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Google – Dein Videofreund und -helfer

Google wertet seine „Google Apps“ ab sofort mit Videoservices für Unternehmen und Arbeitsgruppen auf

Mit den Google Apps bietet Google Unternehmen, Organisationen, Gruppen und Familien eine Softwarefamilie mit Kalender, Mailfunktionen, Instant Messages, gemeinschaftlicher Dokumentenbearbeitung und internen Websites/Blogs. Vieles davon ist in der „Standard Editon“ gratis nutzbar, für die „Premier Editon“ sind 50 US-Dollar pro Nutzer und Jahr zu berappen.

Das lohnt sich seit heute mehr als zuvor, wurde in das kostenpflichtige Paket von Google nun eine Videosharing-Funktionalität eingefügt. Was macht man damit? Lassen wir das Google doch mal selbst zeigen:

Nun hat im Gegensatz zu Google zwar nicht jedes Unternehmen regelmäßig Präsidenschaftskandidaten zu Gast, aber von der Vorstandsnachricht bis zur Betriebsratsmeldung, vom Arbeitsgruppenbericht bis zur Pressekonferenz, vom Produktlaunch bis zum Sommerfest können auf so einer internen Videoplattform eine Menge Facetten des jeweiligen Betriebslebens abgebildet werden. Schön auch die Bewertungsfunktionen – das hilft gewiss, um unnötigen Selbstbeweihräucherungen den Dampf abzudrehen…

Viele Rechner sind mittlerweile mit Kamera und Mikro ausgestattet, und ein so erzeugtes Statement hat weit mehr Ausdruck als die meisten E-Mails oder Foreneinträge. Allerdings dürfte auch für die interne Kommunikation gelten, dass ein „gestalteter“ Videobeitrag in einem solchen Medium leichter zu konsumieren ist als Wackelbilder und schlechter Sound. Letztlich entscheiden Thema und Anwendung über die Qualitätsstufe, und ein guter Mix aus professionellen und spontanen Berichten bringt Video in der internen Kommunikation nach vorn.

Wenn Sie’s interessiert, hier noch ein zweites Google Werbevideo zum Thema:

Bin gespannt, welche Resonanz dieser neue Googleservice haben wird. Ich zumindest kann kaum abwarten, ihn im eigenen Unternehmen zu nutzen!

Add comment 2. September 2008

Videos, wohin das Auge schaut

Julia Schmid von Websehen.net macht heute auf Thesen von James L. McQuivey von Forrester Research aufmerksam, die in fünf Jahren eine Allgegenwart von Videoinhalten in unserem Alltag prophezeien.

Videos überall? Bewegtbild-Overkill? Im ersten Moment klingen die Thesen nach dem endgültigen medialen Griesbrei und damit unappetitlich. Doch im zweiten Moment finde ich sie fast noch zu harmlos. Denn
1. die Vermehrung der Bildschirme hat gerade erst begonnen. Viele Dinge vom Auto über den Kühlschrank bis zur Klotür haben bisher nicht oder nur im Hochpreissegment integrierte Bildschirme. Die werden jedoch immer billiger. So macht es für immer mehr Hersteller Sinn, ein paar Euro mehr ins Produkt zu investieren, wenn dadurch für den Kunden neuer Mehrwert geschaffen werden kann. Zum Beispiel für
2. Ganz neue, alltägliche Videoanwendungen. Hat mal jemand versucht, per Gebrauchsanleitung die Notverriegelung eines Cabriodachs zu betätigen? Angesichts der kryptischen Schemazeichnungen eine echte intellektuelle Herausforderung. Was aber wäre, wenn die Bedienungsanleitung über den Autobildschirm als kleines How-to-Video abzurufen wäre? Schließlich bleibt
3. nützliche Information nützlich – auch wenn sie Werbung ist. Wenn ich in fremder Stadt Hunger und Lust auf italienische Küche habe, freue ich mich über die Videoportraits italienischer Restaurants, die mein Handy mir anbietet. Ist das eher ein Laden mit Drei-Nationenküche und Plastikstühlen, das Etepetete-Restaurante oder die gemütliche Familienpizzeria? Überhaupt dürfte
4. die Rolle des Handys als Informationsscout nach wie vor massiv unterbewertet sein. Viele denken, dass das, was heute das Internet kann, künftig das Handy übernimmt, plus GPS und Umfeldsuche. Aber kann das 4711-Immer-dabei-Handy nicht auch eine aktive Rolle übernehmen? Meine Interessen, Vorlieben oder Bedürfnisse speichern und Signale an all die Bidlschirme senden, die so scharf darauf sind, mir ihre Botschaften zu überbringen? Unerwünschte Botschaften zu unterdrücken, dafür sehr individuell zugeschnittene herauszusuchen und mir anzubieten? Wird vielleicht sogar jemand meine Handyrechnung übernehmen, weil ich ihm erlaube, mir die mir angenehmen Inhalte zu zu spielen?

Videos, wie wir sie heute kennen, werden in fünf Jahren durch eine neue Gattung von Videos ergänzt werden: Servicevideos. Videos, die dann einen hohen Nutzen haben, wenn sie auf die jeweilige Bedürfnislage des Nutzers treffen. Die vermutlich jede Landesmedienanstalt als Werbung klassifizieren wird – und die situativ trotzdem willkommen sind. Ich sage nicht, dass sie klassisches Fernsehen oder journalistische Information ablösen – aber sie werden einen eigenen, umfassenden Platz erobern.

Add comment 23. Juni 2008


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