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Agieren oder reagieren – warum Handelsmarken das Outlet-Videomarketing nicht verschlafen dürfen

Suchmaschinen und Verzeichnisse erweitern die Angebote für Onlinevideomarketing kontinuierlich – verschlafen Marken mit flächendeckenden Vertriebsnetzen den Trend?

Wer lange genug zählt, wird feststellen, dass in Online-Telefonbüchern, Lieferantensuchmaschinen und Branchenverzeichnissen sowie auf Videoplattformen bundesweit um die 10.000 Unternehmen mit eigenen Videoportraits präsent sind. Das ist bisher eine Marktausschöpfung im Promillebereich – aber ein Volumen, welches sich pro Jahr mehr als verdoppelt. Längst ist vom Autohaus über die Versicherungsagentur bis zum Reisebüro so mancher pfiffige Selbständige oder Fillialist auf das neue Medium aufmerksam geworden und nutzt seine Vorzüge.

Haben Sie was gemerkt? Die Beispiele stammen alle aus Branchen, in denen Hersteller-/Konzernbindung eine große Rolle spielen. Autohäuser sind meist an Marken/Hersteller gebunden, Versicherungsagenturen repräsentieren einen Anbieter und große Reiseveranstalter wollen ebenfalls mit eigener CI in der Fläche präsent sein.

Eigene Corporate Identity, auch bei den Fachhändlern und Repräsentanten in der Fläche – dafür geben VW und Co Milliarden aus. Während einerseits die letzte Schraube im Shop normiert ist und jeder Quadratzentimeter eines Händlerinserats vorgegeben, verschlafen andererseits dieselben Handelsmarken und Fillialisten den Trend zum lokalen Onlinevideomarketing.

Klar – die Hochglanzprodukton für die Marke, das in Szene setzen des neuesten Modells ist ein gesetzter Standard. Doch Video und Film entwickeln sich mit Hochgeschwindigkeit zum „Below-the-line“-Medium, zu einem relevanten Mittel im Marketing für und von den Fillialen vor Ort.

Wie Anfragen bei SightseekerMedien zeigen, denken die ersten flächendeckend vertretenen Marken über einen einheitlichen Videoauftritt ihrer Händler und Outlets nach. Und haben dabei durchaus verstanden, dass es vor allem darum geht, die Individualität und Besonderheit der Filliale herauszustellen und nicht nur für die Marke zu werben – das geht im Fernsehen auch. Man muss raus, raus zu jedem einzelnen Händler, Vertreter, Filliale – nur so zeigt man die Menschen und Betriebe, die engagiert für die Marke arbeiten und deshalb für den Kunden so wichtig sind.

Noch haben es Marken und Konzerne in der Hand, die Onlinevideo-Aktivitäten ihrer Vertriebspartner weitgehend frei von Wildwuchs zu gestalten. Aber was ist, wenn erst 100 Händler einer Marke mit ganz unterschiedlichen Onlinevideos in allen möglichen Verzeichnissen präsent sind? Wie kriegt man die da wieder raus und auf einen einheltlichen Auftritt umgerubelt?

Das Internet hat ein langes Gedächtnis. Deshalb ist gut beraten, wer frühzeitig Trends wie den zum Onlinevideomarketing erkennt und für sich nutzt. Das gilt auch für die „Großen“ – (Handels-)Marken und Fillialisten.

Add comment 18. April 2009

Onlinevideowerbung – von der Mehrheit der Nutzer akzeptiert

Die aktuelle W3B-Studie belegt die Akzeptanz von Videowerbung im Web

Was für den Anwender umsonst ist, muss dennoch von irgendjemandem finanziert werden – das versteht offenbar auch die Mehrheit der Videonutzer im Web. So kommt die aktuelle W3B-Studie des Internet-Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Fittkau & Maaß zu dem Ergebnis, dass 58% der deutschen Internet-Nutzer Online-Videowerbung akzeptiert.

41,8% wünschen sich den Werbebeitrag vor, 13,9 nach und nur 2 % während des ausgewählten Videos. 26,1% würden auf das Betrachten des Videos verzichten, wenn im Gegenzug Werbung abgespielt würde. Wer regelmäßig Onlinevideos schaut, ist Werbung gegenüber aufgeschlossener – hier beträgt der Verweigereranteil nur ein Sechstel.

Nur 16% der Nutzer würden mehr als 20 Werbesekunden akzeptieren – das Gros wünscht Werbung von maximal 5 Sekunden (28,1%), max. 10 Sekunden (27,9%) oder max. 15 Sekunden (17%).

