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Videomarketing macht Immobilien mobil

In den USA etabliert, hierzulande in den Startlöchern: Immobilienmarketing mit Video

In kaum einer Branche wird der Wandel von einer traditionellen Vertriebs- zu einer innovativen Marketingstruktur so deutlich wie in der Immobilienwirtschaft. Klar – die „Deals“ werden nach wie vor von Menschen gemacht, und ebenfalls klar: die Spielregeln zwischen Wohn- und Gewerbeimmobilien differieren durchaus.

Aber in den USA werden bereits 80% der Erstkäufer von Immobilien auf ihr neues Objekt (und den dazugehörigen Makler) über das Internet aufmerksam – so zumindest Diane M. Ramirez von Halstead Property in ihrer Firmenpräsentation auf Halstead ProperTV). So nimmt es nicht wunder, dass der Kampf um die beste Präsentation im Internet voll entbrannt ist – und das Medium Video dabei in vorderster Front etabliert wird.

Videopräsentationen von Immobilien erhöhen die Wertzuweisung einer Immobilie um ca. 6%, so ReelSEO. Eine aussagekräftige Statistik über Nutzungsdauer und -intenistät von Onlinevideos für Immobilien habe ich leider noch nicht gefunden – Makler, die damit experimentieren, berichten jedoch von bis zu doppelt so häufigen Aufrufen von Onlineeinträgen mit Videos und deutlich besseren Umschlagszeiten von mit Videos portraitierten Immobilien.

Auch wir bei SightseekerMedien haben uns der Thema zugewandt und Argumente und Pilotproduktionen auf einer Seite zusammengefasst. Deutlich wurde uns, dass die Aufbereitung hochwertiger Immobilien mit dem Medium Video nicht im Vorübergehen zu machen ist – um Räume und Gebäude gut zu erzählen, bedarf es doch technischer Hilfsmittel, die über die Standardaustattung eines Videoproducers hinausgeht.

In den USA bieten mittlerweile gut ein halbes Dutzend überregional tätiger Videodienstleister ihre Dienste an – herausragend dabei WellcomeMat (Produktion in Kooperation mit Turnhere) und Agentcasts. Vorherrschendes Format ist eine Objekt- und Videomoderation durch den betreuenden Makler sowie ein mehr oder minder detaillierter Rundgang durch das protraitierte Anwesen.

Die Innovatoren unter den Maklern denken aber längst einen Schritt weiter. Sie begreifen das Medium Video als zentrale Vermittlungs- und Kommunikationsinstanz in ihrem Geschäft. So präsentiert Halstead in seinem Halstead ProperTV nicht allein die angebotenen Objekte, sondern auch Entwicklungsprojekte, Stadtviertel oder die Makler in den Fillialen vor Ort. Aus dem Hilfsmedium Video wird ein veritabler IPTV-Kanal rund um Leistungen und Produkte des Maklers – ein Programm, dass für einen Stadtneuling oder Umzugswilligen durchaus interessant ist.

Die Radikalen jedoch setzen sogar TV-Formate wie Big Brother aufs Immobilienmarketing um. So hat der Kandier Kye Grace 72 in einem Appartment gelebt, sich dabei live streamen lassen, Fragen zum Objekt online beantwortet und sich die ganze Veranstaltun auch noch sponsern lassen. Ein Interview dazu (leider in beklagenswerter Qualität):

Wie man sieht: Im Onlinevideomarketing für Immobilien gibt es derzeit mehr Phantasie als in ihrer Wertentwicklung…

3 comments 30. Mai 2009

Videowerbung, Videomarketing & Co: der erste Blog-Birthday ;-)

Dieser Blog hat heute seinen ersten Geburtstag. Und ich stelle mir die Frage: Hat unsere Branche schon das Laufen gelernt?

Einen Blog zu starten, ist wie eine Reise ins Blaue. In diesem Fall mit einem gewichtigen Unterschied zur geografischen Reise: Auch die Landkarte definiert sich täglich neu.

Im Schnitt alle vier bis fünf Tage habe ich im vergangenen Jahr Fundstellen aufgelesen, Trends kommentiert und praktische Hilfen zum Dreh vor Ort gegeben. Dabei heraus kamen 80 Beiträge in 7 Kategorien und bis heute knapp 8000 Aufrufe. Dank an all diejenigen, die den Blog verfolgen: Es motiviert, zu sehen wie die Abrufkurven kontinuierlich steigen!

