspeisung in die großen Videoportale. Wenn Ihr Beitrag tatsächlich nützlich und anregend ist, wird hier – entsprechende Betitelung, Teasertext und Verschlagwortung vorausgesetzt – von ganz alleine eine interessierte Öffentlichkeit entstehen.
Doch das ist bestenfalls das kleine Einmaleins. Schließlich geht es vor allem um ein Andocken an „interessierte Öffentlichkeiten“ – d.h. an die Medien, die sie konsumieren.
Bleiben wir zunächst im Internet. Gerade Fachportale, Newsfeeds und insbesondere Blogs bieten ein attraktives Umfeld für Ihr Bewegtbildangebot – und oft auch eines, das an Video interessiert ist. Denn Videos sind „Hingucker“, erhöhen die Verweildauer und bieten besonderen Nutzwert – das hat sich auch unter Fachverlegern und Bloggern herumgesprochen. Häufig jedoch scheuen sie die Investition in ein gutes Video – und da kann Ihr Beitrag aus der Patsche helfen.
Und dies gilt sinngemäß auch für lokale TV-Sender und Spartenkanäle. Viele von ihnen sind recht zugänglich, wenn es darum geht, halbwegs ins Programmkonzept passendes Material auszustrahlen.
Apropos Material: Muss es denn immer gleich ein ganzer Beitrag sein? Würde Ihnen nicht hier und da eine Schlüsselsequenz oder eine ausgewählte Szene auch in Ihr Kommunikationskonzept passen? Dann bieten sie diese doch an. Einziger Nachteil: Oft werden Bewegtbildproduktionen nicht von den Medien durchgeführt, auf denen sie gesendet werden. D.h. es ist nicht so leicht, Ihr Quellmaterial so zu platzieren, dass es von den „Beitragsmachern“ auch genutzt werden kann.
Drum machen Sie ruhig auf Ihrer Website in Ihrer Presserubrik sowie in Pressemitteilungen darauf aufmerksam, dass Sie auch über Video-Rohmaterial zum Unternehmen, Produkten und Prozessen verfügen. So ist die Chance hoch, dass „interessierte Kreise“ auch darauf zugreifen
Add comment 5. Juni 2009
Videomarketing macht Immobilien mobil
In den USA etabliert, hierzulande in den Startlöchern: Immobilienmarketing mit Video
In kaum einer Branche wird der Wandel von einer traditionellen Vertriebs- zu einer innovativen Marketingstruktur so deutlich wie in der Immobilienwirtschaft. Klar – die „Deals“ werden nach wie vor von Menschen gemacht, und ebenfalls klar: die Spielregeln zwischen Wohn- und Gewerbeimmobilien differieren durchaus.
Aber in den USA werden bereits 80% der Erstkäufer von Immobilien auf ihr neues Objekt (und den dazugehörigen Makler) über das Internet aufmerksam – so zumindest Diane M. Ramirez von Halstead Property in ihrer Firmenpräsentation auf Halstead ProperTV). So nimmt es nicht wunder, dass der Kampf um die beste Präsentation im Internet voll entbrannt ist – und das Medium Video dabei in vorderster Front etabliert wird.
Videopräsentationen von Immobilien erhöhen die Wertzuweisung einer Immobilie um ca. 6%, so ReelSEO. Eine aussagekräftige Statistik über Nutzungsdauer und -intenistät von Onlinevideos für Immobilien habe ich leider noch nicht gefunden – Makler, die damit experimentieren, berichten jedoch von bis zu doppelt so häufigen Aufrufen von Onlineeinträgen mit Videos und deutlich besseren Umschlagszeiten von mit Videos portraitierten Immobilien.
Auch wir bei SightseekerMedien haben uns der Thema zugewandt und Argumente und Pilotproduktionen auf einer Seite zusammengefasst. Deutlich wurde uns, dass die Aufbereitung hochwertiger Immobilien mit dem Medium Video nicht im Vorübergehen zu machen ist – um Räume und Gebäude gut zu erzählen, bedarf es doch technischer Hilfsmittel, die über die Standardaustattung eines Videoproducers hinausgeht.