Den unkreativen Werbern, die schnell mal TV-Spots ins Web portieren, geben die User klar Paroli: Rund zwei Drittel der Internet-Nutzer möchten speziell für das Internet gemachte Video-Werbung.

Add comment 26. März 2009

Onlinevideomarketing – so steigt man als KMU am besten ein

Viele Wege führen zum eigenen Videobeitrag. Welcher ist für Klein- und Mittelbetriebe der beste?

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Noch vor zwei Jahren war es für kleine und mittlere Unternehmen nahezu unmöglich, ohne Schwarzarbeit oder einen befreundeten Videoproduzenten ein ordentliches Video-Kurzportrait über die eigene Unternehmung für unter 1.000 Euro fertigen zu lassen. Heute kann man derartige Beiträge für dreistellige Budgets von Verzeichnismedien wie Telefonbuch- und GelbeSeiten-Verlagen, (Branchen-)Portalen und Suchmaschinen wie Wer liefert Was?, durch lokale TV-Stationen oder durch neuartige Videoproduzenten wie unser Unternehmen SightseekerMedien produzieren lassen.

Welcher Weg ist der Beste? Wie so oft, sollten Sie sich zunächst über Ihre Ziele klar werden, bevor Sie dies entscheiden können. Qualitativ haben diese Produktionen zumeist ale ein ähnliches Niveau. So sind es oft auch nicht die produktionsspezifischen, sondern eher die auf die spätere Verwendung abzielenden Aspekte, in den sich die Produktionen unterscheiden.

• Brauchen Sie eine Videoproduktion nur für einen definierten Zweck (Eintrag in Das Oertliche o.ä.), oder wollen sie damit umfassend und auf diversen Portalen werben?
• Haben Sie besondere technische Anforderungen (Aufführung auf Messen, bei Tagen der offenen Tür) und brauchen Sie z.B. eine für Großbildprojektionen optimierte Qualität?
• Wollen Sie kostengünstig erste Erfahrungen sammeln oder haben Sie bereits so etwas wie eine eigene „Bewegtbildstrategie“?

Der wahrscheinlich kostengünstigste Einstieg sind die Produktionen, die Sie bei Verzeichnismedien im Rahmen von Jahresbuchungen in Auftrag geben können. Diese sind häufig Bestandteil von Paketen, die – je nach Medium – zwischen 50 und 100 € pro Monat zu haben sind. Der große Vorteil: Sie haben gleich eine Jahrespräsenz in einem relevanten Onlineverzeichnis wie den GelbenSeiten oder Wer liefert Was? dabei. Häufig sind die Verlage, die diese Paketangebote geschnürt haben, auch großzügig, was die weiterführende Nutzung dieses Videos zum Beispiel auf Ihrer Unternehmenswebsite oder andere hauseigene Zwecke angeht. Gar nicht, schwieriger oder nur gegen Aufpreis zu haben sind hingegen Nutzungen auf anderen Portalen oder im Fernsehen.

Wer ins Onlinevideomarketing einsteigt, will all dies vielleicht ja auch gar nicht. Dann ist auch das 30sekündige Standardformat eine prägnante Form, um sich und seine Leistungen vorzustellen – und die knapp zweistündige Produktion eine gute und überschaubare Möglichkeit, in dieses neue Medioum und seine Erstellung reinzuriechen.

Wer einen ausführlicheren Beitrag wünscht oder z.B. höhere technische Qualität für die spätere Aufführung auf Beamern oder HD-Displays braucht, kann dies übrigens auch bei einigen der Verzeichnismedien als Add-on buchen. Auch mit diesen Aufpreisen sind die Produkte häufig die kostengünstigsten am Markt.

Wer jedoch von vorneherein davon ausgeht, vielleicht sogar mehrere Beiträge in unterschiedlichen Längen und für eine Vielzahl von Medien zu produzieren und zu optimieren, wird sich in den vorgenannten Paketen nicht unbedingt wiederfinden. Dann empfiehlt sich die direkte Beauftragung etwa bei SightseekerMedien oder einer anderen Produktion, die sich sowohl mit den mittellangen (ca. 1:30 bis 3 Minuten) als auch den kurzen 30sekunden Formaten auskennt. Diese Lösung ist allein deswegen etwas teurer, weil die Bundle-Rabatte der platzierenden Verlage wegfallen – sie ist aber flexibler, weil so die Nutzung für alle Zielmedien sichergestellt werden kann.