Aber reden wir noch über das gleiche wie vor einem Jahr? Im Prinzip ja, doch in vielen Details nein. In Ermangelung eines besseren Begriffs kreisten zunächst viele Posts um den Begriff Videowerbung – auch für Produktionen, die weniger Werbeclip als vielmehr Image waren. Erst im Laufe des Jahres gewann der Begriff Videomarketing an Bedeutung. Er beschreibt diese Produktionen viel besser und wird, zumindest in der Fachöffentlichkeit, zunehmend genutzt. Die meisten Kunden können damit leider noch nicht viel anfangen – aber das wird schon noch kommen :-)

A propos Kunden: Schwindelerregene Zuwachsraten prognostizierten die Internetauguren für dieses Segment. Angekommen, zumindest in Deutschland, ist diese Welle jedoch noch nicht. Wirtschaftskrise? Gewiss. Aber auch ein weiteres Beispiel dafür, dass Übergangsprozesse ihre Zeit brauchen. Emails sind dem Fax in vielerlei Hinsicht überlegen – und doch brauchte der Übergang vom einen zum anderen Zeit, und es wird noch viele Jahre Faxe geben.

Print- und Videomarketing haben eine vergleichbare Dualität: Video kann so viel bieten, was in Wort und (Stand-)Bild nicht auszudrücken ist. Es ist in vielerlei Hinsicht ein absolut überlegenes Medium. Ich wiederhole gern: Video ist das Leitmedium unserer Zeit. Doch vorherrschend ist heute die Schrift – und das wird sie auch auf Jahre hinaus bleiben.

Gleichwohl waren Kommunikationsinnovatoren schon immer besonders erfolgreich. Und davon werden auch die Firmen profitieren, die jetzt – in einem frühen Marktstadium – auf Videowerbung und Videomarketing im Internet setzen. Denn sie bieten ja heute schon an, was die Kunden morgen wie selbstverständlich erwarten. Ein Onlineshop ohne Bewegtbild? Unattraktiv. Eine Website ohne Videoportrait? Altbacken und unpersönlich. Eine Stellenausschreibung ohne Unternehmensfilm? Verschnarchter Arbeitgeber…

Bis dahin werden wir, Dienstleister im Bereich Videomarketing wie SightseekerMedien, noch eine Menge Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit leisten müssen. Denn noch steckt die Branche in den Kinderschuhen. Für große Sprünge reichts noch nicht – doch das ist nur eine Frage der Zeit.

Add comment 17. Mai 2009

Das Los des Trendsetters: kopiert zu werden

Als Geschäftsführer von SightseekerMedien frage ich mich: Soll ich mich über Nachahmer und Kopisten freuen oder ärgern?

Ich erinnere mich gut an die langen Nächte vor rund einem Jahr, als wir bei SightseekerMedien fast rund um die Uhr durchs Web surften. Wir wollten herausfinden, wie sich andere Videoproduktionen präsentierten, wollten Wege finden, möglichst konkret, nachvollziehbar und transparent aufzutreten. Wir wollten eine Unternehmenswebsite veröffentlichen, die unseren Kunden nützt und auf diesem Wege Vertrauen schafft.

Wir fanden heraus, dass es (zumindest im deutschsprachigen Raum) kaum einen Anbieter gab, der Produkte zu Festpreisen anbot. Wir merkten, dass kaum ein Anbieter überhaupt in „Produkten“ dachte. Und wir hatten den Eindruck, dass viele lieber in mehr oder minder nebulösen Versprechen schwelgten, statt konkret zu sagen, was sie für Budget „x“ leisten wollten.

Heute gibt es mindestens ein Dutzend von Film- und Videoproduktionen, die Festpreisangebote, transparente Leistungsbeschreibungen und klare Produktdefinitionen in den Mittelpunkt ihrer Webpräsenzen gestellt haben. Das finden wir gut, denn so kann der Kunde vergleichen. Und wird vielleicht merken, dass der eine zwar billiger, aber nur in einer Region aktiv ist. Der andere verspricht schöne Qualität, deckt aber nur wenige Themenwelten ab. Und der Dritte stellt ein Riesennetzwerk von Produzenten in den Vordergrund – es fehlt aber die Qualitätsdefinition. Alles ist ok – der Kunde soll für seinen Bedarf auswählen und entscheiden. Und wenn dabei andere Anbieter als SightseekerMedien das Rennen machen, ist das ebenfalls ok: Sie haben offensichtlich die Aspekte auf den Punkt gebracht, die den Bedürfnissen des jeweiligen Kunden entsprechen.