In den USA bieten mittlerweile gut ein halbes Dutzend überregional tätiger Videodienstleister ihre Dienste an – herausragend dabei WellcomeMat (Produktion in Kooperation mit Turnhere) und Agentcasts. Vorherrschendes Format ist eine Objekt- und Videomoderation durch den betreuenden Makler sowie ein mehr oder minder detaillierter Rundgang durch das protraitierte Anwesen.
Die Innovatoren unter den Maklern denken aber längst einen Schritt weiter. Sie begreifen das Medium Video als zentrale Vermittlungs- und Kommunikationsinstanz in ihrem Geschäft. So präsentiert Halstead in seinem Halstead ProperTV nicht allein die angebotenen Objekte, sondern auch Entwicklungsprojekte, Stadtviertel oder die Makler in den Fillialen vor Ort. Aus dem Hilfsmedium Video wird ein veritabler IPTV-Kanal rund um Leistungen und Produkte des Maklers – ein Programm, dass für einen Stadtneuling oder Umzugswilligen durchaus interessant ist.
Die Radikalen jedoch setzen sogar TV-Formate wie Big Brother aufs Immobilienmarketing um. So hat der Kandier Kye Grace 72 in einem Appartment gelebt, sich dabei live streamen lassen, Fragen zum Objekt online beantwortet und sich die ganze Veranstaltun auch noch sponsern lassen. Ein Interview dazu (leider in beklagenswerter Qualität):
Wie man sieht: Im Onlinevideomarketing für Immobilien gibt es derzeit mehr Phantasie als in ihrer Wertentwicklung…
3 comments 30. Mai 2009
Agieren oder reagieren – warum Handelsmarken das Outlet-Videomarketing nicht verschlafen dürfen
Suchmaschinen und Verzeichnisse erweitern die Angebote für Onlinevideomarketing kontinuierlich – verschlafen Marken mit flächendeckenden Vertriebsnetzen den Trend?
Wer lange genug zählt, wird feststellen, dass in Online-Telefonbüchern, Lieferantensuchmaschinen und Branchenverzeichnissen sowie auf Videoplattformen bundesweit um die 10.000 Unternehmen mit eigenen Videoportraits präsent sind. Das ist bisher eine Marktausschöpfung im Promillebereich – aber ein Volumen, welches sich pro Jahr mehr als verdoppelt. Längst ist vom Autohaus über die Versicherungsagentur bis zum Reisebüro so mancher pfiffige Selbständige oder Fillialist auf das neue Medium aufmerksam geworden und nutzt seine Vorzüge.
Haben Sie was gemerkt? Die Beispiele stammen alle aus Branchen, in denen Hersteller-/Konzernbindung eine große Rolle spielen. Autohäuser sind meist an Marken/Hersteller gebunden, Versicherungsagenturen repräsentieren einen Anbieter und große Reiseveranstalter wollen ebenfalls mit eigener CI in der Fläche präsent sein.
Eigene Corporate Identity, auch bei den Fachhändlern und Repräsentanten in der Fläche – dafür geben VW und Co Milliarden aus. Während einerseits die letzte Schraube im Shop normiert ist und jeder Quadratzentimeter eines Händlerinserats vorgegeben, verschlafen andererseits dieselben Handelsmarken und Fillialisten den Trend zum lokalen Onlinevideomarketing.
Klar – die Hochglanzprodukton für die Marke, das in Szene setzen des neuesten Modells ist ein gesetzter Standard. Doch Video und Film entwickeln sich mit Hochgeschwindigkeit zum „Below-the-line“-Medium, zu einem relevanten Mittel im Marketing für und von den Fillialen vor Ort.
Wie Anfragen bei SightseekerMedien zeigen, denken die ersten flächendeckend vertretenen Marken über einen einheitlichen Videoauftritt ihrer Händler und Outlets nach. Und haben dabei durchaus verstanden, dass es vor allem darum geht, die Individualität und Besonderheit der Filliale herauszustellen und nicht nur für die Marke zu werben – das geht im Fernsehen auch. Man muss raus, raus zu jedem einzelnen Händler, Vertreter, Filliale – nur so zeigt man die Menschen und Betriebe, die engagiert für die Marke arbeiten und deshalb für den Kunden so wichtig sind.
