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Sonnige Aussichten für Videomarketing

Der US-amerikanische Info- und Researchdienst Emarketer aktualisiert seine Prognosen für den US -Onlinewerbemarkt und sagt dem Videomarketing beste Perspektiven voraus

Während traditionelle Werbemärkte stark unter der aktuellen Rezession leiden, behauptet sich das Wachstum im US-Online-Werbemarkt. Allerdings auf schwächerem Niveau – die Zeiten zweistelligen Wachstums sind insgesamt vorbei, während sich einzelne Segmente – vor allem Video – stark überdurchschnittlich entwickeln werden.

Betrachten wir zunächst die Reichweiten. Schon heute erreichen Onlinevideos vier Fünftel der US-amerikanischen Internetnutzer, Onlinevideowerbung kommt bei gut zwei Dritteln an. Bis zum Jahr 2012 erwartet emarketer, dass neun Zehntel der US-amerikanischen Internetnutzer Videos rezipieren, und vier Fünftel auch Onlinevideowerbung betrachten:

emarketer1

Doch was bedeutet das für die werbetreibende Wirtschaft? Der emarketer hat seine bisherigen Projektionen mit denen des IAB (Interaktive Advertising Bureau) und von PwC (PricewaterhouseCoopers) abgeglichen und aktualisiert. Folgende Umsatzentwicklung sieht emarketer für die folgenden Jahre:

emarketer2

Für 2009 immerhin noch ein Gesamtvolumen von 25,7 Mrd. Dollar – oder 8,9% mehr als die 23,6 Mrd. Dollar, die im laufenden Jahr in die Onlinewerbemärkte fließen. Noch im August, vor dem bisherigen Höhepunkt der aktuellen Krise, waren die Analysten von 14,5% Wachstum ausgegangen. Der wichtigste Bereich innerhalb des Onlinemarketing bleibt die Suche mit rund 46% Anteil – ein Wert, der auch in den kommenden fünf Jahren nahezu konstant bleibt. Video jedoch entwickelt sich bis 2013 von knapp 2,5% Marktanteil auf 11%.

Folgende Übersicht vergleicht die Wachstumsraten der unterschiedlichen Onlinewerbeformen von 2008 bis 2013:

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Fazit: Dreistellige Wachstumraten für Onlinevideomarketing werden zwar nicht mehr prophezeit – aber es bleibt auch in neuesten Prognosen das dynamischste Segment der Onlinewerbung.

Add comment 29. November 2008

Wie der Onkel Doktor Vertrauen und Patienten gewinnt

Fallbeispiele: Online-Videomarketing in Arztpraxen

bild_zahnarzt

Zum Arzt gehen ist meist mit Unsicherheit behaftet. Denn man geht ja in der Regel nicht, um sich bei blendender Allgemeinverfassung beste Gesundheit bescheinigen zu lassen, sondern aufgrund von Symptomen oder Befürchtungen. Der Kontakt zum Arzt ist auch körperlich eng – Berührungen, Befragungen, Untersuchungen: diesen Grad von Intimität möchte man nicht bei jedem zulassen.

Umso wichtiger, dass Ärzte und Zahnärzte sich schon vor dem konkreten Kontakt zum künftigen Patienten als vertrauenswürdig und soverän präsentieren. Viele tun dies mit einer ansprechenden Website, nur wenige nutzen auf ihr ein Praxisvideo, das dem künftigen Patienten den Arzt und sein Team in Wort und Bewegtbild präsentiert. Hier ein Beispiel, wie so ein Praxisvideo aussieht.

Gerade auf Patienten mit erhöhtem Betreuungsbedarf – Kinder, Angstpatienten oder chronisch Erkrankte – gehen Ärzte mit einem solchen Video schon vor dem ersten Besuch ein. Als Patient kann ich mich besser auf den unbekannten Menschen, der mich behandeln soll, einstellen, kann schon vor dem Besuch ein Gefühl zum behandelnden Arzt aufbauen.

Doch geht es nicht nur um den medialen Aufbau einer Arzt/Patientenbeziehung. Zum einen können konkrete Behandlungsformen so dargestellt werden, dass sie dem Patienten vorher vermitteln, was mit ihm passiert und in welchen Schritten die Behandlung erfolgt. Ein Video dazu hatte ich bereits in einem früheren Blogeintrag zum Thema eingestellt. Ich würde mir wünschen, das mehr Ärzte einen solchen Weg gehen und Behandlungen oder vorbeugende Tipps zu Themen wie Karies, Ernährung oder Bewegung per Video ins Netz stellen.