Immer häufiger bieten auch lokale Fernsehsender diese Kurzproduktionen ihren Kunden an. Auch hier sollten Sie im Vorfeld die späteren Nutzungsrechte und die technische Qualtät abklären – viele Lokal-TV-Anbieter haben sich in ihrer Ausrüstung voll am „klasischen“ Fernsehen orientiert und können deshalb HD/HDV-Formate nur gegen erhebliche Aufpreise anbieten.

Wei auch immer Sie sich entscheiden – nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, darüber nachzudenken, was sie von einem solchen Video erwarten und wie sie es in den kommenden 12 Monaten einsetzen wollen. Denken Sie nicht für die Ewigkeit, sondern orientieren Sie sich an der Marketingplanung für das kommende Jahr. Dann sind Sie der „richtigen“ Entscheidung schon ein ganzes Stück näher ;-)

Add comment 2. März 2009

Nix Neues bei NewTV

Der Hamburger newTV-Kongress am 19. 2. 09 enttäuschte viele Teilnehmer

In Hamburg hat man ein schönes, plakatives Wort für diese ganze IPTV, WebTV und Wie-auch-immer-Digital-TV gefunden: „newTV“. Dafür hat der seit Jahren aktive und sehr fleißige Förderverin der neuen Medienwirtschaft – der Hamburg@work e.V. um Uwe Jens Neumann – eine eigene Fachgruppe mit über 250 Teilnehmern und breit gefächtern Aktivitäten aufgestellt. Es gibt innovative Förderprogramme vom Senat mit bis 100.000 € Projektförderung, Fachgruppen, Kommunikation, Austausch und Beratung.

Umso bedauerlicher, dass der newTV-Kongress vom 19.2., der Akzente für die junge Branche setzen sollte, in den Augen vieler Teilnehmer die Erwartungen nicht erfüllte. Vielleicht hatte man diesmal einfach kein Glück mit Referenten, die von unverhohlenen Eigenwerbevorträgen bis zu schlecht präsentierten oder inhaltsarmen Vorträgen alles das im Gepäck hatten, was man als zahlender Teilnehmer eben nicht unbedingt hören will.

Vielleicht ist nach knapp zwei Jahren Sondieren, Ausprobieren und Philosophieren bei vielen Insidern die kühne Phantasie einer nüchternen Einschätzung gewichen, wie z.B. bei Klaus Ebert von AS Digital TV, der in Sachen Inhalt und Prösentation zwar zu den löblichen Ausnahmen des Kongresses zählte. Aber auch er äußerte sich weniger strategisch/perspektivisch als eher operativ, Tenor: „Wir verdienen zwar noch kein Geld, aber ich bin sicher, in ein bis zwei Jahren werden wir es tun“. Dafür ist eine klare Herausforderungen zu meistern, und die ist mit einem Wort beantwortet: REICHWEITE. Eine kleine Andeutung zu den Überraschungen von morgen machte er dann doch – anscheinend will man die kreativen Ergebnisse aus der jüngsten Bild.de-Akion, in der die Leser aufgerufen waren, eigene Markenwerbspots zu gestalten, demnächst mal auf ebay versteigern – man darf gespannt sein.

Ein kleines Highlight war immerhin die Diskussionsrunde „Going newTV – who pays the bill?: Monetarisierungsstrategien und Geschäftsmodelle für Bewegtbildinhalte“ mit den Teilnehmern Ingo Wolf von GRID-TV, Frederic Komp von BRAINPOOL, Jean-Pierre Fumagalli von smartclip und Peter Christmann als Beirat und Berater von stream5.

Zwar hatte auf die gestellte Grundfrage niemand so recht was zu sagen, aber immerhin kamen ein paar bedenkenswerte Statements auf den Tisch. Ein paar davon klangen ungefähr so:
• „Die Unternehmen sollten nicht als erste die Frage nach Monetarisierungs-, sondern erstmal nach ihrer Produktstrategie stellen“ (Jean-Pierre Fumagalli);
• „Sowohl auf Anbieter als auch auf Kunden-/Nachfrager-Seite prägt das urspüngliche Geschäftsmodell des agierenden Unternehmens seine Aktivitäten im newTV – es fehlen oft die wirklich passenden Inhalte“ (also: ein Verlag agiert zunächst mal wie ein Verlag, ein Autohersteller wie ein Markenunternehmen etc., kaum einer wie ein dem newTV verpflichteter Anbieter – Ingo Wolf);
• Und Peter Christmann hob zum big picture an: Er sieht keinen Weg zurück – die „Gesellschaft audiovisualisert sich“ – trotzdem sieht er uns noch im „Neolithikum des Videomarketings“.