Noch haben es Marken und Konzerne in der Hand, die Onlinevideo-Aktivitäten ihrer Vertriebspartner weitgehend frei von Wildwuchs zu gestalten. Aber was ist, wenn erst 100 Händler einer Marke mit ganz unterschiedlichen Onlinevideos in allen möglichen Verzeichnissen präsent sind? Wie kriegt man die da wieder raus und auf einen einheltlichen Auftritt umgerubelt?
Das Internet hat ein langes Gedächtnis. Deshalb ist gut beraten, wer frühzeitig Trends wie den zum Onlinevideomarketing erkennt und für sich nutzt. Das gilt auch für die „Großen“ – (Handels-)Marken und Fillialisten.
Add comment 18. April 2009
Verschiebt Onlinevideo die Grenze zwischen Vertrieb und Marketing?
Harter Verkauf versus Emotion & Information – verschieben sich die Grenzen?
Gern greife ich hier im Blog Themen auf, die in Diskussionen mit Kunden aufgeworfen wurden. Z.B.: Ist Videomarketing eher ein flankierendes Werkzeug oder kann es dazu dienen, wesentliche Aspekte des Verkaufsprozesses zu optimieren?
Dass ich, quasi von berufs wegen, absoluer Anhänger der zweiten These bin, muss ich kaum betonen. Doch worauf stütze ich diese Meinung?
1. Auf die „Ehrlichkeit“ des Mediums Video.
Natürlich geht es auch im Videomarketing um schöne Bilder, natürlich setzt es „in Szene“. Aber aus einem bodenständigen Ausflugslokal wird so noch lange kein Haut-Cuisine-Mekka, und aus dem Szenesecondhandklamottenhändler mit Migrationshintergrund kein geleckter Herrenausstatter. SOLL JA AUCH NICHT – getreu der Devise „auf jeden Topf passt ‘n Deckel“ geht es ja vielmehr darum, dass der Familienausflug in der Waldschänke und der kultivierte Spesenritter beim Sternekoch landet. Gutes Marketing ist immer auch Matching, es geht darum, Zielgruppen und Angebote zusammen zu bringen. Und das bilder- und emotionsreiche Marketingmedium Video hilft halt hervorragend, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das sollte übrigens auch ein guter Vertriebler tun – es sei denn, Stammkunden wären ihm Wurst.
2. Auf die Stärke des Mediums Video, auch komplexe Sachverhalte leicht konsumierbar zu vermitteln.
Ob es darum geht, Designermesser zu schleifen oder mich für eine neue Stadt als künftigen Wohnort zu begeistern – Video kann mir besser als jedes andere Medium einen solchen komplexen Sachverhalt vermitteln, ohne dass ich mich sonderlich anstrengen muss. Kein Abstrahieren, kein Kleingedrucktes. Ja – ein guter Vertriebler kann derartige Dinge auch gut ‘rüberbringen. Aber lohnt dies beim jeweiligen Deckungsbeitrag, den das Produkt abliefert? Und hat er überhaup die Zeit dazu?
3. Auf die jederzeitige Verfügbarkeit von Onlinevideos
Rund 15% aller Zugriffe auf diesen Blog erfolgen nachts zwischen 23 und 6 Uhr. Offenkundig haben auch um diese Zeit irgendwelche Leute ein Informationsinteresse, dass befriedigt werden will. Ist dies nicht auch im Verkauf so? Wenn ich in den Spätnachrichten erfahre, dass morgen der Frühling ausbricht, ich aber meine Liegenauflagen im letzten Herbst hingehunzt habe, dann will ich gern auch nach Mitternacht ordern. Je besser man mich über das Produktangebot informiert – zum Beispiel mittels eines Produktvideos – desto eher bin ich bereit, in Qualität oder einen etwas teureren Anbieter zu investieren. Und je mehr Umsatz online gemact wird, desto wichtiger die jederzeit verfügbare, komplexe Produktinformation, am besten per Video. Denn dann ersetzt sie den Vertrieb – auch um 2 Uhr 37 in der Früh.