Bitter wirds nur, wenn Leistungsversprechen oder Argumentationen quasi per „Cut and Paste“ in die jeweilige Website integriert werden. Erinnern Sie sich noch an meinen Blogbeitrag: „Klappe – Sie sind der Star! oder: Wie verhält man sich beim Videodreh?“? Vergleichen Sie ihn doch mal mit „So klappt es beim Videodreh: Zehn hilfreiche Tipps aus der Praxis“. Kennen Sie noch die HörZu-Rubrik „Original und Fälschung“? Dann suchen Sie doch mal bei beiden Beiträgen die Unterschiede!

Wir leben in einer jungen Branche – jedenfalls dann, wenn wir versuchen, kostengünstige Alternativen zur „etablierten“ Videoproduktion aufzuzeigen und die Produktion fürs „Web“ in den Mittelpunkt zu stellen. Und natürlich hat man da ein Auge auf Wettbewerber und Mitstreiter, auf Akteure und Nachahmer. Auch wir schauen regelmäßig, was beispielsweise die Kollegen von targa.tv, elios.tv, tiva.tv oder von newsonvideo so machen. Wir lassen uns anregen, versuchen zu lernen, uns abzugrenzen, besser zu machen. Fragen uns oft genug: Haben die Kollegen von XXXX jetzt auch die Anfrage über die 800 Autohändler? Was YYYYY wohl für die 200 Catwalk-Filme nehmen würde? Ob ZZZZZZ wohl jetzt auch im Healthcare-Bereich unterwegs ist – wenn ja: mit welchen Produkt und Leistungsversprechen?

All das ist normal. Alle vorgenannten Player stehen teils auf eigenen, teils auf gemeinsamen Spielplätzen. Und alle arbeiten gemeinsam an einem Markt, den sie – nicht einmal gemeinsam – werden abdecken können.

Aber wie war das nun mit den Kopisten – was tun die für den Markt? Entscheiden Sie selbst. Lassen Sie sich doch von denen mal anregen, was Neues erklären, oder was Altes neu erklären. Und wenn Sie’s nicht befreidigt, dann greifen Sie vielleicht doch lieber zum Original ;-)

3 comments 6. Mai 2009

Video-Visitenkarte: Herausforderung 30 Sekunden

Wieviel Botschaft kann man in einer 30sekündigen Videovisitenkarte unterbringen? SightseekerMedien im Selbstversuch

Onlineverzeichnisse wie Wer liefert Was? und GelbeSeiten bieten als Standardformat 30sekündige Videoportraits an. Wir bei SightseekerMedien nennen diese „Video-Visitenkarten“. Im Rahmen der von den Verlagen angebotenen Standardprodukte gibt es fest definierte EInstellungen, eine passende Musikbibliothek sowie eine erprobte Dramaturgie.

Wer ein etwas individuelleres Produkt wünscht, gibt eine eigene Video-Vistenkarte in Auftrag und kann diese bei den Verzeichnismedien im Rahmen der jeweiligen Veröffentlichungspakete hochladen. Die Herausforderung: Wie bringe ich auf 30 Sekunden die wichtigsten Infos zum Unternehmen ‘rüber? Was zeichnet uns aus, was ist unsere Leistung, für wen arbeiten wir? Dabei sollte das Zeitlimit unbedingt eingehalten werden – es gibt durchaus Verlage, die Beiträge von mehr als 30 Sekunden Dauer nicht akzeptieren.

Wir haben jetzt den Selbstversuch gewagt und in eigener Dramaturgie eine solche Visitenkarte für SightseekerMedien produziert. Dabei haben wir bewusst kein Equipment eingesetzt, dass nicht auch bei der Produktion „normaler“ Video-Visitenkarten zum Einsatz käme (Bluescreen o.ä.). Musik, Schnitt und Motivwahl sind jedoch individuell – schauen Sie mal rein!