Nun – seit der Jungsteinzeit sind gut 7500 Jahre vergangen. In denen gab es auch nicht jedes Jahr einen Kongress zum Fortgang der Menschheitsgeschichte. Vielleicht verdient auch das newTV einfach mal etwas Zeit, in der jeder seinen Job macht und in der das Operative und nicht das Perspektivische im Vordergrund steht. Und dann reicht ein Get-together, damit man mal einen Kaffee zusammentrinkt und die üblichen Verdächtigen trifft – es muss ja nicht gleich ein eigener Kongress sein.

Add comment 21. Februar 2009

3,85 Mio. $ für YP.com

Kurze Domains zahlen sich aus – zumindest für den bisherigen Inhaber der Domain „YP.com“. Das Kürzel für „YellowPages“ war bis Ende 2008 im Besitz von LiveDeal (zuvor YP Corp.), einer Firma, die online Kleinanzeigen und Businesslistings kombiniert. TechCrunch berichtete kürzlich, dass diese Domain nun für 3,85 Mio US-$ an die AT&T-Tochter YellowPages (einer der US-GelbenSeiten-Anbieter) verkauft wurde.

Die Bewertung dieser Domain spiegelt den hohen Stellenwert wider, den amerikanische Verzeichnismedien ihren Onlineangeboten – nicht zuletzt aufgrund der steigenden Bedeutung von Onlinevideowerbung – beimessen.

Add comment 14. Februar 2009

Sonnige Aussichten für Videomarketing

Der US-amerikanische Info- und Researchdienst Emarketer aktualisiert seine Prognosen für den US -Onlinewerbemarkt und sagt dem Videomarketing beste Perspektiven voraus

Während traditionelle Werbemärkte stark unter der aktuellen Rezession leiden, behauptet sich das Wachstum im US-Online-Werbemarkt. Allerdings auf schwächerem Niveau – die Zeiten zweistelligen Wachstums sind insgesamt vorbei, während sich einzelne Segmente – vor allem Video – stark überdurchschnittlich entwickeln werden.

Betrachten wir zunächst die Reichweiten. Schon heute erreichen Onlinevideos vier Fünftel der US-amerikanischen Internetnutzer, Onlinevideowerbung kommt bei gut zwei Dritteln an. Bis zum Jahr 2012 erwartet emarketer, dass neun Zehntel der US-amerikanischen Internetnutzer Videos rezipieren, und vier Fünftel auch Onlinevideowerbung betrachten:

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Doch was bedeutet das für die werbetreibende Wirtschaft? Der emarketer hat seine bisherigen Projektionen mit denen des IAB (Interaktive Advertising Bureau) und von PwC (PricewaterhouseCoopers) abgeglichen und aktualisiert. Folgende Umsatzentwicklung sieht emarketer für die folgenden Jahre:

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Für 2009 immerhin noch ein Gesamtvolumen von 25,7 Mrd. Dollar – oder 8,9% mehr als die 23,6 Mrd. Dollar, die im laufenden Jahr in die Onlinewerbemärkte fließen. Noch im August, vor dem bisherigen Höhepunkt der aktuellen Krise, waren die Analysten von 14,5% Wachstum ausgegangen. Der wichtigste Bereich innerhalb des Onlinemarketing bleibt die Suche mit rund 46% Anteil – ein Wert, der auch in den kommenden fünf Jahren nahezu konstant bleibt. Video jedoch entwickelt sich bis 2013 von knapp 2,5% Marktanteil auf 11%.

Folgende Übersicht vergleicht die Wachstumsraten der unterschiedlichen Onlinewerbeformen von 2008 bis 2013:

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Fazit: Dreistellige Wachstumraten für Onlinevideomarketing werden zwar nicht mehr prophezeit – aber es bleibt auch in neuesten Prognosen das dynamischste Segment der Onlinewerbung.

Add comment 29. November 2008

Videomarketing in Zeiten der Krise

Welchen Stellenwert kann Videomarkting einnehmen, wenn die Wirtschaft unter Druck gerät?