Zurück zu den “reinen” Praxisvideos, Bei ihnen kann es aber auch um Sachinformationen gehen, z.B. Spezialleistungen der Praxis, medizinische Sonderausrüstung wie MRT, Röntgen, Laser etc. oder besondere Behandlungsmethoden und Therapien – all dies lässt sich im Video verständlicher und einfühlsamer vermitteln, als nur im geschriebenen Text auf einer Website. Auch dazu ein gutes Beispiel einer anspruchsvollen radiologischen Praxis.

Praxisvideos lassen sich auch in regelmäßigen Abständen für die saisonale Patientenansprache drehen, etwa um auf wichtige Vorsorgebehandlungen wie etwa Schutzimpfungen aufmerksam zu machen oder zeitnah über Neuerungen einer Praxis zu informieren. So baut der Arzt mit dem Medium Video einen regelmäßigen Patientendialog auf, der für den Arzt relativen geringen Zeit- und Kostenaufwand, für den Patienten jedoch viel Betreuungsmehrwert bedeutet. Und – auch das sei offen angesprochen – Videos können in Zeiten schrumpfender Budgets ideal das Angebot individueller Gesundheitsleistungen vorstellen und somit die Wirtschaftlichkeit ein Arztpraxis erhöhen.

Praxisvideos machen nicht nur auf der Homepage der Praxis Sinn. Es ist auch sinnvoll, sie in Onlineverzeichnissen (von Gesundheitsportalen bis zu GelbeSeiten) oder in lokalen Internetmedien zu nutzen.

2 comments 27. November 2008

Onlinevideos – “i-Tüpfelchen” im Crossmedia-Paket

Ideensammlung: Wie Fachverlage mit Videobeiträgen attraktive Crossmedia-Angebote aufbauen

Wenn ich auf ehemalige Kollegen aus dem Fachzeitschriftenumfeld treffe, höre ich oft Statements wie “die goldenen Zeiten sind ein für alle mal vorbei”. Oder “Wie einfach war es doch, früher ganz einfach nur Anzeigenseiten oder gar -strecken zu verkaufen – heute verlangen die Kunden nach Crossmediapaketen, Events und Kongressen oder Microsites”.

Viel hat sich getan in der Medienwelt der vergangenen 15 Jahre. Damals hatten Fachverlage in der Tat noch eine zentrale, schwer umgehbare Funktion in der Anbahnung von Geschäftskontakten zwischen Unternehmen. Vielleicht war es die Frage zwischen konkurrierenden Objekten, wer den besseren Zielgruppenzugang bot – dass man ihn bot, stand zumindest bei erfolgreichen Objekten nie in Frage.

Auch heute bieten viele Fachpublikationen und ihre Onlineaftritte eine hervorragende Reichweite, verbunden mit hoher Glaubwürdigkeit. Doch im Zeitalter von Adwords und Trackinginstrumenten erwarten die Kunden messbare Ergebnisse und spürbare Entlastung im Prozess der Kundengewinnung und -ansprache.

Hier ein paar Ideen, wie Verlage unter Einbeziehung von Onlinevideos für Ihre Kunden attraktive Crossmediapakete schnüren können:

• Dienstleister-/Lieferantenlistings als (regelmäßiger) Bestandteil im Objekt, in Supplements oder Schwesterobjekten können um Videoportraits dieser Anbieter ergänzt werden. Die breit gestreute Kurzinformation verweist auf einen individuelleren Videobeitrag, der für den Betrachter in der Regel eine wesentlich höhere Informationstiefe aufweist als reine Text-/Bildinfos.

• Distributions-/Absatznetze – auch Ihrer Inserenten – bekommen eine ganz andere Präsenz, wenn sie durch Videoporträts vorgestellt werden. Auch Microsites werden lebendiger und überzeugender durch derartige Beiträge. Ihr Industriepartner bekommt neue Argumente innerhalb seines Absatzkanals.

• Die Kombination aus Videobeitrag und Basisinformationen können Sie für Ihre Kunde als Video-PDF aufbereiten und Ihnen für Email-Kampagnen zur Verfügung stellen. Wann immer der Kunde dieses Video-PDF mit einem bei Ihnen gehosteten Video verschickt, erhöht das Ihren Web-Traffic. Über solche Formate können Sie auch Rückläufermanagement und Leadgenerierung – für sich wie Ihre Kunden – organisieren.

