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Google – Dein Videofreund und -helfer

Google wertet seine „Google Apps“ ab sofort mit Videoservices für Unternehmen und Arbeitsgruppen auf

Mit den Google Apps bietet Google Unternehmen, Organisationen, Gruppen und Familien eine Softwarefamilie mit Kalender, Mailfunktionen, Instant Messages, gemeinschaftlicher Dokumentenbearbeitung und internen Websites/Blogs. Vieles davon ist in der „Standard Editon“ gratis nutzbar, für die „Premier Editon“ sind 50 US-Dollar pro Nutzer und Jahr zu berappen.

Das lohnt sich seit heute mehr als zuvor, wurde in das kostenpflichtige Paket von Google nun eine Videosharing-Funktionalität eingefügt. Was macht man damit? Lassen wir das Google doch mal selbst zeigen:

Nun hat im Gegensatz zu Google zwar nicht jedes Unternehmen regelmäßig Präsidenschaftskandidaten zu Gast, aber von der Vorstandsnachricht bis zur Betriebsratsmeldung, vom Arbeitsgruppenbericht bis zur Pressekonferenz, vom Produktlaunch bis zum Sommerfest können auf so einer internen Videoplattform eine Menge Facetten des jeweiligen Betriebslebens abgebildet werden. Schön auch die Bewertungsfunktionen – das hilft gewiss, um unnötigen Selbstbeweihräucherungen den Dampf abzudrehen…

Viele Rechner sind mittlerweile mit Kamera und Mikro ausgestattet, und ein so erzeugtes Statement hat weit mehr Ausdruck als die meisten E-Mails oder Foreneinträge. Allerdings dürfte auch für die interne Kommunikation gelten, dass ein „gestalteter“ Videobeitrag in einem solchen Medium leichter zu konsumieren ist als Wackelbilder und schlechter Sound. Letztlich entscheiden Thema und Anwendung über die Qualitätsstufe, und ein guter Mix aus professionellen und spontanen Berichten bringt Video in der internen Kommunikation nach vorn.

Wenn Sie’s interessiert, hier noch ein zweites Google Werbevideo zum Thema:

Bin gespannt, welche Resonanz dieser neue Googleservice haben wird. Ich zumindest kann kaum abwarten, ihn im eigenen Unternehmen zu nutzen!

Add comment 2. September 2008

Er hat gebohrt! Und zwar so:

Wer sagt denn, Videos passen nur für die schönen Dinge des Lebens? Ein amerikanischer Zahnarzt macht vor, wie man mit Onlinevideos Patientenvertrauen (und damit Patienten) gewinnt

Ist es nicht schon schlimm genug, wenn einen Techniker mit „Platinenbruch“, „defekter Gasbrenner“, „kaputte Viscokupplung“ konfrontieren? Doch wie fühlen wir uns erst, wenn der Arzt Worte wie „Wurzelbehandlung“, „Stoffwechselstörung“ oder „Darmoperation“ in den Mund nimmt?

Unsere Lebenswelt ist ungeheuer komplex. Vielen Worten, die wir zwar wahrnehmen und zu verstehen glauben, können wir keinen wirklichen Sinn zuordnen – wir haben keine eigenen Erfahrungswerte, nicht einmal ein Bild, eine konkrete Vorstellung davon, was sie meinen.

Das erzeugt Unsicherheit, oft Angst, und führt manchmal zu irrationalem Verhalten, wenn z.B. der Besuch beim Arzt aufgeschoben wird. Ein amerikanischer Zahnarzt, Dr. Jerry Gordon aus Pennsylvania, ging vor rund einem Jahr in die Offensive und dokumentierte seine Arbeit und Behandlungsweisen per Video.

Bis heute hat er 32 Videos auf YouTube veröffentlicht. Sein „Masterpiece“ zur Wurzelbehandlung dauert knapp 10 Minuten. Schauen Sie selbst:

Er ist entspannt, relaxed, nimmt den Patienten in spe die Angst. Er zeigt, was passiert, klärt auf, beruhigt. Und tut damit nicht nur seinem Berufsstand, sondern auch der eigenen Praxis viel Gutes.

In knapp einem Jahr wurde sein Video ca. 114.000mal betrachtet. Gut, das lag auch an der medialen Aufmerksamkeit, die seine Pioniertat erregte, z.B. in der New York Times. Doch schon vor diesem Beitrag war sein Video in zwei Monaten 11.000mal abgerufen worden. Als er seine Tätigkeit noch nicht im Video vorstellte, kamen 26 Patienten durch seine Website in die Praxis – nach dem Video waren es in wenigen Monaten 68.

Ein solches Video kann nicht „user generated“ sein – Dr. Gordon beauftragte einen lokalen Videoproducer und investierte ca. 2.000 Dollar. Auch bei uns müsste man für ein solch umfangreiches, dokumentierendes Video ca. 2000 € Produktionskosten rechnen. Doch was steht dagegen?

Mehr Patienten. Weniger ängstliche Patienten. Weniger Aufklärungs- und Beratungsaufwand.

Wer immer komplexe Dienstleistungen erbringt, sollte einmal in Ruhe darüber nachdenken, seine Tätigkeit durch ein Beratungs- oder Servicevideo transparenter zu machen. Das schafft Vertrauen – und das bringt Kunden.

1 comment 26. Juni 2008


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