Budgets werden eingefroren, Kampagnen gestoppt, die Planungen für 2009 reduziert – turbulente Börsen und restriktiven Banken fordern ihren Tribut. Werbetreibende aller Größenordnungen überprüfen ihre Ausgaben, viele verordnen vorsorglich strikten Sparkurs. Wie stark ist, wie starke sollte Videomarketing davon betroffen sein?

Betrachten wir zunächst die Videowerbung, die kurzen Clips, die vor, nach und teilweise auch als Overlay über Videos patziert werden, die sich Nutzer im Web ansehen. Hier haben die deutschen Mediaagenturen bisher nur sehr vereinzelt vom spezifischen Potential dieses Mediums profitiert, durch gezielte Belegung und Definition klarer Werbeumfelder sehr spitz (und damit effektiv) Zielgruppen anzusprechen. Meines Erachtens haben gerade in schwierigen Zeiten Betreiber von hochwertigen (weil redaktionell geprägten) Onlinevideoportalen wie spiegel.de, stern.de, brigitte.de oder auch bild.de, die Chance, Werbetreibenden die im Vergleich zu anderen Werträgern günstigen Leistungen und Reichweiten zu vermitteln.

Noch positiver sehe ich jedoch Onlinevideomarketing, das über diese Form der Videowerbung hinausgeht. Denn Klein- und Mittelbetriebe, die nun den Werbeeuro zweimal umdrehen, werden schnell erkennen, dass er für einen eigenen Videobeitrag sehr gut angelegt ist:

• Hohe Informationstiefe: Getreu dem Motto „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ bekommt der Betrachter eine sehr viel höhere, vielschichtigere Informationsdichte als bei den meisten anderen Medien – von der Broschüre bis zum Webautritt. Dass muss keineswegs immer die pure Sachinformation sein (z.B. Gründungsdatum des Unternehmens, Mitarbeiterzahl oder Leistungsdaten). Oft sind es eher subjektive Eindrücke (Sympathie des Auftretenden, Stil der Einrichtung, Frische, Modernität).

• Universelle Verwendbarkeit: Ein Videobeitrag kann sehr vielfältig genutzt werden, deshalb setzen sich auch die Herstellungskosten vielfältig in Wert. Von der Platzierung auf der eigenen Homepage über die Nutzung im Schaufenster oder auf Messen bis zur Integration ins ein PDF-Dokument, das bei allen Akquisitions- und Angebotmails angehängt wird. Aber auch zur klassischen Kundengewinnung kann so ein Video taugen – etwa durch Ausstrahlung im Lokalfernsehen, der Platzierung in den Online-Angeboten der GelbenSeiten und Telfonbuchverlage, auf regionalen Websites und der gegenseitigen Platzierung auf „befreundeten“ Websites.

• Responseorientierung: Ideal ist es, sein Onlinevideo so zu platzieren oder so zu gestalten, dass eine schnelle Reaktion potentieller Kunden (per Email oder Telefon) möglich ist. Denn dann registriert man unmittelbar den Erfolg dieser Maßnahme.

• (Nicht zuletzt:) Kostengünstige Erstellung. Viele GelbeSeiten und Telefonbuchverlage erstellen ihren Kunden ein 30sekündiges Onlinevideo gratis im Rahmen einer Online-Jahresplatzierung in den entsprechenden Onlineverzeichnissen für ca. 600 €. Bei SightseekerMedien ist ein Basisportrait, das vom Kunden universell verwendet werden kann, ab 499 € (plus 95€ Spesen) zu haben. Das belegt: Ein Onlinevideo, dass über Jahre hinweg genutzt werden kann, kostet in etwa soviel wie die einmalige Schaltung einer mittleren Formatanzeige in Tageszeitung oder Zielgruppenzeitschrift.

Wer kühl rechnet und sich überlegt mit den Möglichkeiten des Onlinevideomarketings auseinandersetzt, wird an diesem Medium kaum vorbei kommen. Wer die vorhandenen Beispielen auf das eigene Geschäft überträgt, wird sich vielleicht sogar in schweren Zeiten ein wenig für eine neue (Selbst-)Darstellungsform begeistern.

Add comment 12. Oktober 2008

Onlinevideomarketing vs. Onlinevideowerbung – es fehlt an Trennschärfe!

Es wird Zeit, präziser zu formulieren, um ein besseres Bild vom vom Markt zu bekommen

Vermutlich ist es normal, dass neue Dinge zunächst mal mit Althergebrachtem identifiziert werden. Unser heute allgegenwärtiges Automobil wurde zunächst als „Motorkutsche“ (Foto oben Daimlers Motorkutsche von 1886, Foto: Enslin) oder „Motorwagen“ in die Welt gesetzt.