5 comments 29. April 2009

Umfrageergebnis: Das Gros der Videoproduktionen kostet über 5000 €

Nicht repräsentativ, aber dennoch interessant – meist geben Auftraggeber mehr als 5000 € für ihre Videoproduktion aus

Gern jammere ich darüber, dass bei meinen kleinen Umfragen viiiiiiel zu wenig Leser teilnehmen. Aber auch aus 10 Antworten kann man einen Trend ablesen. Vor rund 6 Wochen fragte ich: Wieviel Geld haben Sie für eine Videoproduktion ausgegeben? Nun haben immerhin 10 Blogleser geantwortet, und ich möchte die Ergebnisse nicht für mich behalten:

• Je 3 haben über 5.000 € oder sogar über 10.000 € für eine Videoproduktion in die Hand genommen
• 2 gaben zwischen 2.500 und 5.000 € aus
• Einer lag unter 500 €, ein weiterer zwischen 1.000 und 2.500 €

Wie’s scheint, haben die standardisierten Angebote von Telefonbuchverlagen/GelbeSeiten, Wer liefert was? oder auch aus unserem eigenen Haus – SightseekerMedien – durchaus noch eine Außenseiterstellung. Aber erstens entwickelt sich dies kontinuierlich – und zweitens können wir zum Glück auch „teuer“…

Add comment 18. März 2009

Onlinevideomarketing – so steigt man als KMU am besten ein

Viele Wege führen zum eigenen Videobeitrag. Welcher ist für Klein- und Mittelbetriebe der beste?

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Noch vor zwei Jahren war es für kleine und mittlere Unternehmen nahezu unmöglich, ohne Schwarzarbeit oder einen befreundeten Videoproduzenten ein ordentliches Video-Kurzportrait über die eigene Unternehmung für unter 1.000 Euro fertigen zu lassen. Heute kann man derartige Beiträge für dreistellige Budgets von Verzeichnismedien wie Telefonbuch- und GelbeSeiten-Verlagen, (Branchen-)Portalen und Suchmaschinen wie Wer liefert Was?, durch lokale TV-Stationen oder durch neuartige Videoproduzenten wie unser Unternehmen SightseekerMedien produzieren lassen.

Welcher Weg ist der Beste? Wie so oft, sollten Sie sich zunächst über Ihre Ziele klar werden, bevor Sie dies entscheiden können. Qualitativ haben diese Produktionen zumeist ale ein ähnliches Niveau. So sind es oft auch nicht die produktionsspezifischen, sondern eher die auf die spätere Verwendung abzielenden Aspekte, in den sich die Produktionen unterscheiden.

• Brauchen Sie eine Videoproduktion nur für einen definierten Zweck (Eintrag in Das Oertliche o.ä.), oder wollen sie damit umfassend und auf diversen Portalen werben?
• Haben Sie besondere technische Anforderungen (Aufführung auf Messen, bei Tagen der offenen Tür) und brauchen Sie z.B. eine für Großbildprojektionen optimierte Qualität?
• Wollen Sie kostengünstig erste Erfahrungen sammeln oder haben Sie bereits so etwas wie eine eigene „Bewegtbildstrategie“?

Der wahrscheinlich kostengünstigste Einstieg sind die Produktionen, die Sie bei Verzeichnismedien im Rahmen von Jahresbuchungen in Auftrag geben können. Diese sind häufig Bestandteil von Paketen, die – je nach Medium – zwischen 50 und 100 € pro Monat zu haben sind. Der große Vorteil: Sie haben gleich eine Jahrespräsenz in einem relevanten Onlineverzeichnis wie den GelbenSeiten oder Wer liefert Was? dabei. Häufig sind die Verlage, die diese Paketangebote geschnürt haben, auch großzügig, was die weiterführende Nutzung dieses Videos zum Beispiel auf Ihrer Unternehmenswebsite oder andere hauseigene Zwecke angeht. Gar nicht, schwieriger oder nur gegen Aufpreis zu haben sind hingegen Nutzungen auf anderen Portalen oder im Fernsehen.

Wer ins Onlinevideomarketing einsteigt, will all dies vielleicht ja auch gar nicht. Dann ist auch das 30sekündige Standardformat eine prägnante Form, um sich und seine Leistungen vorzustellen – und die knapp zweistündige Produktion eine gute und überschaubare Möglichkeit, in dieses neue Medioum und seine Erstellung reinzuriechen.

Wer einen ausführlicheren Beitrag wünscht oder z.B. höhere technische Qualität für die spätere Aufführung auf Beamern oder HD-Displays braucht, kann dies übrigens auch bei einigen der Verzeichnismedien als Add-on buchen. Auch mit diesen Aufpreisen sind die Produkte häufig die kostengünstigsten am Markt.