Add comment 14. April 2009
Warum und wie man mit Onlinevideos bares Geld spart
Drei Thesen, warum Videos nicht nur Geld kosten, sondern auch unmittelbar beim Sparen helfen.
Kürzlich meinte ein Kunde, in diesen Zeiten wolle er Geld nur für Dinge ausgeben, die ihm helfen würden, an anderer Stelle Geld zu sparen. Und ich solle ihm wenigstens drei konkrete Beispiele nennen, wo und wie ein Onlinevideo hilft, Geld zu sparen.
Hier sind sie:
1. Onlinevideos reduzieren Vertriebsaufwand.
Je konkreter die Vorstellung eines potentiellen Kunden von Ihrem Unternehmen, Ihrem Produkt-/ oder Serviceangebot und vielleicht auch von den ihn betreuenden Mitarbeitern ist, desto besser kann er entscheiden, ob er mit Ihnen zusammenarbeiten will oder nicht. Onlinevideos geben einen sehr plastischen, athmosphärischen und persönlichen Eindruck von Ihren Leistungen und Angeboten. Deshalb reduziert sich die Menge unnötiger Blindanfragen und gleichzeitig erhöht sich die Menge konkreter – zu Ihrem Unternehmen passender – Geschäftskontakte. Onlinevideos machen Ihren Vertrieb effektiver – das spart bares Geld.
2. Videos können billiger breit gestreut werden als viele andere Werbemittel.
Onlinevideos sind digital und deshalb beliebig reproduzierbar. Der Versand als Email, Video-PDF oder auch die Verlinkung eines Werbemittels/Emails auf das Video bringt de facto keine Kosten mit sich – etwa im Gegensatz zum Versand von Brorschüren. Teilweise reproduzieren Dritte Ihr Video – beispielsweise zufriedene Kunden oder Patienten, die es weiterversenden. Sie können es auf einer Vielzahl von Plattformen kostenfrei einstellen, und auch die kostenpflichtigen Angebote sind oft – gemessen an der vermittelten Informationsmenge – verblüffend günstig.
3. Videos sind ein effektives Werkzeug im in der SEO und senken dadurch Ihre Kosten für bezahlte Suchen
Videos verbessern Ihr Googleranking, da Videocontent von Google de facto bevorzugt wird (siehe auch meinen Beitrag Mit Video auf Google ganz oben). Wenn Sie ein paar Regeln einhalten (z.B. aussagekräftige Dateinamen, Einbettung in ein „schlagwortadäquates“ redaktionelles Umfeld innerhalb Ihrer Website und Einstellen Ihres Beitrags auf YouTube mit Verlinkung auf Ihre Homepage), dann verbesser Sie für kleines Geld Ihr Ranking bei Google. Und je einfacher man Sie mit einer organischen Suche findet, desto weniger Geld müssen Sie für bezahlte Suchen ausgeben
3 comments 6. April 2009
Onlinevideomarketing – so steigt man als KMU am besten ein
Viele Wege führen zum eigenen Videobeitrag. Welcher ist für Klein- und Mittelbetriebe der beste?

Noch vor zwei Jahren war es für kleine und mittlere Unternehmen nahezu unmöglich, ohne Schwarzarbeit oder einen befreundeten Videoproduzenten ein ordentliches Video-Kurzportrait über die eigene Unternehmung für unter 1.000 Euro fertigen zu lassen. Heute kann man derartige Beiträge für dreistellige Budgets von Verzeichnismedien wie Telefonbuch- und GelbeSeiten-Verlagen, (Branchen-)Portalen und Suchmaschinen wie Wer liefert Was?, durch lokale TV-Stationen oder durch neuartige Videoproduzenten wie unser Unternehmen SightseekerMedien produzieren lassen.
Welcher Weg ist der Beste? Wie so oft, sollten Sie sich zunächst über Ihre Ziele klar werden, bevor Sie dies entscheiden können. Qualitativ haben diese Produktionen zumeist ale ein ähnliches Niveau. So sind es oft auch nicht die produktionsspezifischen, sondern eher die auf die spätere Verwendung abzielenden Aspekte, in den sich die Produktionen unterscheiden.