In der Onlinewelt verhält es sich in Sachen Videowerbung oder Videomarketing meines Erachtens derzeit ähnlich wie im Automobilbau des Vor-Vorigen Jahrhunderts. Onlinevideowerbung ist ein gern genutztes Schlagwort, und jeder (mich eingeschlossen) deutet das hinein, was ihm dazu gerade in den Kram passt.

Die in der Mediawelt dominierende Fraktion subsumiert unter Onlinevideowerbung Formate, die inhaltlich wie formal von der TV-Werbung abgeleitet sind. Gern wird argumentiert, diese müssten noch knackiger, noch schneller auf den Punkt kommend in Szene gesetzt sein. Denn wenn sie vor dem vom User ausgewählten Beitrag platziert werden (als „Pre-roll“), dann dürfe der Anwender ja nicht vergrault werden – er kann ja schließlich jederzeit wegklicken. Und auch im Nachspann eines solchen Beitrags („post-roll“) soll der Anwender ja noch aufmerksam bleiben und nicht seine Unterhaltung stattdessen in den Weiten des Webs suchen. Dass ich diese Form der Onlinevideowerbung ungefähr so sehe wie die oben abgebildete Motorkutsche im Verhältnis zum „richtigen“ Automobil – das in unserem Markt noch erst konstruiert werden muss – habe ich hier bereits mehrfach deutlich gemacht. Aber dass man diese Werbeform zurecht als Onlinevideowerbung bezeichnet, will auch ich nicht leugnen. ;-)

Doch es gibt durchaus Experten, die unter Onlinevideowerbung weit mehr subsumieren als die kurzen Clips. So haben die Kollegen vom eMarketer in einer aktuellen Studie über die zukünftige Entwicklung der Onlinevideowerbung das Feld recht weit aufgemacht:

„New models for online video advertising, such as through widgets, or new/old models, such as product placement and sponsorship, will coexist with increasing use of in-stream ads (for example, preroll), which are currently associated with traditional TV content.“

Stopp!

Nicht alles, was Bewegtbild ist und wirtschaftlichen Zwecken dient, ist gleich Onlinevideowerbung – eine solche Begriffsverwässerung nützt uns nichts. Wer den Oberbegriff sucht, sollte zu Onlinevideomarketing greifen, eine Vokabel, die Greg Sterling in seinem Blog Screenwerk schon seit geraumer Zeit nutzt.

Und gern räume ich ein, dass auch die von mir präferierten „neuen“ Onlinevideoformate, die eine Mischung aus redaktioneller Berichterstattung, PR und Werbung sind, besser unter Onlinevideomarketing als unter Onlinevideowerbung zu subsumieren sind. Aber wir lernen halt noch alle dazu…

Add comment 5. Oktober 2008

Videoproducer – ein Traumberuf?

Die einen sprechen von Videojournalisten, andere gar von „Video-Jockeys“ (wo reiten sie denn?!?), die Kollegen von Sightseeker haben sich auf den Begriff „Video-Producer“ festgelegt. Scheint mir folgerichtig, denn ordentliche Videowerbung darf und sollte zwar journalistische Elemente beinhalten – aber es wäre wohl etwas vermessen, die Ergebnisse am Ende als „Journalismus“ zu verkaufen.

Deshalb nennt Sightseeker das Team an der Front „Video-Producer“. Sie erstellen die Videobeiträge, die mit werblichen-/PR- und letztlich auch journalistischen Elementen u.a. auf der Tourismussite Sightseeker.de zu finden sind. Von der Drehorganisation über den Dreh vor Ort bis zum Schnitt und Dateiupload reicht ihr Tätigkeitsspektrum. Obwohl über ganz Deutschland verstreut, ist Mobilität erwünscht: die Mannschaft, bestehend aus knapp zwei Dutzend fest angestellten und freien Videoproducern, ist im gesamten deutschsprachigen Raum unterwegs.

Sightseeker hat sich vorgenommen, Ende des laufenden Jahres rund 10.000 Videos produziert zu haben – selbstverständlich nicht alle für die eigene Website. Um neue Producer „auf den Geschmack zu bringen“ haben wir jetzt einen kleinen Trailer gedreht – hier isser!

Add comment 17. Mai 2008


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