Wer jedoch von vorneherein davon ausgeht, vielleicht sogar mehrere Beiträge in unterschiedlichen Längen und für eine Vielzahl von Medien zu produzieren und zu optimieren, wird sich in den vorgenannten Paketen nicht unbedingt wiederfinden. Dann empfiehlt sich die direkte Beauftragung etwa bei SightseekerMedien oder einer anderen Produktion, die sich sowohl mit den mittellangen (ca. 1:30 bis 3 Minuten) als auch den kurzen 30sekunden Formaten auskennt. Diese Lösung ist allein deswegen etwas teurer, weil die Bundle-Rabatte der platzierenden Verlage wegfallen – sie ist aber flexibler, weil so die Nutzung für alle Zielmedien sichergestellt werden kann.

Immer häufiger bieten auch lokale Fernsehsender diese Kurzproduktionen ihren Kunden an. Auch hier sollten Sie im Vorfeld die späteren Nutzungsrechte und die technische Qualtät abklären – viele Lokal-TV-Anbieter haben sich in ihrer Ausrüstung voll am „klasischen“ Fernsehen orientiert und können deshalb HD/HDV-Formate nur gegen erhebliche Aufpreise anbieten.

Wei auch immer Sie sich entscheiden – nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, darüber nachzudenken, was sie von einem solchen Video erwarten und wie sie es in den kommenden 12 Monaten einsetzen wollen. Denken Sie nicht für die Ewigkeit, sondern orientieren Sie sich an der Marketingplanung für das kommende Jahr. Dann sind Sie der „richtigen“ Entscheidung schon ein ganzes Stück näher ;-)

Add comment 2. März 2009

Wie wird man eigentlich „Videoproducer“?

Viele Wege führen noch Rom – ein schneller Weg zum Videoproducer führt über die „Producer-Academy“.

Wie sichert man die Qualität bei dezentralen Services? Was bei McDonalds, Fielmann oder Tchibo noch relativ einfach wirkt (obwohl auch dort schon eine Menge Standardisierung und Taining dazugehört), wird spätestens dann zum mittelschweren Unterfangen, wenn Individuen die wesentlichen Leistungsträger sind. Beispiel Datev: Das Rechenzentrum ist für das Gros der deutschen Steuerberater gleich – die tatsächlich gebotene Leistung jedoch höchst unterschiedlich (da wir mit unserer Kanzlei extrem zufrieden sind, setz ich doch gleich mal einen Link zu Consulere).

Doch bei dezentralen Videoproduktionen, in denen ein Mensch als Allrounder filmt, den Ton aussteuert, das Interview und die Portraitierten durch den Beitrag führt, vielleicht auch noch Licht setzt und den Beitrag am Ende schneidet? Da ist Subjektivität im Spiel, und da spielt Persönlichkeit eine große Rolle. Beides ist gut – wenn es auf solidem Know-how aufbaut und im Rahmen verabredeter Spielregeln (= verbindlicher Produktdefinitionen) erfolgt.

Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Videoproducer bei SightseekerMedien von Anfang an intensiv und zunächst individuell geschult. Getreu dem Motto „Radfahren lernt man auf dem Fahrrad“ haben wir massiv darauf gesetzt, praktisch und ergebnisorientiert zu arbeiten, selbst wenn bei so manchem die ersten Ergebnisse noch nicht überzeugen konnten. Und da es uns zudem darauf ankam, lieber ein Dutzend qualifizierter als ein paar Hundert Producer mit eher zufälligem Kenntnisstand zu betreuen, setzten wir auf individuelles Coaching, das der erfahrene Kameramann Michael Baum Vollzeit betrieb.

Doch mit kontinuierlichem Wachsen unseres Netzwerks war die ausschließlich individuelle Betreuung irgendwann nicht mehr möglich. Hinzu kam der Wille, die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche und Fertigkeiten eines Videoproducers auch mit entsprechenden Experten auszubilden – schließlich sind Disziplinen wie Licht, Ton, Interview oder Schnitt recht vielfältig.

Seit Sommer 2008 wurden zunächst monatlich einwöchige (Grund-)Kurse abgehalten. Im Spätherbst wurde das System zusehends modularisiert, neben die Basisschulung traten ein- bis dreitägige Kurse zu Themen wie Licht, Schnitt, Ton oder zur Schulung auf spezielle Formate.