• Brauchen Sie eine Videoproduktion nur für einen definierten Zweck (Eintrag in Das Oertliche o.ä.), oder wollen sie damit umfassend und auf diversen Portalen werben?
• Haben Sie besondere technische Anforderungen (Aufführung auf Messen, bei Tagen der offenen Tür) und brauchen Sie z.B. eine für Großbildprojektionen optimierte Qualität?
• Wollen Sie kostengünstig erste Erfahrungen sammeln oder haben Sie bereits so etwas wie eine eigene „Bewegtbildstrategie“?
Der wahrscheinlich kostengünstigste Einstieg sind die Produktionen, die Sie bei Verzeichnismedien im Rahmen von Jahresbuchungen in Auftrag geben können. Diese sind häufig Bestandteil von Paketen, die – je nach Medium – zwischen 50 und 100 € pro Monat zu haben sind. Der große Vorteil: Sie haben gleich eine Jahrespräsenz in einem relevanten Onlineverzeichnis wie den GelbenSeiten oder Wer liefert Was? dabei. Häufig sind die Verlage, die diese Paketangebote geschnürt haben, auch großzügig, was die weiterführende Nutzung dieses Videos zum Beispiel auf Ihrer Unternehmenswebsite oder andere hauseigene Zwecke angeht. Gar nicht, schwieriger oder nur gegen Aufpreis zu haben sind hingegen Nutzungen auf anderen Portalen oder im Fernsehen.
Wer ins Onlinevideomarketing einsteigt, will all dies vielleicht ja auch gar nicht. Dann ist auch das 30sekündige Standardformat eine prägnante Form, um sich und seine Leistungen vorzustellen – und die knapp zweistündige Produktion eine gute und überschaubare Möglichkeit, in dieses neue Medioum und seine Erstellung reinzuriechen.
Wer einen ausführlicheren Beitrag wünscht oder z.B. höhere technische Qualität für die spätere Aufführung auf Beamern oder HD-Displays braucht, kann dies übrigens auch bei einigen der Verzeichnismedien als Add-on buchen. Auch mit diesen Aufpreisen sind die Produkte häufig die kostengünstigsten am Markt.
Wer jedoch von vorneherein davon ausgeht, vielleicht sogar mehrere Beiträge in unterschiedlichen Längen und für eine Vielzahl von Medien zu produzieren und zu optimieren, wird sich in den vorgenannten Paketen nicht unbedingt wiederfinden. Dann empfiehlt sich die direkte Beauftragung etwa bei SightseekerMedien oder einer anderen Produktion, die sich sowohl mit den mittellangen (ca. 1:30 bis 3 Minuten) als auch den kurzen 30sekunden Formaten auskennt. Diese Lösung ist allein deswegen etwas teurer, weil die Bundle-Rabatte der platzierenden Verlage wegfallen – sie ist aber flexibler, weil so die Nutzung für alle Zielmedien sichergestellt werden kann.
Immer häufiger bieten auch lokale Fernsehsender diese Kurzproduktionen ihren Kunden an. Auch hier sollten Sie im Vorfeld die späteren Nutzungsrechte und die technische Qualtät abklären – viele Lokal-TV-Anbieter haben sich in ihrer Ausrüstung voll am „klasischen“ Fernsehen orientiert und können deshalb HD/HDV-Formate nur gegen erhebliche Aufpreise anbieten.
Wei auch immer Sie sich entscheiden – nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, darüber nachzudenken, was sie von einem solchen Video erwarten und wie sie es in den kommenden 12 Monaten einsetzen wollen. Denken Sie nicht für die Ewigkeit, sondern orientieren Sie sich an der Marketingplanung für das kommende Jahr. Dann sind Sie der „richtigen“ Entscheidung schon ein ganzes Stück näher
Add comment 2. März 2009
Nix Neues bei NewTV
Der Hamburger newTV-Kongress am 19. 2. 09 enttäuschte viele Teilnehmer
In Hamburg hat man ein schönes, plakatives Wort für diese ganze IPTV, WebTV und Wie-auch-immer-Digital-TV gefunden: „newTV“. Dafür hat der seit Jahren aktive und sehr fleißige Förderverin der neuen Medienwirtschaft – der Hamburg@work e.V. um Uwe Jens Neumann – eine eigene Fachgruppe mit über 250 Teilnehmern und breit gefächtern Aktivitäten aufgestellt. Es gibt innovative Förderprogramme vom Senat mit bis 100.000 € Projektförderung, Fachgruppen, Kommunikation, Austausch und Beratung.