• Schaffen Sie ein Videoformat für Ihre Kunden, das durch aktualisierbare interaktive Elemente – z.B. “Angebot des Monats” – lebendig bleibt. Durch das Videohosting und die Inhaltsaktualisierung binden Sie den Kunden auch dann, wenn er dieses Video auf seiner und ggf. weiteren Websites nutzen kann.

• Schaffen Sie redaktionellen Mehrwert unter Einbeziehung ihrer Inserenten. Lassen Sie Ihre Redaktion Basisthemen aus der jeweiligen Branche als “langlebige” Videos für Ihre Website produzieren. Häufig werden dazu Statements oder Praxis-/Produktbeispiele benötigt, an denen die Industrie gerne mitwirkt. Wenn der Industriepartner diese Beiträge auch auf seiner Website nutzen kann, wird er zur Übernahme eines relevanten Teils der Produktionskosten bereit sein.

Angesichts der Tatsache, dass auch anspruchsvolle Videoportraits beispielsweise bei unserem Unternehmen SightseekerMedien nicht mehr als 1000 € pro Produktion kosten müssen, ist das Verhältnis Aufwand/Chance bei diesen Produkten gut. Man muss lediglich eine überzeugende Gesamtkonzeption und ein bisschen Begeisterung für den Verkauf wecken ;-)

Add comment 15. Oktober 2008

Videomarketing in Zeiten der Krise

Welchen Stellenwert kann Videomarkting einnehmen, wenn die Wirtschaft unter Druck gerät?

Budgets werden eingefroren, Kampagnen gestoppt, die Planungen für 2009 reduziert – turbulente Börsen und restriktiven Banken fordern ihren Tribut. Werbetreibende aller Größenordnungen überprüfen ihre Ausgaben, viele verordnen vorsorglich strikten Sparkurs. Wie stark ist, wie starke sollte Videomarketing davon betroffen sein?

Betrachten wir zunächst die Videowerbung, die kurzen Clips, die vor, nach und teilweise auch als Overlay über Videos patziert werden, die sich Nutzer im Web ansehen. Hier haben die deutschen Mediaagenturen bisher nur sehr vereinzelt vom spezifischen Potential dieses Mediums profitiert, durch gezielte Belegung und Definition klarer Werbeumfelder sehr spitz (und damit effektiv) Zielgruppen anzusprechen. Meines Erachtens haben gerade in schwierigen Zeiten Betreiber von hochwertigen (weil redaktionell geprägten) Onlinevideoportalen wie spiegel.de, stern.de, brigitte.de oder auch bild.de, die Chance, Werbetreibenden die im Vergleich zu anderen Werträgern günstigen Leistungen und Reichweiten zu vermitteln.

Noch positiver sehe ich jedoch Onlinevideomarketing, das über diese Form der Videowerbung hinausgeht. Denn Klein- und Mittelbetriebe, die nun den Werbeeuro zweimal umdrehen, werden schnell erkennen, dass er für einen eigenen Videobeitrag sehr gut angelegt ist:

• Hohe Informationstiefe: Getreu dem Motto “ein Bild sagt mehr als 1000 Worte” bekommt der Betrachter eine sehr viel höhere, vielschichtigere Informationsdichte als bei den meisten anderen Medien – von der Broschüre bis zum Webautritt. Dass muss keineswegs immer die pure Sachinformation sein (z.B. Gründungsdatum des Unternehmens, Mitarbeiterzahl oder Leistungsdaten). Oft sind es eher subjektive Eindrücke (Sympathie des Auftretenden, Stil der Einrichtung, Frische, Modernität).

• Universelle Verwendbarkeit: Ein Videobeitrag kann sehr vielfältig genutzt werden, deshalb setzen sich auch die Herstellungskosten vielfältig in Wert. Von der Platzierung auf der eigenen Homepage über die Nutzung im Schaufenster oder auf Messen bis zur Integration ins ein PDF-Dokument, das bei allen Akquisitions- und Angebotmails angehängt wird. Aber auch zur klassischen Kundengewinnung kann so ein Video taugen – etwa durch Ausstrahlung im Lokalfernsehen, der Platzierung in den Online-Angeboten der GelbenSeiten und Telfonbuchverlage, auf regionalen Websites und der gegenseitigen Platzierung auf “befreundeten” Websites.

• Responseorientierung: Ideal ist es, sein Onlinevideo so zu platzieren oder so zu gestalten, dass eine schnelle Reaktion potentieller Kunden (per Email oder Telefon) möglich ist. Denn dann registriert man unmittelbar den Erfolg dieser Maßnahme.