Nun haben wir das Programm neu gegliedert und in eine eigene Einheit ausgegliedert: die Producer-Academy. Sie hat das Ziel, sich zu einer von SightseekerMedien durchaus unabhängigen Ausbildungsstätte zu entwickeln, die Ein- und Umsteiger in Sachen Videoproducer qualifiziert und entwickelt. Im Mittelpunkt steht der bild- und imageorientierte Beitrag, nicht so sehr die journalistische Recherche und Aufbereitung. Videomarketing statt Videojournalismus – dahin zielt die Producer-Academy ab.

Das Referententeam um Michael Baum wurde um Helmuth Frauendorfer, Henrik Fehse, Ingo Feuker und René Gebhart erweitert, die Anzahl der Kurse auf zunächst vier bis fünf pro Monat erweitert. Je nach Thema sind drei bis acht Teilnehmer pro Kurs sind geplant, alle Teilnehmer werden – sofern sie selbst nicht darüber verfügen – für den Kurs mit professionellem Equipment ausgestattet. Weitere Themen sind bereits in Vorbereitung.

Der Markt für Videomarketing wächst rasant. Noch fehlen Standards – wir hoffen, mit der Producer-Academy einen langfristigen Beitrag zur Qualifizierung in diesem Markt zu leisten.

Add comment 2. Februar 2009

Wer bleibt wie lange dabei? Oder: Wie lang darf ein Onlinevideo sein?

Tubemogul hat’s untersucht: Rund 10% der Videobetrachter sind nach 10 Sekunden weg – über 50% schaffen nicht mal eine Minute

Der kalifornische Distributionsservice für Onlinevideos, Tubemogul, hat sich mit der durchschnittlichen Betrachtungsdauer von Onlinevideos beschäftigt. Die Ergebnisse werden vielen nicht gefallen: Die meisten Betrachter bleiben nur Sekunden, die wenigsten Minuten dabei. Die genauen Ergebnisse:

tubemogul

Nun behaupte keiner, Tubemogul habe seine Erkenntnisse aus einer begrenzten Zufallsauswahl gewonnen: Der Untersuchung lagen 188.055 Videos auf sechs „Top-Videosites“ (so Tubemogul) mit insgesamt 22.724.606 Streams zugrunde – allerdings ohne den Marktführer YouTube, die den TubeMogul-Code derzeit nicht unterstützen. Und: betrachtet wurden ausschließlich Kurzformate – ganze TV-Episoden, wie z.B. auf Hulu verfügbar, wurden nicht in die Untersuchung einbezogen.

Was kam nun raus? Über 10% der Betrachter sahen unter 10 Sekunden, rund 20% bis zu 20 Sekunden, ungefähr ein Drittel war nach 30 Sekunden ausgestiegen. Länger als eine Minute blieben nur 46,44% dabei, zwei Minuten überlegten weniger als ein Viertel der Betrachter (23,71%), und nach fünf Minuten saß nurmehr ein knappes Zehntel vor dem Schirm (9,42%).

Heißt das nun, dass ein gutes Webvideo nicht länger als 30 Sekunden sein darf?

Ich glaube, diese Interpretation wäre falsch. Belegt wird zunächst nur, wie selektiv Internetnutzer in der Auswahl der sie interessierenden Webvideos sind. Was nicht gefällt, wird gnadenlos weggeklickt – warum auch seine Zeit damit verbingen? Mit Onlinevideos wird offensichtlich nicht viel anders verfahren als mit den Ergebnissen einer Google-Suche: reinklicken, Inhalt checken, wenn unpassend, dann raus und die nächste Fundstelle betrachten.

Ein weiterer Punkt ist die Erwartungshaltung der Anwenderschaft. Die meisten der hier agierenden Probanden hatten – weil es halt noch die vorherrschende Videonutzung im Web ist – vermutlich nichts als Unterhaltung und Zerstreuung im Sinn. Und was da nicht gleich poppt, poppt nicht und muss dem nächsten Clip weichen. Wenn ich hingegen ein Sachinteresse mit dem Video verbinde – weil ich mich beispielsweise für eine Immobilie interessiere, einen Rechtsanwalt suche oder wissen möchte, wie eine Wurzelbehandlung abläuft – dann bin ich vermutlich auch leidensfähiger, was Dramaturgie und technische Qualität des Beitrags angeht. Und wenn es mich weiter bringt bleibe ich auch zehn Minuten dabei – ich will einfach nur meinen Interesse befriedigen.