Umso bedauerlicher, dass der newTV-Kongress vom 19.2., der Akzente für die junge Branche setzen sollte, in den Augen vieler Teilnehmer die Erwartungen nicht erfüllte. Vielleicht hatte man diesmal einfach kein Glück mit Referenten, die von unverhohlenen Eigenwerbevorträgen bis zu schlecht präsentierten oder inhaltsarmen Vorträgen alles das im Gepäck hatten, was man als zahlender Teilnehmer eben nicht unbedingt hören will.
Vielleicht ist nach knapp zwei Jahren Sondieren, Ausprobieren und Philosophieren bei vielen Insidern die kühne Phantasie einer nüchternen Einschätzung gewichen, wie z.B. bei Klaus Ebert von AS Digital TV, der in Sachen Inhalt und Prösentation zwar zu den löblichen Ausnahmen des Kongresses zählte. Aber auch er äußerte sich weniger strategisch/perspektivisch als eher operativ, Tenor: „Wir verdienen zwar noch kein Geld, aber ich bin sicher, in ein bis zwei Jahren werden wir es tun“. Dafür ist eine klare Herausforderungen zu meistern, und die ist mit einem Wort beantwortet: REICHWEITE. Eine kleine Andeutung zu den Überraschungen von morgen machte er dann doch – anscheinend will man die kreativen Ergebnisse aus der jüngsten Bild.de-Akion, in der die Leser aufgerufen waren, eigene Markenwerbspots zu gestalten, demnächst mal auf ebay versteigern – man darf gespannt sein.
Ein kleines Highlight war immerhin die Diskussionsrunde „Going newTV – who pays the bill?: Monetarisierungsstrategien und Geschäftsmodelle für Bewegtbildinhalte“ mit den Teilnehmern Ingo Wolf von GRID-TV, Frederic Komp von BRAINPOOL, Jean-Pierre Fumagalli von smartclip und Peter Christmann als Beirat und Berater von stream5.
Zwar hatte auf die gestellte Grundfrage niemand so recht was zu sagen, aber immerhin kamen ein paar bedenkenswerte Statements auf den Tisch. Ein paar davon klangen ungefähr so:
• „Die Unternehmen sollten nicht als erste die Frage nach Monetarisierungs-, sondern erstmal nach ihrer Produktstrategie stellen“ (Jean-Pierre Fumagalli);
• „Sowohl auf Anbieter als auch auf Kunden-/Nachfrager-Seite prägt das urspüngliche Geschäftsmodell des agierenden Unternehmens seine Aktivitäten im newTV – es fehlen oft die wirklich passenden Inhalte“ (also: ein Verlag agiert zunächst mal wie ein Verlag, ein Autohersteller wie ein Markenunternehmen etc., kaum einer wie ein dem newTV verpflichteter Anbieter – Ingo Wolf);
• Und Peter Christmann hob zum big picture an: Er sieht keinen Weg zurück – die „Gesellschaft audiovisualisert sich“ – trotzdem sieht er uns noch im „Neolithikum des Videomarketings“.
Nun – seit der Jungsteinzeit sind gut 7500 Jahre vergangen. In denen gab es auch nicht jedes Jahr einen Kongress zum Fortgang der Menschheitsgeschichte. Vielleicht verdient auch das newTV einfach mal etwas Zeit, in der jeder seinen Job macht und in der das Operative und nicht das Perspektivische im Vordergrund steht. Und dann reicht ein Get-together, damit man mal einen Kaffee zusammentrinkt und die üblichen Verdächtigen trifft – es muss ja nicht gleich ein eigener Kongress sein.