• (Nicht zuletzt:) Kostengünstige Erstellung. Viele GelbeSeiten und Telefonbuchverlage erstellen ihren Kunden ein 30sekündiges Onlinevideo gratis im Rahmen einer Online-Jahresplatzierung in den entsprechenden Onlineverzeichnissen für ca. 600 €. Bei SightseekerMedien ist ein Basisportrait, das vom Kunden universell verwendet werden kann, ab 499 € (plus 95€ Spesen) zu haben. Das belegt: Ein Onlinevideo, dass über Jahre hinweg genutzt werden kann, kostet in etwa soviel wie die einmalige Schaltung einer mittleren Formatanzeige in Tageszeitung oder Zielgruppenzeitschrift.

Wer kühl rechnet und sich überlegt mit den Möglichkeiten des Onlinevideomarketings auseinandersetzt, wird an diesem Medium kaum vorbei kommen. Wer die vorhandenen Beispielen auf das eigene Geschäft überträgt, wird sich vielleicht sogar in schweren Zeiten ein wenig für eine neue (Selbst-)Darstellungsform begeistern.

Add comment 12. Oktober 2008

Onlinevideomarketing vs. Onlinevideowerbung – es fehlt an Trennschärfe!

Es wird Zeit, präziser zu formulieren, um ein besseres Bild vom vom Markt zu bekommen

Vermutlich ist es normal, dass neue Dinge zunächst mal mit Althergebrachtem identifiziert werden. Unser heute allgegenwärtiges Automobil wurde zunächst als “Motorkutsche” (Foto oben Daimlers Motorkutsche von 1886, Foto: Enslin) oder “Motorwagen” in die Welt gesetzt.

In der Onlinewelt verhält es sich in Sachen Videowerbung oder Videomarketing meines Erachtens derzeit ähnlich wie im Automobilbau des Vor-Vorigen Jahrhunderts. Onlinevideowerbung ist ein gern genutztes Schlagwort, und jeder (mich eingeschlossen) deutet das hinein, was ihm dazu gerade in den Kram passt.

Die in der Mediawelt dominierende Fraktion subsumiert unter Onlinevideowerbung Formate, die inhaltlich wie formal von der TV-Werbung abgeleitet sind. Gern wird argumentiert, diese müssten noch knackiger, noch schneller auf den Punkt kommend in Szene gesetzt sein. Denn wenn sie vor dem vom User ausgewählten Beitrag platziert werden (als “Pre-roll”), dann dürfe der Anwender ja nicht vergrault werden – er kann ja schließlich jederzeit wegklicken. Und auch im Nachspann eines solchen Beitrags (“post-roll”) soll der Anwender ja noch aufmerksam bleiben und nicht seine Unterhaltung stattdessen in den Weiten des Webs suchen. Dass ich diese Form der Onlinevideowerbung ungefähr so sehe wie die oben abgebildete Motorkutsche im Verhältnis zum “richtigen” Automobil – das in unserem Markt noch erst konstruiert werden muss – habe ich hier bereits mehrfach deutlich gemacht. Aber dass man diese Werbeform zurecht als Onlinevideowerbung bezeichnet, will auch ich nicht leugnen. ;-)

Doch es gibt durchaus Experten, die unter Onlinevideowerbung weit mehr subsumieren als die kurzen Clips. So haben die Kollegen vom eMarketer in einer aktuellen Studie über die zukünftige Entwicklung der Onlinevideowerbung das Feld recht weit aufgemacht:

“New models for online video advertising, such as through widgets, or new/old models, such as product placement and sponsorship, will coexist with increasing use of in-stream ads (for example, preroll), which are currently associated with traditional TV content.”

Stopp!

Nicht alles, was Bewegtbild ist und wirtschaftlichen Zwecken dient, ist gleich Onlinevideowerbung – eine solche Begriffsverwässerung nützt uns nichts. Wer den Oberbegriff sucht, sollte zu Onlinevideomarketing greifen, eine Vokabel, die Greg Sterling in seinem Blog Screenwerk schon seit geraumer Zeit nutzt.

Und gern räume ich ein, dass auch die von mir präferierten “neuen” Onlinevideoformate, die eine Mischung aus redaktioneller Berichterstattung, PR und Werbung sind, besser unter Onlinevideomarketing als unter Onlinevideowerbung zu subsumieren sind. Aber wir lernen halt noch alle dazu…

Add comment 5. Oktober 2008

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