Gleichwohl sollten auch Internetfilmer (meine eigenen Kollegen bei SightseekerMedien eingeschlossen) ein paar Konsequenzen aus diesen Ergebnissen ziehen, z.B.

• keine oder nur kurze „atmosphärischen“ Intros: Mach so schnell wie möglich klar, was den Betrachter im Video erwartet.

• Erzähle Dein Onlinevideo wie eine amerikanische Pressemitteilung: Die wichtigste Botschaft gehört an den Anfang, nach hinten hin ist die Wahrscheinlichkeit auf Veröffentlichung immer geringer – im Fall des Videos heißt das: die Wahrscheinlichkeit auf Betrachtung sinkt.

• Verzichte auf unnötige Redundanz und auf Langatmigkeit.

Schwierig mag es für den einen oder anderen Auftraggeber werden, der meint, sein Imagefilm muss 3:30 lang sein wie im Fernsehen und soll sein Unternehmen im epischer Breite vorstellen. Lassen Sie’s: Arbeiten Sie newsorientiert, geben Sie lieber drei Beiträge mit konkreten Themen in Auftrag als ein großes Panorama, das in den Weiten des Internets untergeht.

Und noch eins: die Videokollegenm, die meinen, ihre grandiose Produktion muss mit einer Fanfare wie bei 20th Century Fox oder einer Animation wie bei Pixar beginnen, tun ihren Kunden in der Regel auch keinen Gefallen – denn die Betrachter sind oft schon weg, bevor der Hauptfilm beginnt…

Add comment 2. Dezember 2008

Unternehmen überdenken Budgets von Filmproduktionen

„Geiz ist geil“ – ein Motto, das bei immer mehr Auftraggebern gilt. Zurecht!

Zugegeben: Noch vor drei Monaten hätten wir bei SightseekerMedien gedacht, dass wir nahezu ausschließlich in der bundesweiten Highvolume-Produktion für Telefonbuch- und GelbeSeiten-Verlage, für Handy-Reiseführer oder Portale und Fachverlage tätig sein würden. Doch bereits seit dem Sommer wandelt sich das Bild.

Dass angesichts der beginnenden Rezession Werbe- und Marketingaktionen auf den Prüfstand gestellt werden, versteht sich von selbst – das gilt auch für Imagefilme und Videoproduktionen. Gleichwohl gilt bei Videos wie bei Autos: Es muss nicht unter allen Umständen ein Mercedes sein – auch mit dem „Volkswagen“ kommt man sicher ans Ziel.

Und so fragen sich viele Unternehmen und Agenturen weniger „ob“, sondern „wie“ sie eine Videoproduktion umsetzen wollen. Muss es immer die aufwändige Kranfahrt sein? Sind wirklich Studiosequenzen mit Requisite und Styling nötig? Brauchen wir detailgetreue 3d-Animationen? Können leckere Bilder – entsprechende Erfahrung des Producers vorausgesetzt – nicht auch ohne extra Beleuchter und Tonmann eingefangen werden? Und muss ich für einen Drehtag wirklich eine Viermanncrew von München nach Hannover expedieren? Kurz: Muss ich 15 bis 25 Tausend Euro einkalkulieren, oder krieg ich’s nicht vielleicht für einen vierstelligen Betrag?

Vieles geht vierstellig. Von der 15minütigen Teamvorstellung bis zum stimmungsvollen 3minütigen Imagefilm, von der ausführlichen Messedokumentation bis zum Verbandsportrait – wie ich schon in „Das Design bestimmt den Preis“ schrieb: Es kommt darauf an, wie man ein Produkt und seine Produktion anlegt, wenn man seine Kosten optimieren will. Und das geht oft, ohne dabei an Wirkung und Gesamtqualität zu sparen.

Wie findet man einen Dienstleister, der höherwertige Produktionen auch für kleinere Budgets realisieren kann? Leider gilt auch in diesem Markt: Viele behaupten vieles. Deshalb lassen Sie sich von Ihnen unbekannten Anbietern vor Auftragserteilung Arbeitsbeispiele zeigen. Und widmen Sie dem Workflow der Produktion Ihre Aufmerksamkeit – wo eine zuverlässige Struktur fehlt, ist oft das Ergebnis (und damit die Qualität) beliebig. Doch wenn Sie sorgfältig ausschreiben und auswählen, werden Sie am Ende diese Form von Geiz auch ein wenig geil finden…

Add comment 27. Oktober 2008

Videomarketing in Zeiten der Krise

Welchen Stellenwert kann Videomarkting einnehmen, wenn die Wirtschaft unter Druck gerät?