Add comment 21. Februar 2009
Davos, TED: Onlinevideos für mehr Partizipation – oder für besseres Marketing?
Einige der Topsummits dieser Welt gehen per Video in die Onlinewelt – so das World Economic Forum in Davos oder die US-amerikanische TED-Conference in Long Beach. Vorbild auch für kleinere Konferenzen?
Wer kann schon von sich sagen, dass seine Videos über 100 Millionen mal abgerufen wurden? Die TED (=Technology, Entertainment, Design) tut’s: Unter ted.com/talks kann sich jeder Interessierte die Vorträge heraussuchen, die ihn aus den TED-Konferenzen der letzten Jahre interessieren und diese als Videostream abrufen. Schon in Kürze soll dieser kostenfreie Service erweitert werden – auf alle TEDs der letzten 25 Jahre, und in mehrere Sprachen untertitelt.
(Noch) nicht ganz so erfolgreich, aber ähnlich konzipiert sind die Streams vom World Economic Forum in Davos, die in diesem Jahr erstmals als eigener Kanal auf YouTube gehostet wurden. Dass die „besten“ Streams knapp einhunderttausend mal gezeigt wurden – viele dümpeln im Bereich von ein paar Hundert Abrufen –, erreicht noch nicht ganz die Intensität der TED-Videos – aber der Kanal ist ja auch erst rund zwei Wochen online.
Partizipation? Marketing? Erweiterung des Geschäftsmodells? Bei der TED gelten alle drei Aspekte, beim WEF sind es zumindest die ersten beiden. Niemand kann sich beschweren, gratis eine Information oder Präsentation zu erhalten, die „live“ by invitation only und nur zum Preis von 6.000 US-$ zu haben ist.
Wobei gerade die TED sehr findig ist, die Wertschöpfung hinter diesem Service als neue Einnahmequelle zu nutzen. Ich habe selbst in neunziger Jahren einige TEDs erlebt, und schon damals wurden die begrenzten Platzkapazitäten im Auditorium durch Übertragung in Nebenräume erweitert – sogenannte „Simulcasts“. Mittlerweile überträgt die TED ihre Konferenz auch an Simulcast-Rooms in anderen Städten, z.B. Aspen oder in diesem Jahr Palm Springs. Dort trafen sich 400 Teilnehmer, die auch in den Dialog mit der rund 1000 Teilnehmer umfassenden Hauptveranstaltung treten konnten. Das für und wider dieses immerhin noch für 3750 $ abgerechneten Events beschreibt aus Sicht eines Teilnehmers Liz Gannes auf NewTeeVee. Ich persönlich finde ein anderes Angebot – die Freischaltung des Livestreams für Firmen, Institutionen oder private Interessenten für 995 $ – interessant und beispielgebend für eine Vielzahl von Fachkongressen.
Eine solche Einbindung erlaubt zwar nicht das aktive Networking, und das besondere Flair eines hochkarätigen Events wird auch nicht per Stream übertragen. Aber die Einbindung von Mitarbeitern oder Kunden, die gemeinsam live die Highlights eines Kongresses erleben, kann durchaus inszeniert werden wie die Fussball-WM. Zwar fehlen die Tore – aber gemeinschaftliches Erleben und Wissenstransfer von den „Großen“ sind ja auch nicht schlecht.
Für Veranstalter kann sich dies zu einer neue Erlösquelle entwickeln, die den Aufwand des späteren Marketings durch nachträgliches Streaming aller oder zumindest der besten Beiträge mit abdeckt. So gedacht, sind kostenfreie Live- und freie, zeitversetzte Streamings ein attraktives Angebotspaket auch für kleinere Kongressveranstalter.
Add comment 11. Februar 2009
O-Ton oder Sprecher?
Die vielleicht meist gestellte Frage vor dem Videoportrait: Muss ich selbst sprechen oder nehmen Sie ‘nen Sprecher?
Erinnern Sie sich noch an die in den sechziger, siebziger Jahren oft gesehene Werbetafel: „Hier kocht der Chef“? Damals wie heute geht es beim Eigenmarketing um Vertrauen, darum, dem Kunden von Anfang an zu signalisieren, dass er bei Ihnen in guten Händen ist.