Budgets werden eingefroren, Kampagnen gestoppt, die Planungen für 2009 reduziert – turbulente Börsen und restriktiven Banken fordern ihren Tribut. Werbetreibende aller Größenordnungen überprüfen ihre Ausgaben, viele verordnen vorsorglich strikten Sparkurs. Wie stark ist, wie starke sollte Videomarketing davon betroffen sein?

Betrachten wir zunächst die Videowerbung, die kurzen Clips, die vor, nach und teilweise auch als Overlay über Videos patziert werden, die sich Nutzer im Web ansehen. Hier haben die deutschen Mediaagenturen bisher nur sehr vereinzelt vom spezifischen Potential dieses Mediums profitiert, durch gezielte Belegung und Definition klarer Werbeumfelder sehr spitz (und damit effektiv) Zielgruppen anzusprechen. Meines Erachtens haben gerade in schwierigen Zeiten Betreiber von hochwertigen (weil redaktionell geprägten) Onlinevideoportalen wie spiegel.de, stern.de, brigitte.de oder auch bild.de, die Chance, Werbetreibenden die im Vergleich zu anderen Werträgern günstigen Leistungen und Reichweiten zu vermitteln.

Noch positiver sehe ich jedoch Onlinevideomarketing, das über diese Form der Videowerbung hinausgeht. Denn Klein- und Mittelbetriebe, die nun den Werbeeuro zweimal umdrehen, werden schnell erkennen, dass er für einen eigenen Videobeitrag sehr gut angelegt ist:

• Hohe Informationstiefe: Getreu dem Motto „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ bekommt der Betrachter eine sehr viel höhere, vielschichtigere Informationsdichte als bei den meisten anderen Medien – von der Broschüre bis zum Webautritt. Dass muss keineswegs immer die pure Sachinformation sein (z.B. Gründungsdatum des Unternehmens, Mitarbeiterzahl oder Leistungsdaten). Oft sind es eher subjektive Eindrücke (Sympathie des Auftretenden, Stil der Einrichtung, Frische, Modernität).

• Universelle Verwendbarkeit: Ein Videobeitrag kann sehr vielfältig genutzt werden, deshalb setzen sich auch die Herstellungskosten vielfältig in Wert. Von der Platzierung auf der eigenen Homepage über die Nutzung im Schaufenster oder auf Messen bis zur Integration ins ein PDF-Dokument, das bei allen Akquisitions- und Angebotmails angehängt wird. Aber auch zur klassischen Kundengewinnung kann so ein Video taugen – etwa durch Ausstrahlung im Lokalfernsehen, der Platzierung in den Online-Angeboten der GelbenSeiten und Telfonbuchverlage, auf regionalen Websites und der gegenseitigen Platzierung auf „befreundeten“ Websites.

• Responseorientierung: Ideal ist es, sein Onlinevideo so zu platzieren oder so zu gestalten, dass eine schnelle Reaktion potentieller Kunden (per Email oder Telefon) möglich ist. Denn dann registriert man unmittelbar den Erfolg dieser Maßnahme.

• (Nicht zuletzt:) Kostengünstige Erstellung. Viele GelbeSeiten und Telefonbuchverlage erstellen ihren Kunden ein 30sekündiges Onlinevideo gratis im Rahmen einer Online-Jahresplatzierung in den entsprechenden Onlineverzeichnissen für ca. 600 €. Bei SightseekerMedien ist ein Basisportrait, das vom Kunden universell verwendet werden kann, ab 499 € (plus 95€ Spesen) zu haben. Das belegt: Ein Onlinevideo, dass über Jahre hinweg genutzt werden kann, kostet in etwa soviel wie die einmalige Schaltung einer mittleren Formatanzeige in Tageszeitung oder Zielgruppenzeitschrift.

Wer kühl rechnet und sich überlegt mit den Möglichkeiten des Onlinevideomarketings auseinandersetzt, wird an diesem Medium kaum vorbei kommen. Wer die vorhandenen Beispielen auf das eigene Geschäft überträgt, wird sich vielleicht sogar in schweren Zeiten ein wenig für eine neue (Selbst-)Darstellungsform begeistern.

Add comment 12. Oktober 2008

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