Die Medien ändern sich, an diesem Grundprinzip ändert sich nichts. Gerade das Videomarketing funkioniert hervorragend, um Vertrauen zu potentiellen Kunden, Patienten und Mandanten aufzubauen – erhalten sie doch schon vor einem ersten persönlichen Besuch einen sehr vielschichtigen Eindruck von Ihnen, Ihren Services, Ihren Angeboten und Einrichtungen. Wichtig dabei ist größtmögliche Authentizität – je unvermittelter Sie in einem Beitrag rüberkommen, desto besser.
Deshalb bin ich kein großer Freund von nachvertonten Videoportraits. In den meisten Fällen sind sie viel austauchbarerer und gleichförmiger als Produktionen, in denen Inhaber, Mitarbeiter oder auch Kunden zu Wort kommen. Machen Sie doch mal den Test: Stellen Sie sich den „typischen“ Text eines „typischen“ Hotelvideos vor. Wie wäre es zum Beispiel mit:
„Herzlich willkommen im Hotel Zum Hirschen in Großkleckersdorf. Das Traditionshaus mit 42 Zimmern, Gesellschafts- und Seminarräumen verbindet angenehme Atmosphäre, anspruchsvolle regionale Küche mit allem modernen Komfort. Schon in der Lobby verzaubert Sie der besondere Stil unseres 1874 gegründeten Hauses. In den erst kürzlich renovierten Zimmern erwarten Sie stilvolles Mobiliar und eine zeitgemäße Ausstattung wie moderne Marmorbäder, Minibar und W-LAN. Unser Restaurant Waidmannslust verwöhnt sie täglich außer Montags mittags und abends mit Wildspezialitäten und Leckerein der regionalen Küche. Die Gesellschafts- und Konferenzräume sind auf Gruppen von 6 bis 160 Teilnehmer ausgelegt – von der Hochzeit über die Tagung bis zur Firmenfeier finden Sie hier einen inspirierenden Rahmen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!“
Gut – ein professionell eingesprochener, vorformulierter Text bietet auch eine Vorteile:
• Man kann Informationen optimal gewichten und sicherstellen, dass alle relevanten Aussagen vermittelt werden
• Verständlichkeit und technische Qualität sind in aller Regel hoch
• Auch produktionstechnisch wird vieles einfacher – es reicht ein erfahrener Kameramann, der sich nicht um Ton und Interview kümmern muss, statt eines vielseitigeren Videoproducers
Doch für mich liegen die Nachteile einer nachvertonten Produktion klar auf der Hand:
• Viele höhere Austauschbarkeit (s.o.)
• Schein-Objektivität: Nur weil man so tut, als wäre es eine sachliche Reportage, wird die werbliche Aussage noch lange nicht glaubwürdiger
• Wichtige Dimensionen der Glaubwürdigkeit und der Individualtät gehen verloren – persönliche Ansprache, direkter Bezug zum Betrachter, Akzente, die sich aus der gewichtung der Aussagen, der Wortwahl und vielleicht auch der sprachlichen Färbung ergeben.
Wie wirbt Baden-Württemberg so schön für sich? „Wir können alles außer hochdeutsch“. Auch wenn Sie Migrant sind, breites sächsich sprechen oder schlichtweg ein bisschen nervös vor der Kamera sind – Sie stehen am allerbesten für Ihr Geschäft. Und sei es, dass Sie bei allzuviel Lampenfieber einen Text nicht als Interview, sondern als selbst gesprochenen Hintergrundtext einsprechen – immer noch besser als ein Text aus der Retorte.
Videomarketing verlangt nach eigenen Formaten. Es geht nicht um eine öffentlich-rechtliche, journalistischen Grundprinzipien verpflichtete Trennung von Kommentar und Nachricht. Es geht um Aufmerksamkeit, um Authentizität und darum, zu überzeugen. Und wer kann für Ihr Geschäft überzeugender auftreten als Sie?
Add comment 25. Dezember 2008


